[Aktion] Blogger sagen ihre Meinung – Kolumne auf LovelyBooks

Vielleicht habt ihr es ja schon mitbekommen – LovelyBooks sucht für die sechs Hauptgenres (Krimi & Thriller, Liebesroman, Romane, Fantasy, Jugendbuch, Historischer Roman) Blogger, die abwechselnd in einem der Genre eine Kolumne schreiben, über ein aktuelles Thema, das nicht nur sie selbst, sondern auch andere Buchliebhaber beschäftigt.

Den Anfang hat bereits Philip mit seiner tollen Fantasykolumne gemacht – nun sollen andere Kolumnen folgen.

Unbennnannt

Da mich ein bestimmtes Thema schon seit längerer Zeit beschäftigt, möchte auch ich die Gelegenheit nutzen und vielleicht eine Kolumne im Bereich Liebesromane schreiben:

„Wieso hat das Genre Liebesromane in der Literatur einen solch schlechten Ruf?“

Meistens wird man schief angeschaut, belustigt angelächelt, wenn man einen Liebes- bzw. ChickLit-Roman in der Hand hält. Das sei doch keine Literatur, das lesen nur diejenigen, die sonst nichts lesen, undunund. Ich lese gerne ChickLit, das gebe ich offen zu, aber ich lese auch liebend gerne anspruchsvollere Klassiker, blutige Krimis, nervenzerreißende Psychothriller, belletristische Romane, Jugendbücher und auch Fantasy. Dass Sophie Kinsella nicht so hochgestochen schreibt wie vielleicht ein Shakespeare oder ein Dostojewskij ist mir vollkommen klar. Aber es sind dennoch Bestseller, die Geschichten unterhalten und machen die Welt für ein paar Stunden ein Stück fröhlicher.

Wieso ist ChickLit weniger Literatur als ein Twilight-Roman? Oder was hat eine Geschichte, in der Raumschiffe und Aliens vorkommen, mehr an Niveau als eine (halbwegs) realitische und nette Liebesgeschichte?

Über dieses Thema würde ich mich gerne noch näher auslassen, dazu brauche ich aber auch eure Meinungen: was haltet ihr von diesem Thema? Und wie seht ihr das? Sind hier ChickLit-Liebhaber, die das genauso sehen? Habt ihr solche Erfahrungen auch schon gemacht?

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und bin gespannt auf die Ergebnisse! :-)

7 Gedanken zu “[Aktion] Blogger sagen ihre Meinung – Kolumne auf LovelyBooks

  1. Huhu, erst einmal vielen Dank das du mich lobend erwähnst! :)

    Ich kenne mich mit Liebesromanen nicht so sonderlich aus, wshalb es mir schwer fällt, einzuschätzen, ob der Ruf wirklich so schlecht ist.
    Trotzdem würde mich deine Erörterung sehr interessieren, um auch mal einen Eindruck dieses Genres zu erhalten! :)

    Würde mich freuen wenn das klappt!

    LG, Philip

  2. Hi, das Thema finde ich auf jeden Fall interessant. Drücke dir die Daumen.

    Ich lese ab und an mal Liebesromane oder auch Chick-Lit. Genauso wie Du lese ich aber noch viele andere Bücher, querbeet eben, immer das worauf ich gerade Lust habe.

    Dass dieses Genre teilweise so herabgesetzt wird kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Sicherlich sind Liebesgeschichten nicht jedermanns Sache und auch nicht jeder findet es amüsant darüber zu lesen, welche Probleme Frauen so in ihren Liebesbeziehungen bzw. bei der Suche danach oder der Flucht davor haben. Aber gerade witzige Chick-Lit Romane sind für mich immer eine tolle Ablenkung und können mich auch an miesen Tagen durchaus aufheitern. Und alleine dafür lohnt es sich auf jeden Fall immer ein paar entsprechende Romane auf dem SuB liegen zu haben. =)

    Vor einiger Zeit hatten wir jemanden zu Besuch, der erstmal höchst abschätzig über die entsprechenden Bretter meines Regales guckte und mir dann fleißig erzählte, dass die Autoren von Liebesromanen doch keine echten Autoren sind, dass sie doch einfach immer nur den gleichen Kram in leicht veränderter Form runterschreiben, weil sie eben nichts „Richtiges“ hinkriegen würden. Ich würde mich nur verar….. lassen.

    Da frage ich mich aber doch: Wenn ich Spaß dabei habe, diese Romane zu lesen, wie kann ich dann damit verar…. werden? Für mich hat sich der Kauf eines Buches gelohnt, wenn mir das Buch gefällt. Ich sehe da also kein Problem und ich sehe auch keinen Unterschied zu Büchern anderer Genres. Jeder hat eben so seine Vorlieben. :)

    • Hallo Annie, lieben Dank für Deine Meinung!! Genau dieses Abschätzen und solche Meinungen meinte ich eben – ich finde das absolut nicht richtig. Auch wenn es natürlich nicht so anspruchsvolle Literatur ist, wie sie in anderen Romanen oder Werken zu finden ist, ist es doch trotzdem Literatur! Und die Autoren nicht minderwertiger als andere.. nun ja, ich hoffe, ich darf mehr darüber schreiben :-)

      Liebe Grüße!!

  3. Michelle schreibt:

    Hi! (Bin hauptsächlich stiller Mitleser, fühle mich hier aber mal prompt angesprochen.)

    Also: Grundsätzlich würde ich zwischen „Twilight“ und einem durchschnittlichen Liebesroman keinen großen Qualitätsunterschied ausmachen wollen. Beides ist zwar Literatur im Sinne von „Buch mit Wörtern drin“, aber eben keine Literatur im Sinne von „literary“ – also literarischer Qualität. Was mich persönlich an Liebesromanen stört, ist die offensichtlich Fließbandproduktion nach Schema F. Zugegebenermaßen habe ich nicht viel aus dem Genre gelesen, aber das, *was* ich kenne, krankte durchgehend an folgenden Punkten: Austauschbare, eindimensionale Charaktere – wobei überhaupt nur das „Hauptpärchen“ wenigstens ein bisschen ausgearbeitet ist, der Rest kommt aus dem Baukasten. Gerade die weiblichen Charaktere sind unglaublich nervtötend und zickig. Der Plot dreht sich *nur* um die Liebesgeschichte – die meistens noch nicht mal besonders originell ist – und muss verschiedene Phasen durchlaufen, bzw. bestimmte Probleme abarbeiten. Kurzum – Klischees über Klischees. Ich hatte immer den Eindruck, dass diese Bücher für Leser geschrieben werden, die immer wieder das Gleiche in minimaler Abwandlung lesen wollen. Das ist ein durchaus legitimer Wunsch, aber mir war’s letztlich zu banal.

    Im Übrigen ist es nicht so, dass sich nur Liebesromanleser zurückgesetzt fühlen. Krimilesern geht es genauso (während im angloamerikanischen Raum der Krimi ein durchaus respektables Genre ist, gilt er in Deutschland immer noch als U-Literatur). Bei der Fantasy und gerade der SciFi sieht’s nicht anders aus.

    • Hallo Michelle, auch Dir vielen Dank für Deine Meinung! :-)

      Finde Deine Ansicht ganz interessant, auch wenn ich damit natürlich nicht so ganz einverstanden bin ;-) Es gibt bestimmt viele Liebesromane mit platten und nervigen Charakteren und einer einfältigen Geschichte, aber es gibt auch sehr viele Chick-Lit-Romane mit abwechselnden Charakteren, mit einer Handlung, die nicht nur nach Schema F abläuft und in der man als Leser doch auch mal überrascht wird. Ich denke, das zeichnet die besseren Autoren dieses Genres aus, wenn sie ihre Leser noch überraschen können. Und ich erwarte keinesfalls immer die gleiche Geschichte – es gibt auch sehr viele Liebesromane, die auch ich sehr schlecht fand. Es kommt eben darauf an, ob mich die Handlung packen kann.

      Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, wenn man solche Bücher nicht mag – ich mag ja z.B. auch keine historischen Romane. Aber ich denke nicht, dass man dafür die Leser des Genres irgendwie geringer schätzen sollte oder sowas in der Art ;-) Das gleiche gilt natürlich auch für die anderen Genres!

      Liebe Grüße! ;-)

  4. Hi, ich sehe das genau wie du. Auch ich lese gerne zwischendurch leichte Liebesromane, einfach weil sie mir ein gutes Gefühl geben. Ich muss gestehen, ich habe auch eher die Vorstellung im Kopf, dass diese Bücher natürlich nicht sonderlich literarisch ansprechend sind, aber durch deine Nachfrage bin ich doch ins Grübeln gekommen. Ist ein blutiger Thriller anspruchsvoller als ein Liebesroman? Eigentlich nicht.

    Ich denke, es zählt immer auch, wieviel Herzblut und Mühe in eine Geschichte gesteckt wurde. Denn auch bei Chick-Lit gibt es doch große Qualitätsunterschiede. Nicht jedes Buch schafft es da, dass ich lächeln, seufzend und weinend vor den Seiten sitze.

    Und mal ehrlich: neben der Gesellschaftskritik ist der Klassiker „Stolz und Vorurteil“ doch nunmal auch einfach eine schöne Liebesgeschichte. Und die zählt definitiv zum literarischen Hochadel :-)

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