[Rezension] Clare Furniss – „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“

Furniss_978-3-446-24626-3_MR.inddIn den Vorschauen des Hanser Verlags hat mich das rote Cover von „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“ von Clare Furniss sofort angesprochen und ich wusste: dieses Buch muss ich lesen! Mein Bauchgefühl hat mich diesmal auch nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil sogar.

Für Pearl bleibt an einem ganz gewöhnlichen Tag die Welt stehen, als ihre Mutter plötzlich völlig unerwartet stirbt. Doch ihre Mutter war schwanger und das Kind, Pearls Schwester, hat überlebt. Aber wie überwindet man den Tod der Person, die einem am nächsten steht? Wie kann man ein Kind lieben, ohne welches diese Person vielleicht noch leben würde? Was ist, wenn man für den Stiefvater auf einmal nur die Nummer zwei ist?

Ich wusste absolut nicht, was mich in dieser Geschichte, hinter dem so minimalistischen aber schönen Buchcover, erwarten würde. Wenn „die Welt stehen bleibt“ denkt man spontan gleich an den Weltuntergang, an eine Umweltkatastrophe, an eine vielleicht dystopische Handlung. Aber manchmal kommt einem einfach das Leben dazwischen und trägt dazu bei, dass die eigene Welt stehen bleibt. Nur dass sich die eigentliche Welt unaufhörlich weiterdreht. Auch wenn man nicht versteht, weshalb. Was ich eigentlich sagen möchte: mich hat die Autorin vom ersten Augenblick an mitgerissen. Ich habe angefangen zu lesen und erst nach 260 Seiten wieder aufgeblickt.

Clare Furniss

Wenn man sich so die Handlung durchliest, könnte man wohl auf den Gedanken kommen, dass es eine sehr rührselige Geschichte ist – dem ist aber tatsächlich gar nicht so. Die 12 Monate, die Clare Furniss aus Pearls Leben nach dem Tod ihrer Mutter schildert, sind zwar emotional, aber zugleich auch so realitätsnah und unverblümt, dass vielleicht nicht jeder, aber ich auf alle Fälle, jede Tat nachvollziehen kann. Zwar bin ich glücklicherweise nie in derselben Lage gewesen wie die Protagonistin, aber ich konnte ihre Denk- und Verhaltensweise sehr gut verstehen und hätte wohl auch nicht anders reagiert. Zum emotionalen Aspekt kommen noch eine Prise Humor, Romantik, vermischt mit den Themen Familie und Freundschaft, hinzu – es ist in der Tat eine emotionale Achterbahn der Gefühle manchmal – und ergeben für mich einfach einen unbeschreiblich wunderbaren Jugendroman.

Claire Furniss

Mich hat „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“ mit seiner berührenden, mitreißenden, so realistischen und unverblümten Art absolut überzeugen können. Für mich eindeutig eines der besten Bücher in meinem Bücherregal! 5ballerinas

3 Gedanken zu “[Rezension] Clare Furniss – „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“

  1. Hallo :)

    Das Cover finde ich auch sehr ansprechend – es zieht auf jeden Fall die Blicke auf sich! – und deswegen war ich neugierig, was du zu dem Inhalt schreibst. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte, da es unglaublich toll klingt.

    Liebe Grüße,
    Fraencis

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