[Rezension] Gaile Parkin – „Kuchen backen in Kigali“

Angel ist ein wahrer Engel. Sie lebt mit ihrem  Mann Pius und ihren Enkeln in Kigali, in Südafrika,  stammt aber ursprünglich aus Ruanda. Ihr Sohn  und ihre Tochter sind bereits tot. Ihr Sohn war  HIV-positiv, wurde jedoch von einem Räuber  erschossen. Ihre Tochter ist, wahrscheinlich, an  starken Kopfschmerzen, mit Stress verbunden,  gestorben. Deshalb kümmert sie sich nun im die  Kinder ihrer Kinder. Für sie ist sie „Mama-Grace“.  Für alle anderen ist sie einfach nur die Tante. Geld  verdienen tut sie mit Kuchen backen, denn Angels  Kuchen sind die Besten, die Schönsten, die  Beliebtesten. Beim Lesen kann man sich ihre  Kuchen förmlich schmecken, so wunderschön  sind sie.

Angel ist eine bezaubernde Protagonistin. Sie ist so liebenswürdig, hat so vieles Schreckliches erlebt, lässt sich aber nicht unterkriegen. Ihre Nachbarn, ihre Freunde, aber auch Fremde behandelt sie immer nett und einladen, bietet ihnen immer einen Tee aus Karandom und Kuchen oder Muffins an. SIe hört sich deren Probleme oder Anliegen an und hat wirklich immer einen Rat parat. Für Kigali ist Angel sozusagen eine Mutter – oder eben Tante.

Gaile Parkin hat mit „Kuchen backen in Kigali“ ein wahres Wunder geschaffen. Ein flüssiger, leichter Schreibstil schafft es, dass der Leser sich wirklich in die Personen und in die Welt von Kigalis Geschehen hineinversetzen kann.

Parkin beschreibt, wie sehr man das Leben schätzen sollte und dass man auch, wenn es mal nicht so gut läuft, immer nach vorne sehen muss.

Viele Menschen in Afrika haben ihre Angehörigen verloren, haben vielleicht sogar zugesehen, wie der eigene Mann, die eigenen Kinder ermordet wurden. Am schlimmsten ist es für die Überlebenden, heißt es in dem Roman. Doch auch die Überlebenden schaffen, weiter zu leben. Dafür haben sie gute Freunde und Nachbarn.

Außerdem wird ein sehr großes Problem der dritten Welt behandelt – AIDS und die Unterdrückung der Frauen. VIele Menschen sterben an der Krankheit und mit Angel als Hauptcharakter beschreibt Parkin wirklich eindrücklich und mit einer klaren Botschaft. Versteckt, aber doch verständlich für den Leser.

Ein wundervolles Buch – traurig und heiter zugleich – absolut lesenswert!

5ballerinas

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