[Rezension] Reif Larsen – „Die Karte meiner Träume“

„Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen muss man in den Händen halten – das alleine macht den Roman schon zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Denn der Roman ist einfach „anders“. Größer, als andere herkömmliche Bücher. Vor allem aber wird die Handlung durch unzählige Zeichnungen und Randbemerkungen ergänzt, weswegen sich der Leser fühlt, als ob er in einem Bilderbuch lesen würde. Klasse!

In „Die Karte meiner Träume“ geht es um einen 12-jährigen Jungen, T.S. Spivet, der mit seiner Familie auf einer Ranch in Montana lebt. T.S., Sohn einer Geologin, hat ein besonderes Talent, er zeichnet von allem möglichen, Karten. So ist T.S. schon in seinem jungen Alter ein hervorragender Kartologe – dabei spielt der Roman in der Gegenwart, wo solche Berufe/Beschäftigungen doch eher ungewöhnlich sind – und eines Tages bekommt er von dem berüchtigten Smithsonian-Museum in Washington, D.C. einen Preis für seine besonderen Leistungen verliehen. Allerdings weiß das Museum nicht, dass es sich bei T.S. Spivet um einen 12-jährigen Schüler handelt. Doch T.S. beschließt, auf eigene Faust quer durch das Land nach Washington, D.C. zu reisen – wie ein Hobo, auf Güterzügen.

Beeindruckend ist auch, dass der Roman in drei Teile gegliedert ist. In „Der Westen“, „Die Reise“ und „Der Osten“ – entsprechend dem Verlauf der Handlung/ T.S.’s Reise.

Die Handlung an sich ist meiner Meinung etwas zu sehr bizarr, uninteressant und zusammenhangslos. Auch schweifen die Handlungsstränge immer voneinander ab und es wird zusätzlich eine andere, neue Geschichte, in der eigentlichen erzählt, was mich doch ein wenig verwirrt hat.

Doch der wundervolle Schreibstil und die Zeichnungen machen dies wieder wett, so dass die Handlung an sich sowieso in den Hintergrund rückt. Was zählt, ist das Leseelerbnis an sich – und das ist klasse!

5ballerinas

1 comment

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  1. Welttag des Buches 2015: Meine Lieblingsbücher der letzten vier Jahre | primeballerina's books

    […] “Die Karte meiner Träume” ist meiner Ansicht viel zu unbekannt, dabei wurde der Roman letztens auch verfilmt. Ich habe die Hardcover-Ausgabe und die ist, von der tollen Geschichte abgesehen, gerade auch optisch ein wahrer Hingucker. Die Millenium-Trilogie ist ja fast schon ein Lese-Muss, “Vergebung” war mein Lieblingsband. Es ist kein Geheimnis, dass ich ein Fan von Jodi Picoult bin, “Zeit der Gespenster” mochte ich damals sehr. Auch “Hand aufs Herz” war eine wunderbare Geschichte und mein erstes Buch von Anthony McCarten. Ich liebe die Skulduggery Pleasant-Reihe bis heute, damals habe ich Band zwei, “Das Groteskerium kehrt zurück” gelesen. “Tintenherz” habe ich tatsächlich erst recht spät entdeckt, dafür mochte ich es aber umso mehr. Ich weiß noch ganz genau, wie ich bei “Hummeldumm” während einer Busfahrt einen spontanen und peinlichen Lachanfall bekam – bestes Buch des Autors! Simon Beckett schreibt atemberaubende Thriller, “Leichenblässe” war ein perfekter dritter Band der David-Hunter-Reihe. Und damals mochte ich Fantasy sehr, die Trilogie von “Hex Hall: Wilder Zauber” habe ich sehr gern gelesen – ein bisschen wie Harry Potter für Mädchen. Ein etwas anderer, aber lesenswerter und recht unbekannter Roman ist “Wintergeister” von Kate Mosse. “Totengrund” war mal wieder ein rundum perfekter Thriller. “Glückskekssommer” war damals eine sehr positive Überraschung und ein Herzensbuch. […]

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