[Rezension] Anica Schriever – „Zuckerguss“

9783548284149_coverVor fünf Jahren hat Miriam nach einem großen Streit mit ihrem Vater ihre Koffer gepackt und ist von der Kleinstadt Wismar ausgezogen nach Hannover. Dort studiert sie bereits seit 9 Semestern und kann ihr Studium partout nicht beenden. Dabei halten ihre Eltern sie sowieso schon für eine totale Versagerin mit der abgebrochenen Lehre und einem BWL-Studium, welches nur zwei Semester dauerte. Die Karriere für Miriam war eigentlich schon geplant – sie sollte die Familienbäckerei übernehmen, sodass ihr Vater sich zur Ruhe setzen kann. Doch Miriam wollte nicht, ist abgehauen und ihr kleiner Bruder, der eigentlich Medizin studieren wollte, musste herhalten.

Nun ist Miriam bereits 29 Jahre alt und ihre Schwester Eva zwingt sie, zu Mutters 55. Geburtstag nach Wismar zu kommen. Und zwar mit einem Freund, den es seit einigen Monaten nicht mehr gibt und mit einer beruflichen Karriere, die auch noch nicht existent ist. Der Plan? Sich schnell einen wildfremden Mann schnappen und eine glückliche Beziehung vor der ganzen Stadt vorgauckeln – dumm nur, wenn der Wildfremde, vermeintliche Tourist sich als begehrtester Junggeselle der Stadt entpuppt – und das Denken in seiner Anwesenheit immer schwerer fällt…

„Zuckerguss“ ist mit knallpinken und kitschigen Cover der Inbegriff der Chick-Lit – aber auch die Handlung hält was sie verspricht und kann in der Tat mit allen Top-Romanen aus der Frauenliteratur mithalten. Ein leichter und flüssiger Schreibstil, eine zwar relativ vorhersehbare Handlung, aber sehr liebevoll und amüsant aufbereitet (und wirklich Neues kann man sowieso nicht mehr erfinden). Den einen Sternabzug gibt es leider dafür, dass mir die Protagonistin zeitweise doch sehr unsympathisch war, da ich finde, dass man selbst Schuld ist bei solch derartigen Lügengebilden. Trotzdem fand ich die Geschichte wunderschön, habe viel gelacht und das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Für die Liebhaber unterhaltsamer Frauenliteratur ist „Zuckerguss“ absolut empfehlenswert – und Anica Schriever hat mit ihrem Debütroman meiner Meinung nach schon einen fantastischen Sprung in das Autorensein geschafft – ich hoffe sehr, dass weitere solche Romane folgen werden!

4Ballerinas

 

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