[Rezension] Anica Schriever – „Wer ICH sagt, muss auch LIEBE DICH sagen“

9783548286044_coverNachdem vor knapp zwei Jahren ihr Debütroman „Zuckerguss“ erschienen ist, veröffentlichte der Ullstein Verlag nun einen weiteren Chick-Lit-Roman der deutschen Autorin Anica Schriever, „Wer ICH sagt, muss auch LIEBE DICH sagen“.

Wenige Tage vor ihrem 30. Geburtstag beendet nicht nur ihr Freund Nick unverhofft ihre Beziehung, nein, Mia hat damit auch keine Wohnung mehr und wird zudem noch von ihrem Chef bei Hallo Berlin gefeuert.

Um sich darüber klar zu werden, wie es für sie nun weitergehen soll, flüchtet sie kurzerhand zu ihrem besten Freund Gunnar. Der wiederum ist wild entschlossen, eine alte Wette der Beiden wahr werden zu lassen – da Mia an ihrem 30. Geburtstag noch nicht verheiratet ist, darf er nun einen Mann für Mia aussuchen…

Anica Schriever

Dieser Roman beinhaltet absolute ChickLit, sowie wirklich alles, was man stereotypisch darunter versteht. Die Protagonistin Mia hat zu Beginn der Handlung wirklich nichts, kein Mann, keine Wohnung, keinen Job. Und natürlich geht es ihr unfassbar schlecht, aber Rettung ist selbstverständlich schon in greifbarer Nähe, in Form von gleich mehreren gut aussehenden Männern. Dazu kommen noch 2-3 gute Freunde, die sie mehr oder weniger recht versuchen aufzumuntern. Allein das Verhalten von Mia fand ich zum Großteil wirklich ermüdend, da sich so keine einigermaßen rationale und intelligente Frau verhält. Kurzum: all das, was an Klischees für ChickLit bekannt ist, wird hier auch erfüllt, was ich persönlich sogar als ChickLit-Leserin ein wenig enttäuschend finde.

Anica Schriever

Zudem wird die erste Hälfte der Handlung relativ langsam Seite für Seite aufgebaut, während in der zweiten Hälfte auf einmal alles zu überstürzen scheint. Da jagt ein Missverständnis das nächste und es entsteht ein richtiges Gefühlschaos. Ein wenig hatte ich dabei den Eindruck, dass sich die Autorin anfangs noch Zeit gelassen hat, dann aber ihre Ideen noch in eine bestimmte Seitenanzahl quetschen musste. Ein bisschen mehr Ordnung und weniger Chaos sowie etwa die Hälfte weniger an Klischees und es wäre eine richtig unterhaltsame und trotzdem noch interessante Geschichte sein können. So ist Mias Geschichte zwar durchaus noch ganz lustig und nett, aber für mich zu kurzweilig und leider eben doch wie zig andere ChickLit-Handlungen, bei denen man von gar nichts mehr überrascht wird.

„Wer ICH sagt, muss auch LIEBE DICH sagen“ ist eine stereotypische, kurzweilige, wenn auch recht unterhaltsame ChickLit-Geschichte, die leider zu chaotisch und unglaubwürdig wirkt. Zum Runterlesen und Abschalten ganz gut geeignet, aber über die typischen Klischees geht sie nicht hinaus.

3Ballerinas

 

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