[Rezension] Anna Herzig – „Zeit für die Liebe“

Herzig_ZeitLiebe_Cover-336x532Im Sommer 2014 startete das Digitalprogramm des Ullstein Verlags, Forever. Anna Herzigs „Zeit für die Liebe“ war nun mein erster Titel aus dem Programm.

Im Jahr 2065 erzählt Sophie ihrem Sohn Maximilian und ihrer Angestellten Norah ihre Lebensgeschichte – wie sie mit fünfundzwanzig Jahren glaubte, einen Mann zu lieben, wie sie dann aber tatsächlich jemanden traf, den sie als Liebe ihres Lebens bezeichnen konnte, sich verliebt hat, nur um dann doch den anderen zu heiraten. Sophie erzählt ihren Zuhörern, was geschieht, wenn man auf den Verstand, statt auf das Herz hört.

Im Großen und Ganzen hat mir Sophies Geschichte sehr gut gefallen – Anna Herzig erzählt mal abseits der üblichen ChickLit eine Liebesgeschichte, die ganz und gar nicht perfekt ist, dafür jedoch umso authentischer und realistischer. Wie viele Frauen entscheiden sich täglich anders, als ihr Herz es sagt? Wie viele führen jahrelang ein eher unglückliches Eheleben, weil sie sich irgendwann „falsch“ entschieden haben? In „Zeit für die Liebe“ wird solch ein Weg beschrieben. Leider ist die Handlung an sich mit nur 192 Seiten sehr kurzweilig – dadurch wird vieles wird übersprungen und generell hätte ich mir ein wenig mehr Inhalt auf mehr Seiten gewünscht. Sowohl die Handlung als auch die Charaktere wären noch ausbaufähig gewesen.

Es ist zwar ein wenig ungewöhnlich, doch hier ist dem Leser bereits am Anfang das Ende der Geschichte bekannt. Nur der Weg bis dahin ist unklar. Sophies Geschichte erfahren wir in Rückblenden, sowohl aus ihrer Sicht, als auch aus der der anderweitig Beteiligten. Dazwischen gibt es immer wieder einen kurzen Blick in die Gegenwart im Jahr 2065, wo Maximilian und Norah Sophie zuhören. Die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel haben bei mir eine ganze Weile für Verwirrung gesorgt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.

„Zeit für die Liebe“ erzählt eine kurzweilige, aber dafür sehr authentische und lebensnahe Liebesgeschichte. Gerade für diejenigen, die keine perfekte ChickLit-Geschichte lesen möchten, genau richtig. Mit ein wenigen Kritikpunkten ist Anna Herzig trotzdem ein lesenswertes Debüt gelungen und ich bin gespannt auf Folgeromane, die dann gerne mehr Seiten umfassen dürfen.

3Ballerinas

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