[Rezension] John Corey Whaley – „Hier könnte das Ende der Welt sein“

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„Hier könnte das Ende der Welt sein“ von John Corey Whaley beschreibt eine recht eigenwillige und düstere Geschichte des Jungen Cullen Witter.

Cullen ist 17 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern, seinem jüngeren Bruder Gabriel und seinem besten Freund Lucas in einer ziemlich öden Kleinstadt. Bekannter wird das Städtchen nur durch einen mysteriösen und seltenen Lazarusspecht, der dort angeblich leben soll, aber von niemandem gesehen wurde. Sowieso schon gelangweilt und recht deprimiert, verschwindet eines Tages auch noch der 15-jährige Gabriel ganz überraschend und wirft Cullen genauso wie die anderen Bewohner aus dem tristen Alltag.

Äußerlich betrachtet, passt das schlichte, aber herausragende Cover wahnsinnig gut zur Geschichte. Die Handlung an sich wiederum ist meiner Meinung sehr schwer zu beschreiben, da sie tatsächlich sehr ungewöhnlich und teils auch ziemlich düster ist. Auch der Schreibstil des Autors dürfte bei vielen Jugendlichen – da es sich hierbei um einen Jugendroman handelt – auf die ein oder andere Barriere stoßen. Mir persönlich hat er aber sehr gut gefallen. So erzählt Cullen beispielsweise immer in der 3. Person Singular von sich, sobald er sich etwas ausdenkt oder über negative Ereignisse nachdenkt. Überhaupt finde ich Cullen als Protagonisten unheimlich interessant, auch wenn er für mich immer ein wenig unsichtbar blieb – man kann seine teilweise recht widersprüchlichen Taten und Gedanken nicht immer nachvollziehen. Doch gerade dadurch ragt er wiederum zwischen den anderen Protagonisten anderer Jugendromane heraus.

Desweiteren spielen der Glaube und Religion an sich eine sehr große Rolle in diesem Roman. Leider kenne ich mich hier zu wenig aus, um die Bedeutungen dahinter zu erkennen. So hat dieser Aspekt meine eigentlich recht positive Meinung etwas abgeschwächt.

Nichtsdestotrotz ist „Hier könnte das Ende der Welt sein“ meiner Meinung nach durchaus lesenswert, allerdings sollte man recht offen gegenüber Ungewöhnlichem und dieser Geschichte sein. Wer fernab von Dystopien, Fantasyromanen und anderem Lust hat, etwas anderes zu lesen, ist hiermit wahrscheinlich sehr gut bedient.

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Bibliografie:

ISBN: 978-3-446-24507-5 / Verlag: Hanser / Übersetzung: Andreas Jandl

Seiten: 216 / ET: 17.03.2014 / Originaltitel: „Where Things Come Back“

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