[HP 7] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Nun, schließlich ist es soweit. Das letzte Buch, das letzte Abenteuer von Harry, Ron und Hermine. Das Letzte und zugleich Gefährlichste. Eigentlich kann ich mich nach nun 7 Büchern nur noch wiederholen: wahnsinnig spannend, fesselnd und nunja, schlichtweg großartig! Da wir diesmal nicht in Hogwarts sind, weiß man gar nicht, was einen erwartet und vor allem, wer alles sterben wird.

Die Schlacht von Hogwarts hatte was Magisches an sich, ich weiß nicht, ich hab sie mir beim Lesen immer so vorgestellt, dass wirklich alle mit ihrer nötigstens Kraft gegen die Todesser kämpfen… und konnte es nicht fassen, dass man in ein so mächtiges Schloss, umgeben von Zaubern der Professoeren überhaupt eindringen konnte… Ein wundervoller Moment ist der, als Percy nach Hogwarts kommt und nun endlich erkennt, dass er einen großen Fehler gemacht habe – wie George und Fred sich darübr lustig machen, einfach genial. Was mich zu einer wahnsinnig traurigen Szene bringt: Freds Tod. Sogar diesmal, wo ich doch eigentlich schon weiß, was geschehen ist, kamen mir die Tränen – ich war damals aber froh, dass nicht Ginny, Ron oder Hermine gestorben sind, dafür bin ich Joanne K. Rowling wahnsinnig dankbar. Aber Lupin und Tonks, die beide einen Sohn hinterlassen! Das war wieder grauenvoll – der kleine Teddy Lupin, wie Harry ein Waise, seine Eltern gestorben im Kampf gegen Voldemort. Ich dachte ja immer, dass Teddy von Harry großgezogen wird, weil er ja sein Pate ist, aber dem Epilog zufolge ist das wohl nicht so. Dann etwas, was ich wirklich beinahe schon am Genialsten fand: die wahren Beweggründe von Snape. Dass er all die Jahre Lily geliebt hat und all die Jahre Harry nur beschützt hat. Grandios. Dass er Dumbledore töten sollte, dass er verraten sollte, wann Harry das Haus der Dursleys verlässt. Was ich persönlich sehr bewundernswert finde, ist, wie Rowling das alles planen und schreiben konnte – dass am Ende alles ineinander – und zusammenpasst!

Die Idee, dass Harry selbst ein Horcrux ist – genial. Ich dachte ja wirklich, dass Rowling Harry sterben lässt, aber nein. Aber Ende gut, alles gut. Voldemortist endgültig tot und trotz der vieler Menschen die gestorben sind,  sind am Ende alle überglücklich.

Hach, der Epliog, 19 Jahre später: Harry und Ginny sind verheiratet, haben 3 Kinder – James, Lily und Albus Severus (Wahnsinn, dass er ihn nach Snape genannt hat) – und treffen am 1. September auf Gleis 9 3/4 auf Ron und Hermine, die miteinander verheiratet sind (kaum zu glauben!) und zwei Kinder haben – Rosie und Hugo. Rons Humor finde ich super („Wenn du nicht nach Gryffindor kommst, enterben wir dich!“). Dann, natürlich, treffen sie auf Draco mit Frau und Kind. Und oh Wunder, sein Kind sieht genauso aus, wie Draco damals, genauso wie Albus wie Harry damals – Ärger ist vorprogrammiert. Was mir auch gut gefallen hat, ist die Idee, dass Neville Longbottom nun Professor für Kräuterkunde ist. Überhaupt denke ich, dass sowohl die Potter-Kinder als auch die der Weasleys (Hermine Weasley?!) einigermaßen beliebt in Hogwarts sein müssten. ;)

Aber nun kommen wir zur Verfilmung: Erstmal freut es mich sehr, dass es diesmal zwei Filme gibt – nicht auszudenken, wie löchrig EIN Film wäre!

Der erste Film: er beginnt schon so traurig… besonders angetan war ich von der Szene, wo Hermine sich selbst aus dem Gedächtnis  ihrer Eltern löscht. Schade fand ich aber, dass sie die Trauung von Bill und Fleuer nicht gezeigt haben und die Verfolgung der Todesser auf der Fahrt in Hagrids Motorrad fand ich auch nicht besonders gut gemacht.. Aber na gut, lassen wir mal die Einzelheiten. Obwohl: dass die Szene mit Lupin am Grimmauldplatz weggelassen wurde und man so nichts davon erfährt, dass Tonks ein Baby erwartet – moment, man erfährt nicht mal, dass die Beiden verheiratet sind! – finde ich sehr, sehr schade. Den Film selbst finde ich persönlich sehr düster, aber da das Buch auch düster ist, wurde es ja eigentlich ganz gut umgesetzt. Mal abgesehen von den typischen Fehlern, die ja in einem HP-Film schon zur Gewohnheit werden, fand ich vor allem die Geschichte von den drei Brüdern wahnsinnig toll realisiert! Hat mir schon damals im Kino am Meisten gefallen. Bei der Szene in Godric’s Hollow im Haus von Batilda Bagshot hatte ich ganz ehrlich totale Gänsehaut…wirklich zum Fürchten! Die Szene im Haus der Malfoys – nun ja, ich liebe Bellatrix bzw. Helena Bonham-Carter, deswegen fand ich auch diese Szene ganz gut. Wo mir fast die Tränen gekommen sind, ist natürlich Dobbys Tod und seien Beerdigung. Zwar wird hier wieder mal einiges falsch dargestellt, aber wenigstens sind sie an einem Strand und man sieht Shellham Cottage im Hintergrund. Die Abschlussszene: Voldemort hat den Elderstab fand ich auch sehr gelungen und dass auch hier der Schnitt zwischen den zwei Filmen gemacht wurde, hat meiner Meinung nach, ganz gut gepasst.

Nun, der zweite Teil, der endgültige sozusagen, ist ja nicht so lang her. Vor knapp über einem Monat war ich im Kino. Und ich war von  Anfang an sooo mitgerissen, wie ich es noch bei keinem Film je gewesen bin. Normalerweise kommentier ich einen Film gerne zwischendurch, doch hier war ich absolut still und gefesselt. Von Anfang an bis zum Schluss (bzw. eigtl auch noch danach…). Ich finde den Anfang besonders klasse – die letzten Szenen des ersten Teils werden noch mal gezeigt, wie Voldemort den Elderstab holt. Dann, die Musik: einmalig! Diesmal kommt anfangs nicht die tyische HP-Melodie, nein, sondern eine ganz tolle Melodie mit leichten Frauengesang (ich finde es grandios!). Finde ich super, da ja eigentlich auch kein ’neuer‘ HP-Film anfängt, sondern einer nur fortgesetzt wird. Die HP-Melodie kommt dafür erst dann, als Voldemort besiegt ist und natürlich ganz am Ende – kurzum, der Soundtrack ist diesmal wirklich, wirklich Klasse!

Die Fehler oder Weglassungen stören mich diesmal eigentlich fast gar nicht. Ich finde es nur schade, dass sie die Versöhnung mit Percy nicht gezeigt haben… die Szene in der großen Halle mit Snape kommt zwar im Buch so überhaupt nicht vor, aber sie gefällt mir trotzdem. Vor allem, wie McGonagall sich zwischen Harry und Snape wirft. Überhaupt gefällt mir McGonagall hier sehr, ihr ganz spezieller ‚Humor‘ zeigt sich hier doch ganz gut… wie sie z.B. die Rüstungen belebt und meint, dass sie diesen Zauberspruch schon immer ausprobieren wollte. Die zwei wohl traurigsten Momente sind ganz klar, als George Fred fragt, wie es ihm geht – und wir doch alle wissen, was gleich geschehen wird. Genauso Lupin und Tonks, dienoch versuchen, sich an den Händen zu fassen – und dann tot daliegen, die Hände und Gesichter zueinander gewandt… da blieb mir die Luft weg, im Kino genauso wie auch auch diesmal (Ja, ich schaue den Film erst zum zweiten Mal!). Ganz toll auch die Szene zwischen Bellatrix und Mrs Weasley – „Nicht meine Tochter auch noch, du Schlampe!“. Überhaupt finde ich die Schlacht von Hogwarts sehr eindrucksvoll gemacht, auch wenn sie anders geschildert wird und ich sie mir ein klein wenig anders vorgestellt habe – atemberaubend bleibt sie trotzdem. Den Kampf zwischen Voldemort und Harry fand ich ein wenig unnötig, ich hätte lieber Harrys Rede gehabt, mit der Wahrheit über Snape – aber Nevilles Rede fand ich auch sehr schön! Apropos Snape: Snapes Erinnerungen haben die Filmemacher sogar ganz gut zusammengestellt, ich bin zufrieden! Was das Ende angeht, nun ja… ich hätte es besser gefunden, wenn Voldemorts Leiche liegen geblieben wäre, das hat etwas endgültigeres als dieses ‚explodieren‘. Dass nach dem Sieg die Sonne aufgeht, scheint mir ein bisschen zu lasch zu sein – die Freude aller im Buch ist eindeutig besser beschrieben. Vor allem die Szene in Dumbledores altem Schulleiterbüro hat mir sehr gut gefallen, wo alle applaudieren  – fehlt leider im Film. Und irgendwie ist hier auch gar nicht klargeworden, dass Harry der wahre Herrscher über alle drei Heiligtümer des Todes ist, oder nicht?

Den Epilog fand ich… hm, ganz okay, aber vielleicht hätten sie die vier ein bisschen mehr verändern können – vor allem Harrys Brille! Das regt mich ja schon eigentlich seit dem vierten Film auf – die Brille passt einfach nicht zu Harrys Gesicht und ganz ehrlich, man hätte die Brille doch wenigstens ein klein wenig verändern können? Dass sie nicht ganz so schrecklich John-Lennon-mäßig rund ist… aber vielleicht ist das auch nur mein Geschmack… Schade auf jeden Fall, dass das so ein endgültiges Ende hat… da war ich nach dem Film total traurig (gut, nach dem Buch auch…).

Aber mal ganz ehrlich: egal was dem Film fehlt, diesmal ein großes Lob an David Yates: ein grandioser und würdiger letzter Film, ganz ehrlich!

So, hiermit wäre die Harry-Potter – Reihe beendet – meine geliebten 7 Bücher wandern wieder auf ihren Ehrenplatz im Regal (nebenbei bemerkt: daneben stehen alle 7 HP-Ausgaben auf polnisch und eine englische Ausgabe ;) ) und werden drauf warten, bis ich wieder mal Lust habe auf die legänderen Abenteuer von Harry, Ron und Hermine.  Denn ich bin mir vollkommen sicher: diese Bücher werden in einigen Jahren Klassiker werden und ich freue mich schon darauf, anderen Generationen erzählen zu dürfen, dass ich damals mitbekommen habe, wie die Bücher erstmalig erschienen sind und alle Filme zuerst auf einer großen Kinoleinwand gesehen habe! :)

*Ach, übrigens: den zweiten Teil habe ich natürlich in 3D angeschaut – aber ganz ehrlich, ich habe heute keinen besonderen Unterschied zwischen 2D und 3D bemerkt…

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