[Rezension] Leah Cohn – „Der Kuss des Morgenlichts“

„Der Kuss des Morgenlichts“ von Leah Cohn ist ein Fantasy-Roman, dem weitere folgen sollen – die Autorin schreibt bereits an einer Fortsetzung.

Die 19-jährige Musikstudentin Sophie Richter ist eine talentierte und eher zurückhaltende, in sich gekehrte Pianistin. Als sie eines Tages dem berühmten und sehr begabten Cellist, Nathanael Grigori, begegnet. Zu ihrem großen Erstaunen beachtet Nathan sie sogar und bittet sie, gemeinsam mit ihm zu spielen. Was Sophie nicht weiß: Nathan ist ein Nephilim, ein Unsterblicher, der sich in sie verliebt hat, denn Sophie ist eine der sehr wenigen Auserwählten. Nur wegen Sophie kommt Nathan nach Salzburg. Schon sehr bald verliebt sich Sophie bedienungslos in den Unsterblichen und wird sogar schwanger von ihm. Doch als sie ihm von ihrer Schwangerschaft berichtet, verschwindet Nathan spurlos, für ganze sieben Jahre.


Währendessen lebt Sophie zusammen mit ihrer Tochter Aurora in Salzburg, bis zu Auroras siebten Geburtstag. An ihrem siebten Geburtstag fängt Aurora langsam an, sich merkwürdig zu verhalten- stundenlang sitzt sie starr da, ohne ihre Mutter überhaupt wahrzunehmen. Sophie macht sich große Sorgen und zieht deswegen mit ihr nach Hallstatt, in die Villa ihres verstorbenen Vaters. Dort muss sie sehr bald erfahren, dass auch ihre Tochter eine Nephila ist und mit sieben Jahren ihre Wandlung beginnt – doch entscheiden ist, wer Aurora ausbildet – denn es gibt zwei Arten der Nephilim: die Wächter und die Schlangensöhne. Und so treten auf einmal zwei Nephilim in Sophies Leben: Caspar und Nathan, Auroras Vater. Beide wollen sowohl die Liebe Sophies und Aurora…

Wieder begegnet uns hier ein „Romantasy“-Roman – die Mischung aus Liebe mit Fantastischem. Sophie verliebt sich in ein unsterbliches Wesen, welches in der Realität eigentlich nicht existieren dürfte. Natürlich weiß sie nichts von Nathans Natur und ist deswegen mehr als überrascht über sein sonderbares Verhalten. Die Nephilim, die die Autorin sich hier ausgedacht hat, weichen von den vielen anderen fantastisches Wesen, die zur Zeit die Bestseller-Listen erklimmen, gehörig ab; so haben sie ganz andere Eigenschaften als Vampire & Co. Dies sorgt schon einmal dafür, dass „Der Kuss des Morgenlichts“ für sich selbst stehen kann und nicht so schnell mit anderen Romanen verglichen werden kann.

Nichtsdestotrotz kommt die Handlung nur sehr langsam in Schwung und fesselt seine Leser leider erst nach gut 200 Seiten -bis dahin kämpft man mehrmals gegen den Drang an, das Buch beiseite zu legen. Denn die Protagonistin ist den Lesern zu unsympathisch mit ihrer in sich gekehrten Acht, dieser naiven, jugendlichen,a ber doch erwachsenen Liebe zu einem Mann, der mehrmals verschwindet, der keine Erklärungen abgibt. Im wahren Leben hätte frau solch einen Mann bereits nach einer kurzen Zeit verlassen. Doch Sophie hält daran fest, gibt ihren großen Traum, Pianistin zu werden, und ihre Begabung einfach so auf. Sie zieht zwar ihre Tochter groß, doch als Schwierigkeiten auftreten, kommen Sophies schwacher Charakter und ihre ewigen Selbstzweifel zum Vorschein, die der Leser einfach nicht verstehen kann.
Auch die verschiedenen Andeutungen, dass bald etwas schlimmes geschehen wird, tragen nicht zur Spannung bei, sondern eher dazu, dass man sich beim Lesen veräppelt fühlt, das hätte die Autorin doch lieber unterlassen sollen.

Als dann die Spannung steigt, die Handlung wieder interessanter wird, wird schön und detailiert erzählt und erst dann merkt man, dass die Autorin doch was drauf hat – hätte sie schon von vorneherein so geschrieben, wäre das Buch mir noch einen Stern mehr wert – aber so gibt es leider nur drei Sterne, für einen Roman, der sich eigentlich sehr spannend anhört, doch der letztendlich ein wenig enttäuschend war.

3Ballerinas

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