[Rezension] Matthew Quick – „Silver Linings“

Quick_Silver Linings_HK2.inddNatürlich wurde auch ich erst nach der Buchverflimung auf den erfolgreichen Debütroman von Matthew Quick aufmerksam – „Silver Linings“ habe ich nun gelesen, bevor ich die Verfilmung gesehen habe. Also so wie es sein sollte.

Die Erzählung von Pat Peoples beginnt damit, dass er nach, wie er denkt, kurzer Zeit aus der Psychatrie, dem „schlimmen Ort“, wie er ihn nennt, entlassen wird. Seine Mutter holt ihn zu sich nach Hause. Pat befindet sich in dem Glauben, dass er sich momentan in einer Auszeit von seiner Ehefrau Nikki befindet, da etwas vorgefallen ist und so tut er jetzt alles, was er früher nie getan hat, von dem er aber weiß, dass Nikki es sich von ihm gewünscht hätte. Er trainiert täglich, um den gestählten Körperbau zu haben, der Nikki bei Männern besonders gut gefällt. Er liest all die Bücher, welche Nikki mit ihrer Schulklasse im Unterricht behandelt. Er pickt sich einzelne Zitate aus diesen Büchern heraus, um diese bei kommenden Abendessen nach der Auszeit mit Nikkis Freunden vortragen zu können. Mit allen Mitteln möchte er Nikki zeigen, wie sehr er sich zum Positiven verändert hat. Pat ist fest davon überzeugt, dass die Auszeit bald vorbei ist.

Auch Tiffany hat ihre zweite bessere Hälfte verloren – ihr Mann ist bei einem Unfall tödlich verunglückt. So kämpft sie seither mit tiefer Depression und fehlendem Selbstvertrauen. Pat zu helfen, wird zu ihrer großen Aufgabe.

Matthew Quick erzählt in seinem Debüt eine eher selten aufzutreffende und außergewöhnliche Geschichte jenseits der perfekten und klassischen Hollywoodwelt, in der stets Friede-Freude-Eierkuchen herrscht. Pat Peoples und Tiffany haben beide so einiges in ihren Leben durchmachen müssen und sind deswegen schlichtweg ein wenig verkorkst, wie man vielleicht sagen würde. Das macht die beiden aber so sympathisch als Charaktere. Denn sie sind interessant, unvorhersehbar und schlichtweg sehr, sehr nah an einer realen Person in der heutigen Gesellschaft.

„Silver Linings“ ist absolut kein 08/15-Roman und das macht ihn so besonders. Die Erzählung ist einzigartig, verstörend, traurig und unterhaltsam zugleich. Es ist ein Roman, der anders ist und vielleicht nicht jedem gefallen wird – aber dafür für alle Altersklassen und Leser aller Genres geeignet, da er sich leicht und flüssig lesen lässt, von der ersten bis zur letzten Seite an fesselt und die Leser immer wieder überrascht und mitreißt.

5ballerinas

 

8 comments

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  1. katharinafuss

    Ich würde das Buch zwar gerne lesen, habe aber den Film dazu schon gesehen. Sind die Inhalte zu 100% identisch oder lohnt es sich doch noch das Buch zu lesen, weil es sich vom Film unterscheidet?
    Habe von dem Buch leider erst nach dem Film erfahren.

    • primeballerina

      Liebe Katharina,

      das Buch würde ich in dem Fall wirklich noch trotzdem lesen – ich fand die Inhalte von Buch und Film recht unterschiedlich und in der Tat auch das Buch besser. Allerdings gibt es dazu unterschiedlichste Meinungen, am beste also einfach selbst überzeugen ;-)

      Liebe Grüße,
      Jess

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