[Rezension] Melissa Keil – „Der Beweis, dass es ein Leben ausserhalb meines Zimmers gibt“

Der Beweis dass es ein Leben ausserhalb meines Zimmers gibt von Melissa KeilDer lange Buchtitel von Melissa Keils Debütroman, „Der Beweis, dass es ein Leben ausserhalb meines Zimmers gibt“, passt außerordentlich gut zum Inhalt des Jugendromans:

Sam liebt Filme, am meisten mag er jegliche Arten von Horrorgeschichten, schaut aber zu Recherchezwecken auch mal Tanzfilme und schreibt selbst Drehbücher. Desweiteren verkörpert er alles, was man von einem Nerd erwartet. Nerds sind auch seine besten Freunde Mike, Adrian, Justin und, als einziges Mädchen der Gruppe, Allison. Ihr Leben besteht daraus, in der Schule allen anderen aus dem Weg zu gehen, um nicht schikaniert zu werden, und in ihrer Freizeit miteinander Filme zu schauen oder Computerspiele spielen.

Eines Tages jedoch kommt Camilla als neue Mitschülerin in Sams Klasse und auf irgendeine Art und Weise – Sam weiß selbst nicht, wie das geschehen konnte, wird sie immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil der Nerdclique. Und mit der Zeit stellt Sam fest, dass es durchaus ein Leben außerhalb seines Zimmers gibt.

Melissa Keil

Als ich in den Vorschauen des Verlags blätterte, klang die Inhaltsbeschreibung dieser Geschichte so vielversprechend – unterhaltsam, ein wenig geeky und nerdy, eine Prise Romantik – also genau meine Wellenlänge. Und tatsächlich hält der Inhalt genau das, was er verspricht. Sam und seine Freunde erinnerten mich teilweise wirklich an die Clique um Leonard aus der Serie The Big Bang Theory – nur eben in der Highschool. Gerade weil sie so anders sind als ihre Mitschüler, erscheinen sie als unheimlich sympathische Charaktere. Zumal sie das, was sie am liebsten tun, auch wirklich tun, ganz egal ob es jemandem gefällt oder es gerade nicht unbedingt „in“ ist. Desweiteren verbindet sie alle eine tiefe Freundschaft und Unbesorgtheit, wie sie es beispielsweise ohne jeglichen Gedanken akzeptieren, als ihr Freund Mike sich als schwul outet. Für Sam und Co. ändert sich daran gar nichts. Diese pure Reinheit machte mir die Freunde so sympathisch. Durch die Anwesenheit von Camilla ergeben sich dann viele lustige Situationen, da die Jungs ja doch eher unbeholfen sind, was den Umgang mit Mädchen angeht. Auch wenn sie mit Allison ja eigentlich immer eines bei sich haben.

Der Beweis dass es ein Leben ausserhalb meines Zimmers gibt

Zur unterhaltsamen Atmosphäre im Buch tragen auch die passenden und witzigen Kapitelüberschriften bei, genauso wie zahlreiche Harry-Potter-, Doctor-Who– und Star Wars/Trek – Anspielungen. Wer also tatsächlich auf so nerdige Geschichten steht, wird hiermit ganz bestimmt seinen Spaß haben.

Den einzigen, winzigen Kritikpunkt gilt lediglich dem Umstand, dass mir der Anfang der Geschichte ein wenig zu langatmig erschien – deswegen gibt es einen kleinen Stern-/Ballerinaabzug dafür, der mich aber nicht davon abhält, Melissa Keils Debütroman als sehr gelungen zu bezeichnen.

„Der Beweis, dass es ein Leben ausserhalb meines Zimmers gibt“ ist ein überaus lesenswertes und unterhaltsames Debüt von Melissa Keil – ein Buch über Freundschaft und insbesondere für Nerd-Liebhaber ein Muss!

4Ballerinas

2 Gedanken zu “[Rezension] Melissa Keil – „Der Beweis, dass es ein Leben ausserhalb meines Zimmers gibt“

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