[Rezension] Lucy Dillon – „Der Prinz in meinem Märchen“

142_47851_127406_xxlAlles, was ich von Lucy Dillons neuestem Roman vor der Lektüre wusste, war, dass auf dem Cover eine lesende Frau mit einem Dalmatiner abgebildet ist – das hat gereicht, um mein Interesse zu wecken. Aber ab der ersten Seite an von „Der Prinz in meinem Märchen“ war ich auch von der Handlung vollkommen begeistert…

Michelle liebt Ordnung, Dekorationen jeglicher Art und ihre unzähligen To-Do-Listen, die sie mindestens täglich abarbeitet. Nach ihrer gescheiterten Ehe zog sie in die Kleinstadt Longhampton und eröffnete dort „Home sweet Home“, ihren eigenen Laden mit Wohn-/Dekorationsartikeln. Kurz vor der Eröffnung des Geschäftes trifft sie auf Anna McQueen, eine liebenswerte Buchliebhaberin, die kürzlich Familienzuwachs bekommen hat – allerdings nicht im Sinne ihres eigenen (Wunsch-)Babys, sondern die drei Töchter aus Phils erster Ehe, sowie Pongo, einem aktiven Dalmatiner.

Mit der Zeit werden Michelle und Anna gute Freundinnen und sind stets füreinander da – bis schließlich beide mit den eigenen Problemen so überfordert oder beschäftigt sind, dass sie immer weniger Zeit für die jeweils andere finden. Anna möchte unbedingt ein eigenes Baby bekommen, Michelle dagegen möchte ein Geschäft für Bettwäsche eröffnen, doch der Immobilienbesitzer besteht darauf, dass sein Buchladen weitergeführt wird.

„Der Prinz in meinem Märchen“ ist beschämenderweise mein erster Roman von Lucy Dillon – irgendwie sind die Bücher der Autorin ganz an mir vorbei gegangen. Doch dieses Buch hat mich wirklich von der ersten Seite an mitgerissen – der Schreibstil der Autorin ist mehr als angenehm und da die Handlung jeweils aus der Perspektive von Michelle und Anna erzählt wird, wirkt diese dadurch sehr plastisch und vielseitig. Beide Erzählperspektiven gehen dabei fast nahtlos ineinander über. Zudem sind Anna und Michelle beide so unterschiedliche, aber gleichermaßen liebenswerte und sympathische Charaktere, dass ich mir wünschte, diese Geschichte würde nie zu Ende gehen.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist Annas unverkennbare große Liebe zu Büchern. Insbesondere Kinderbuchklassiker finden sich hier oft wieder und jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Buchempfehlung eines Charakters aus der Handlung in dem Roman. Eine wundervolle Idee, so dass man während der Lektüre selbst zahlreiche Buchtipps auf dem Silbertablett serviert bekommt. Für mich als Buchliebhaberin natürlich ein ganz besonderes Extra. Überhaupt schafft es die Autorin mit ihren detaillierten, aber nicht ausschweifenden Beschreibungen, lebendige Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen, ganz besonders bei der Beschreibung des Buchladens – man möchte sofort ein Ladengeschäft mieten und exakt solch einen Buchladen eröffnen, um dort selbst stöbern zu können.

Lucy Dillon erzählt hier eine abwechslungsreiche, reale und liebevolle Geschichte von Freundschaft, Familie, Liebe und Selbstvertrauen, gespickt mit der Liebe zu Büchern, so dass mir „Der Prinz in meinem Märchen“ wirklich wie eine kleine Märchenerzählung erschien. Wundervoll geschrieben, ein absolut empfehlenswerter Roman, der zum Schmökern einlädt.

5ballerinas

6 Gedanken zu “[Rezension] Lucy Dillon – „Der Prinz in meinem Märchen“

  1. Das klingt wundervoll ♥ Wirklich wundervoll. Definitiv ein Roman, den ich mir merken werde!

    Liebe Grüße und willkommen zurück im unwirtlichen Deutschland,
    Chimiko

Ich freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s