[Rezension] Jessica Sorensen – „Für immer Ella und Micha“

351_41773_144180_xxlNachdem wir Ella & Micha in Jessica Sorensens Reihenauftakt, „Das Geheimnis von Ella & Micha“, kennen gelernt haben, folgt im Januar 2014 mit „Für immer Ella & Micha“ der zweite Band und die Fortsetzung der starken Jugendliebe.

Ella kämpft weiterhin mit den Dämonen ihrer Vergangenheit und ihren Ängsten vor der Zukunft. Zudem leidet sie unter der Trennung von Micha, der auf Tour unterwegs ist, während sie in Las Vegas auf dem College ist. Micha hingegen leidet unter der Trennung von Ella und sorgt sich um sie. Auch die Tour hat er sich gänzlich anders vorgestellt. Nachdem Ellas Vater aus der Entzugsklinik flüchtet und Ella zurück in ihre Heimat muss, bricht sie schließlich zusammen und stößt den einzigen Menschen von sich, der sie bedingungslos liebt.

Während „Das Geheimnis von Ella & Micha“ noch sehr interessant war und sich die Geschichte der beiden sehr gut lesen lies, da sie so viele Fassaden hatte und man die Protagonisten noch nicht so gut kannte, ist die Handlung in „Für immer Ella & Micha“ leider sehr eintönig und ermüdend. Die Geschichte liest sich zwar wieder gewohnt flüssig, aber die Handlungen sowohl von Ella als auch von Micha fand ich diesmal zu unreif, naiv und ermüdend. Auf die ständigen Liebesbekundungen folgt der unglaubliche Sex, darauf wiederhin Ellas Angstzustände.

Das Thema, welches im vorherigen Band noch interessant war und sehr gut behandelt wurde, wird diesmal leider viel zu oft wieder hochgebracht. Dass Ella vor all ihren Problemen und Ängsten davonläuft, Micha sich ins Koma trinkt, wenn er verletzt ist und sich die beiden zum Spaß ins Lebensgefahr begeben, ist für mich persönlich hier einfach zu viel des Guten. Schade auch, dass man nicht mehr von Lila und Ethan erfährt und sie sich weiterhin nicht weiterentwickelt oder mehr thematisiert werden. Sie dienen lediglich als Vermittler von Ella und Micha während eines Tiefs und als stumme, leidende Zuschauer während ihres Hochs. Auch die immer wiederkehrende Eifersuchts-Freundschafts-Geschichte in Form von Blake gehört nicht wirklich in die Handlung hinein und wird nur dann rausgekramt, wenn die Protagonisten einen Streitgrund brauchen.

Im Nachhinein kann ich selbst gar nicht sagen, was ich von dem Folgeband erwartet habe – „Das Geheimnis von Ella & Micha“ war definitiv ein lesenswerter Young-Adult-Roman, aber letztendlich hätte Jessica Sorensen hier mit einer ganz neuen und anderen Geschichte aufkommen müssen, um mich mit einem weiteren Buch um Ella und Micha überzeugen zu können. Doch leider habe ich nach der Lektüre das Gefühl, dass sie hier einfach alles aus dem letzten Buch wieder rausgeholt und aufgewärmt hat. Eine gänzlich neue Geschichte mit neuen Protagonisten hätte ich an der Stelle lieber gelesen.

Jessica Sorensen hätte die Geschichte von Ella und Micha auf einen einzigen Band beschränken sollen – in „Für immer Ella & Micha“ ändert sich thematisch rein gar nichts in der Handlung und so wirkt der zweite Band leider wie eine zum wiederholten Male erwärmte Suppe. Im Gegensatz zu dem wirklich lesenswerten ersten Roman kann man sich die Fortsetzung eigentlich sparen.

1Ballerinas

3 Gedanken zu “[Rezension] Jessica Sorensen – „Für immer Ella und Micha“

  1. Frau Hauptsachebunt schreibt:

    Hm, je mehr Rezensionen ich lese, desto weniger Lust habe ich, das Buch selber zu lesen. Schade, der erste Teil war wirklich gut. Da fragt man sich, warum die Autoren die folgenden Teile so versemmeln? :-(
    Danke für Deine ehrliche Meinung, ich kaufe mir dann lieber ein anderes Buch!
    Hab ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Nina

    • Ach, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden – vielleicht würde dir das ja sogar gefallen ;-) Aber es gibt wirklich viele Bücher, die man lieber lesen sollte, als das hier. Wobei ich bisher gar nicht so viele negative Meinungen dazu gesehen habe!

      Dir auch noch ein schönes Wochenende, liebe Nina! :-)

Ich freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert!

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