[Rezension] Matthew Quick – „Happy Birthday, Leonard Peacock“

9783423740067Da Matthew Quicks wohl bekanntester Roman, „Silver Linings“, eines meiner absoluten Jahreshighlights 2013 war, musste ich natürlich auch „Happy Birthday, Leonard Peacock“ lesen, welches diesen Monat ganz frisch bei dtv auf deutsch erschienen ist.

Seinen 18. Geburtstag möchte Leonard Peacock etwas anders verbringen, als die Mehrzahl Jugendlicher. Er möchte nicht nur seinen ehemaligen besten Freund umbringen, sondern auch sich selbst. Doppel-Mord-Selbstmord. Doch zuvor verabschiedet er sich noch von den wenigen Menschen, die ihm etwas bedeuten. Und insgeheim hofft er doch, dass irgendjemand – wenigstens die eigene Mutter – an seinen Geburtstag denkt und er sich vielleicht doch nicht töten muss. Aber wenn er so werden soll wie alle Erwachsenen, möchte er lieber glücklich sterben.

Ich muss zugeben, dass mir der Einstieg in Leonards Geschichte recht schwer gefallen ist. Aus der Ich-Perspektive bekommt man als Leser einen direkten Blick in Leonards Gedanken, die teilweise relativ verwirrend sind, zudem werden manche Gedankengänge durch zusätzliche, mal mehr mal weniger lange Fußnoten unterbrochen, in denen Leonard seine Gedanken zu etwas erklärt. Man muss also öfters mal mitten im Satz abbrechen, um sich diese Fußnoten durchzulesen. Mit der Zeit aber konnte ich mich an diesen etwas anderen Schreibstil gewöhnen und mich auch mehr und mehr auf Leonard einlassen.

Matthew Quick Happy Birthday Leonard Peacock

Wie auch in „Silver Linings“ unterscheidet sich der Protagonist in Matthew Quicks Roman stark von den üblichen Charakteren, was mir wieder sehr gut gefallen hat. Desweiteren finde ich es immer wieder spannend und interessant, wenn es in einem Buch um Selbstmordgedanken geht – aus dem Grund, dass das doch eine schwierige Angelegenheit ist, welche vom Autor ein gewisses Maß an Feinfühligkeit erfordert. Dem Thema hat sich Matthew Quick aber wieder gut angenommen und hat aus so vielen diversen Aspekten einen bitter-süßen, interessanten Jugendroman geschaffen.

„Happy Birthday, Leonard Peacock“ ist ein etwas eigenwilliger zeitgenössischer Jugendroman, mit einem herzensguten und sympathischen Protagonisten und einer überraschend tiefgründigen und erfrischend anderer Geschichte dahinter. 

4Ballerinas

 

6 Gedanken zu “[Rezension] Matthew Quick – „Happy Birthday, Leonard Peacock“

  1. Silver Linings steht noch im Bücherregal, daneben direkt die DVD, die ich auch unbedingt noch sehen wollte. Aber wenn, dann wird zuerst das Buch gelesen. Ich wusste gar nicht, dass er schon wieder ein neues Buch herausgebracht hat. Das Thema klingt aber sehr spannend, wobei ich mit den Fußnoten zunächst wohl auch so meine Probleme hätte.

    ich wünsche dir eine tolle Woche ♥

    <(")-Grüße
    Sandra

  2. Evi schreibt:

    Das Buch steht schon auf meiner WuLi und nach deiner Rezension rutscht es in der Priorität gleich weiter nach oben! Ich mochte „Silver Linings“ sehr und bin deshalb schon so gespannt Quicks neuestes Werk. Nach all der seichten New Adult Lektüre, die ich gerade hinter mir habe, freue ich mich auf einen etwas anspruchsvolleren Jugendroman.

    • Liebe Evi,

      dann kann ich es dir absolut empfehlen! Die Abwechslung von den vielen YA/NA-Romanen tat mir auch sehr gut :-)

      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!

      Jess

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