[Rezension] Ann Brashares – „Wer weiß, was morgen mit uns ist“

022_15947_147776_xxlDie Bestsellerautorin Ann Brashares kannte ich bisher lediglich von ihrer „Eine Jeans für Vier“-Reihe, die ich früher sehr gerne gelesen habe. Umso gespannter war ich nun, wie ihre neue, dystopische Geschichte, „Wer weiß, was morgen mit uns ist“, sein würde.

Seit vier Jahren lebt die nun 17-jährige Prenna mit ihrer Mutter in New York und zumindest äußerlich macht sie den Anschein genauso zu sein wie alle anderen Mädchen auf ihrer Schule. Doch wenn man genau hinsieht, fällt auf, dass Prenna keine wirklichen Freunde hat und gar nichts von sich preisgibt – auch nicht gegenüber Ethan, der sich zu Prenna hingezogen fühlt und sich mit ihr anfreunden will.

Der Grund dafür – Prenna hat ein Geheimnis, welches sie nie preisgeben darf: sie ist Immigrantin aus einer anderen Zeit; einer Zukunft, die den Menschen nur Unglück gebracht hat. Und soweit es möglich ist, muss diese grauenvolle Zukunft verhindert werden.

Wer weiß was morgen mit uns ist Ann Brashares

Es sind ehrlich gesagt schon einige Jahre vergangen, seitdem ich einen Roman der Autorin gelesen habe, trotzdem glaube ich, dass sich allein durch die dystopische Thematik der Geschichte, dieser Roman klar von den vorherigen abhebt. Aber der jugendliche Schreibstil ist dennoch vorhanden und generell machte die Geschichte auf mich eher den Eindruck eines gewöhnlichen Jugendromans, anstatt einer klaren Dystopie. Das mag zum größten Teil auch daran liegen, dass ich die Zukunft, wie sie von Brashares dargestellt wird, erschreckend realistisch finde. Die verschiedenen Entwicklungen moderner Technologien werden ziemlich glaubhaft beschrieben und auch die Beschreibungen der wirtschaftlichen Entwicklung sowie klimatischer Verhältnisse, die während der nächsten 50-60 Jahre erfolgen, erschienen mir absolut glaubhaft. Allein deswegen war diese Zukunft und somit die Handlung für mich nicht ganz so dystopisch oder gar utopisch, sondern recht „normal“, wenn auch erschreckend.

Wer weiß was morgen mit uns ist Ann Brashares

Von der recht realistischen Zukunftshandlung mal abgesehen, fand ich die Geschichte um Prenna und Ethan zwar fesselnd und auch spannend genug, um sie recht gerne und auch gleich am Stück zu lesen, aber im Nachhinein kamen mir einige Aspekte etwas zu vorhersebar vor. Auch den Umgang zwischen Prenna und dem Leiter der Immigrantengemeinschaft fand ich teilweise unglaubwürdig. Die Beziehung zwischen Prenna und Ethan hingegen hat mir größtenteils wieder ganz gut gefallen – es ist jedoch eine typische und gewöhnliche Jugendliebe, wie sie in vielen anderen Büchern beschrieben wird, was wieder den Eindruck eines „normalen“ Jugendromans verstärkt.

Gerade gegen Ende hin hatte ich persönlich auch den Eindruck, zu viel Handlung und zu viele Informationen in einem Buch verpackt bekommen zu haben. Genauso kommt mir die Geschichte ein wenig zu unabgeschlossen vor – für mich macht es den Eindruck, dass dies ein erster Band einer Reihe ist. Soweit ich aber informiert bin, soll dies tatsächlich ein abgeschlossener Roman sein, der für mich aber eben zu nicht-abgeschlossen ist.

„Wer weiß, was morgen mit uns“ ist zugleich spannend, unterhaltsam als auch einen Tick romantisch und konnte mich vor allem durch die glaubhaften dystopischen Aspekte überzeugen. Ein durchaus lesenswerter Jugendroman, der eine andere Seite von Autorin Ann Brashares zeigt.

4Ballerinas

9 Gedanken zu “[Rezension] Ann Brashares – „Wer weiß, was morgen mit uns ist“

  1. Mensch, wenn ich das lese, fällt mir auf, wie lange ich keine Dystopie gelesen habe. Das Cover sieht auch gar nicht so typisch dystopisch aus, ne? Mehr wie ein Jugendbuch, wie du ja auch schreibst. Ich denke, ich setze es mir mal auf die Wunschliste, habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen. Du hast mich auf jeden Fall neugierig gemacht :-)

    Liebe Grüße ♥ <(")
    Sandra

    • Man hatte aber auch jetzt mal die Nase voll von Dystopien, oder? Ich zumindest konnte lange keine mehr lesen, da war diese hier mal wieder eine nette Abwechslung :-)

      Freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte! :-)

      Liebste Grüße!

  2. Oh hey, ich wusste gar nicht, dass es einen neuen Roman von ihr gibt. Vielen Dank für die Info! :) Mein erstes Buch von Ann Brashares war „Unser letzter Sommer“ und das habe ich so geliebt. Die Jeans-Reihe habe ich erst 3 Jahre später entdeckt. :D Ich bin jetzt auf jeden Fall tiiieeerisch neugierig!
    LG
    Kathy

    • „Unser letzter Sommer“ muss ich jetzt auch mal endlich lesen – nach der Jeans-Reihe habe ich die Autorin irgendwie total aus den Augen verloren und jetzt wieder richtig Lust bekommen! Und du liest unbedingt dieses Buch ;-)

      Liebe Grüße!!

  3. Hallo Jess,

    bei dem Titel und dem Cover hätte ich persönlich nicht gedacht, dass es eine Dystopie ist. Aber dennoch finde ich, dass das Buch sehr interessant klingt. Da du aber nicht vollends überzeugt bist, weiß ich nicht, ob ich es lesen werde oder nicht. Merken kann man es sich ja mal.

    Liebe Grüße,
    Fraencis

    • Liebe Fraencis,

      stimmt, wie eine Dystopie sieht es nicht aus – aber ich muss sagen, dass ich das Cover trotzdem total passend finde, auch wenn es nicht viel mit dem Inhalt zu tun hat.

      Liebe Grüße :-)

      • Liebe Jess,

        ich finde das Cover definitiv sehr ansprechend! Nur wie gesagt, eine Dystopie würde ich nicht dahinter vermuten. Hätte ich es so in der Buchhandlung gesehen, ich hätte es sicherlich mitgenommen. Ich bin immer so ein „Cover-Käufer“ :D

        Liebe Grüße,
        Fraencis

  4. Bislang kenne ich nur „So nah und doch so fern“ von der Autorin und das fand ich solala… Aber das hier scheint eine Chance verdient zu haben. :-)

    LG, SaFi

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