[Rezension] Tommy Jaud – „Hummeldumm“

Neun grundverschiedene Menschen, davon einige Pärchen, verschiedene Dialekte, diverse Eigenschaften, grundverschiedene Vorlieben – so gestaltet sich eine Reisetruppe, die gemeinsam (!) zwei Wochen lang durch Namibia reist, angeführt von dem schwarzen Guide Bahee, der die Geduld einer Giraffe hat, ne.

Darunter befinden sich auch Matze und Sina, die jüngsten in der Gruppe. Während Matze sich um eine Wohnung gekümmert hat, in die die beiden nach der Reise umziehen können, hat Sina diesen Urlaub gebucht – wobei „Urlaub“ möglicherweise nicht ganz zutreffen mag, denn für Matze waren das die zwei schlimmsten Wochen seines Lebens.

Schon am Flughafen in Windhoek wird ihm klar, dass er zwei Wochen lang Tag und Nacht mit außerordentlichen „Deppen“ umgeben sein wird. Hinzu kommen insgesamt 82 Stunden Busfahrt auf engsten Raum – DIE Horrorvorstellung für Matze. Zudem als er begreift, dass er vor seiner Abfahrt vergessen hat, die Reservierungsgebühr für die Wohnung zu zahlen – und ohne diese Gebühr, wird die Wohnung an jemand anderes vergeben. Nun beginnt die lange und schwere Suche nach Netzempfang, Reiseadaptern und Internet – das mitten in Afrika und ohne dass Sina was erfährt… Der Inhalt erschließt sich später von selbst, die Gruppe reist quer durch die Wüste Namibias, es gibt Eifersuchtsszenen, Besäufnisse, Zickereien, Geheimnisse, und, und, und.

Sicher ist auf jeden Fall eines: Die Reise mit Matze durch Namibia ist ein sehr großer Angriff auf unsre Lachmuskeln! Es ist mein erster Tommy-Jaud-Roman und ich bin begeistert! Mir fehlen zwar die Vergleichsmöglichkeiten, doch es würde mich nicht wundern, wenn „Hummeldumm“ sogar besser wäre als Jauds Bestseller „Vollidiot“.

Ein toller Schreibstil, fantastische Anekdoten und eine klasse Story, die man nicht in dedem zweiten Unterhaltungsroman ähnlich wiederfindet.

Doch Achtung: am Besten NICHT an öffentlichen Orten lesen! Ich habe den Fehler gemacht, die ersten Seiten des Romans im Bus zu lesen und musste dann (im stillen Bus!) plötzlich laut loslachen – das ist schon ein wenig peinlich und für die anderen Fahrgäste sehr befremdlich! Also lieber in aller Stille an einem zurückgezogenen Ort lesen, da man ansonsten für hummeldumm erklärt wird.

5ballerinas

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