[Rezension] Kate Mosse – „Wintergeister“

Mit ihrem neuesten Werk „Wintergeister“ entführt Kate Mosse ihre Leser in die mysteriöse Welt der Vergangenheit, in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Erst bekommt man einen kurzen Einblick in eine Handlung, die in Toulouse, Frankreich, im Jahr 1933 spielt. Ein junger Mann kommt in einen Laden, möchte sich einen scheinbar sehr alten Brief übersetzen lassen. Der Übersetzer erkennt einen sehr kostbaren Wert in dem Dokument und möchte die ganze Geschichte hören – so findet man sich auf einmal im Jahr 1928 wieder. Es geht um den schon vorher erwähnten jungen Mann. Er hat seinen geliebten großen Bruder im Krieg verloren, der zugleich seine ganze Familie für ihn war. Nach dessen Tod ist er lange Zeit auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, findet keinen Trost bei seinen Eltern oder Freunden, sondern lebt jahrelang in sich gekehrt, bis er dann ausbricht – der Ausbruch der Krankheit, wie er es selbst beschreibt. Er kommt in eine psychiatrische Klinik, in der er mit diversen Medikamenten benebelt wird. Erst als er nach einem Autounfall auf die Stadt Nulle trifft, verändert sich sein Schicksal. Denn Nulle ist eine von Schatten umgebene Stadt, inmitten von Wäldern, in denen eine eigenartige Stimme immer wieder ruft: „Finde mich, hilf mir.“ Schließlich kehrt nach einer Aussprache mit der geheimnisvollen Frau Fabrissa der Lebenswille zurück – und er macht sich auf die Suche nach den ‚Wintergeistern’…

Schon das Cover lädt uns zum Lesen ein – der nicht alltägliche Titel, verbunden mit einem eher mystischen, undurchschaubaren Cover weckt sofort das Interesse, da man irgendwie doch gleich weiß, dass „Wintergeister“ kein Mainstream-Roman sein kann, nicht wie so viele andere Bücher in den Buchhandlungen. Und so ist es auch: die Handlung beginnt mittendrin, bevor es erst im zweiten Kapitel ‚richtig‘ anfängt. Die Autorin hält dabei die gesamte Handlung über die Spannung aufrecht, dass man als Leser die ganze Zeit über nicht das Interesse verliert, weil man von der Geschichte in der Handlung derart in den Bann gezogen wird. Die Geschichte hat etwas Fantasievolles und Mystisches an sich, aber auch durchaus etwas Wahres und vor allem Trauriges und Historisches. Man erfährt mehrere Aspekte, lernt viele verschiedene Charaktere kennen und verliert dabei aber nie den Überblick, da der Schreibstil der Autorin einfach überragend ist. Niveauvolle Sprache, komplex, aber doch klar strukturiert – was will man mehr?

Meiner Meinung nach hat Mosses Roman alles, was für mich einen guten Roman ausmacht. Und obwohl der Titel letztendlich nicht unbedingt etwas mit der Jahreszeit ‚Winter‘ gemein hat, so eignet sich „Wintergeister“ als herrliche Winterlektüre, wenn man vor dem Kamin in einem gemütlichen Sessel sitzt und es draußen sanft und leise schneit – also lassen Sie sich in die mystische Welt der Wintergeister entführen…

5ballerinas

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