[Rezension] Carsten S. Henn – „Birne sucht Helene“

„Eine kulinarische Liebesgeschichte“ – was stellt man sich darunter vor? Eine Geschichte zwischen Mann und Frau, kochen, Gerichte, essen, das Sprichwort ‚Liebe geht durch den Magen‘, ein Happy End?

Nun, egal was man sich darunter vorstellen mag, „Birne sucht Helene“ ist nicht nur eine kulinarische Liebesgeschichte, sondern auch eine sehr liebevolle Liebesgeschichte.

Die Protagonisten sind Eli und Paul. Eli ist Buchhändlerin, durchschnittlich, hatte bisher nur Pech mit den Männern und ihre Mutter wünscht sich sehnlichst Enkelkinder von ihr. Paul hingegen ist auch durchschnittlich, hat sehr eigenwillige Freunde, arbeitet im Kfz-Zulassungsamt und ist auf der Suche nach der großen Liebe. Deswegen setzt er jede Woche neue Kontaktzeigen auf, mit dem Titel ‚Birne sucht Helene‘. Die beiden lernen sich im Kfz-Amt kennen, da Eli oft ihre Autos wechselt – Paul findet sofort Gefallen an ihr, während Eli ein sehr genaues Bild von ihrem Traummann im Kopf hat und dem Bild entspricht leider nicht Paul, sondern ein neuer Kollege in der Buchhandlung.

Da Paul leidenschaftlich gerne Frauenzeitschriften liest und es in einer Zeitschrift heißt, dass Männer, die kochen können, leichter ihre Traumfrau erobern können, beschließt Paul eben diesen Weg zu versuchen; er möchte Kochen lernen, um so seine Traumfrau – Eli – verzaubern und erobern zu können.

Eine sehr, sehr schöne Liebesgeschichte, die sich (glücklicherweise!) von den unendlich vielen anderen Liebesgeschichten unterscheidet.
Zum einen ist die Erzählperspektive hier zum größten Teil aus der Sicht von Paul, also einem Mann, was einer Liebesgeschichte doch gleich eine andere Note verleiht, sind doch die meisten Liebesromae aus Frauensicht geschildert. So lernen wir die Gefühle eines Mannes kennen, seine Ängste, seine Sorgen, seine Wünsche.

Auch die Protagonisten sind dem Leser überaus sympathisch, da man sich – ob Mann oder Frau – sofort mit ihnen identifizieren kann. Eli und Paul sind komplett durchschnittliche Bürger, ’normale‘ Menschen mit Stärken und Schwächen wie wir. Eine sehr angenehme Abwechslung zu Romanen, in denen jeder makellos schön, sexy und erfolgreich ist.

Sogar die Handlung selbst ist realistisch beschrieben, sehr gefühlvoll und spannend zugleich, da man bis zum Ende hin nicht weiß, ob Paul nun ’seine‘ Eli wirklich kulinarisch verzaubern kann oder nicht.

Carsten Sebastian Henns „Birne sucht Helene“ ist ein sehr liebevoll geschriebener, wunderschöner und gefühlvoller Roman, der sich zudem perfekt für Singles eignet, da er uns Lesern den Mut macht, nach der großen Liebe zu suchen und uns zugleich versichert, dass wir sie finden werden. Toller Schreibstil, origineller Titel, eine schöne Story und gute Umsetzung machen „Birne sucht Helene“ zu einem sehr angenehmen Lesegenuss.

4Ballerinas

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