[Rezension] Tasmina Perry – „Milliardäre bevorzugt“

Der Titel von Tasmina Perrys neuesten Roman, „Milliardäre bevorzugt“, deutet ja schon darauf hin, dass es sich hierbei wohl um einen Roman über die Schönen und Reichen dieser Welt handeln wird. Demnach rechnete ich persönlich mit einer leichten Unterhaltung im Stil von Candace Bushnell mit „Sex & the City“ oder „Lipstick Jungle“ – schön, fies, aber trotzdem doch nett.

In diesem Fall wurde ich aber leider bitter enttäuscht – und zwar schon nach der ersten Seite, wo schon das erste Opfer – in dem Fall Sebastian Cavendish, Karens Ehemann – tragisch sterben muss. Meine erste Befürchtung war, dass es sich hier auch noch um einen Krimi handeln wird – ohje. Aber ich habe mal weiter gelesen und es kamen zwar vorerst keine weiteren Morde vor, aber so billige Intrigen aus purem neid oder Geldgier, dass es einfach nicht mehr unterhaltsam ist. Die Charaktere sind nahezu alle unsympathisch – und zwar sowohl dem Leser als auch ihnen untereinander.

Zur Handlung kann man eigentlich nicht besonders viel sagen, außer dass jeweils aus verschiedenen Perspektiven von verschieden Personen erzählt wird und dass – salopp gesagt – jeder mal mit jedem irgendwann im Bett landet – oder auch gerne auf Konferenztischen oder Bänken Es geht um erfolgreiche Geschäftsmänner und -frauen, die alle mehrmals heiraten, Alkohol so oft genießen, wie sie Kokain schnupfen. Echte Freundschaften können gar nicht entstehen, weil jede Freundlichkeit, jedes Lächeln, nur Fassade ist und man ja sowieso in der ganzen Welt herumreist.

So leid es mir auch tut, ein Buch kritisieren zu müssen, so muss ich einfach zugeben, dass „Milliardäre bevorzugt“ nichts weiter ist, als billiger Abklatsch von einem Buch. Wer also auf etwas anspruchsvollere Literatur, eine komplexe Handlung und eine einigermaßen niveauvolle Sprache hofft, liegt mit diesem Roman definitv falsch.

Auch für zukünftige High-Society-Girlies ist diese Lektüre wenig empfehlenswert, da ich nicht glaube, dass es ratsam wäre, so viele Tipps zu geben, wie man am Besten die so böse Konkurrenz ausschaltet, ohne sich die Fingernägel zu brechen.

2Ballerinas

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