[Rezension] Helen Fielding – „Bridget Jones: Mad about The Boy“

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Bridget Jones is finally back! 14 Jahre nach dem zweiten Bridget-Jones-Roman veröffentlichte Helen Fielding mit „Bridget Jones: Mad about The Boy“ den dritten Band.

Die Handlung ist mittlerweile wohl sehr gut bekannt – Bridget ist mittlerweile stolze 51 Jahre alt, Witwe und Mutter von zwei Kindern, Billy und Mabel. Ihre alten Freunde hat sie jedoch immer noch und ihre grundsätzliche Lebenseinstellung und Charakter sind auch nach so vielen Jahren & Erlebnissen stets dieselben geblieben.

Auf fast 400 Seiten erfährt der Leser (bzw. die Leserin), wie es Bridget nach dem Tod von Mark Darcy ergangen ist, wie sich Bridget als Mutter durch den Alltag kämpft und dass sie durchaus im Stande ist, sich einen 29-jährigen, gut aussehenden ‚Toy Boy‘ zu angeln – mit Hilfe von Twitter. Bridget schwankt wie eh und je zwischen der Trauer über Darcy oder eher über das Alleinsein und der Obsession davon, keine Follower zu haben oder unbedingt abnehmen zu müssen. Und zwar in dem sie haufenweise Proteinschokolade isst.

Die Autorin knüpft auf jeden Fall an ihren alten Bridget-Jones-Schreibstil an, das steht außer Frage und auch wenn es doch einige unterhaltsame und nette Szenen gibt, so wirkte der Großteil des Inhalts auf mich leider zu gewollt und zu unglaubwürdig. Vor allem störte mich der Umstand, dass Bridget nach so vielen Jahren scheinbar nichts dazu gelernt hat. Sie stellt sich immer noch auf die Waage, freut sich, dass sie 2 Kilo weniger wiegt – sich aber nur mit einem Bein auf die Waage gestellt hat. Verhält sich so eine 51-jährige Frau? Ihrer Arbeit geht sie – geht es nach ihren Tagebucheinträgen – eher weniger und wenn dann, sehr unkonzentriert nach. In Meetings schreibt sie lieber in Fäkalsprache mit ihrem Toy Boy statt sich auf ihre Gesprächspartner zu konzentrieren und wundert sich dann, weshalb sie diese komisch anschauen. Ach, Bridget. Manchmal möchte man ihr einfach mal die Meinung sagen.

Ich bin zwar selbst weit davon entfernt, Witwe, 51 Jahre alt und Mutter zweier Kinder zu sein, aber ich glaube nicht, dass ein Leben als solche so schrecklich sein kann, dass man zum Kühlschrank rennen muss, um Mozarella oder Wodka/Wein/Hauptsache-etwas-Alkoholisches zu konsumieren. Auch dass man so wahnsinnig in Selbstmitleid zerfließt, ohne irgendwann etwas dagegen zu tun, erscheint mir doch ein wenig zu unglaubwürdig bzw. zu sehr „Alte-Bridget-Jones-Like“. Ich glaube, dass Helen Fielding hier nochmal unbedingt zur alten Bridget Jones zurückkehren wollte, was ihr auch eindeutig gelungen ist – doch nach so vielen Jahren hätte ich mir gewünscht, mehr von der reiferen Bridget zu lesen, die in „Mad about The Boy“ trotzdem noch einige Male durchscheint. Eine solche Bridget existiert also tatsächlich, aber in diesem Roman leider zu wenig.

Trotz allem gibt es aber die ein oder andere unterhaltsame Szene, lustige und liebevolle Dialoge, deswegen finde ich Helen Fieldings Werk nicht ganz so schlecht. Für Bridget-Fans ist der Roman wohl oder übel ein Muss, aber wer Mark Darcy hinterhertrauert, wird damit wohl leider nicht wirklich warm werden.

Bridget Jones 14 Jahre später – auch als Mutter und Witwe eine unschlagbare Mischung aus Trauer, Selbstmitleid und Gejammer. Mit ein paar unterhaltsamen Dialogen und in absolut typischer Bridget-Jones-Diary-Manier.

3Ballerinas

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