[Rezension] James Frey – „Endgame – Die Auserwählten“

9783789135224„Endgame – Die Auserwählten“ von James Frey ist bereits vor Erscheinen eigentlich schon ein Bestseller – das Buch enthält nicht nur eine Geschichte, sondern auch Rätsel, mit denen man echtes Gold gewinnen kann; es gibt dazu ein Spiel, Videos und Webseiten, die Filmrechte sind auch schon verkauft. Zudem ist es der Auftakt einer Trilogie. Doch worum geht es eigentlich im „Endgame“?

12 Meteoriten schlagen an 12 verschiedenen Orten weltweit ein, nahezu zur selben Zeit. Tausende von Menschen werden dabei getötet. Dabei ist dies erst der Anfang vom Ende – denn das ist das Zeichen vom Beginn des Endgame. Seit Tausenden von Jahren warten verschiedene Geschlechter auf dieses Zeichen und 12 Spieler trifft es nun. Diese 12 Spieler nehmen nun am Endgame teil und bestimmen, wer am Ende leben darf und wer sterben wird. Am Ende überlebt lediglich das Geschlecht des Gewinners.

Endgame James Frey

Der Hype um dieses Buch ist weltweit angeblich riesig – nur habe ich selbst davon so gut wie nichts angekommen. Erst wenige Tage vor Erscheinungstermin ist mir das goldene Buch aufgefallen. Kryptische Rätsel, 500.000 Dollar in Gold als Gewinn für denjenigen, der das Rätsel gewinnt, Handyspiel und Kinofilm – das lockt dann doch zugegebenermaßen an. So war selbstverständlich auch ich neugierig darauf, was nun wirklich hinter „Endgame“ steckt und ob sich die Aufregung darüber lohnt.

Endgame James Frey

Die Geschichte dreht sich um alle 12 Spieler – wie sie vom Beginn des Endgame erfahren, ihrer Reise zum Treffpunkt, ihren Erwartungen und ihren bisherigen Erfahrungen. Bis man mit den vielen Wechseln und den einzelnen Spieler vertraut ist, dauert es ein wenig, aber dafür, dass es ganze zwölf verschiedene Perspektiven sind, gelingt der Einstieg doch erstaunlich schnell und einfach. Als Leser steigt man auch sofort ins Geschehen ein – eine lange Einführung gibt es nicht, es geht sofort los.

Das Beste an der Geschichte um das Endgame und ihre Spieler ist auch definitiv die Spannung. An sich passiert nämlich eigentlich nicht wirklich viel, dafür dass es so viele Seiten sind. Ich zumindest habe einiges mehr an Handlung erwartet. Allerdings handelt der Großteil der Handlung um die Hintergründe von Endgame und den Beginn. Natürlich geschieht auch da einiges, aber meine Erwartungen waren doch recht größer.

Endgame James Frey

Die zwölf Spieler sind zwar generell eher unterschiedlich, aber eines haben sie definitiv gemeinsam: sie sind ziemlich skrupellos und brutal. Dies darf man natürlich auch erwarten, schließlich wurden sie darauf trainiert, am Endgame teilzunehmen und zu gewinnen. Trotzdem ist die Handlung teilweise sehr brutal. Dafür, dass das alles Jugendliche sind, gleicht ihr Verhalten doch eher erwachsenen Kämpfern. Dadurch konnte ich eigentlich mit keinem der Charaktere irgendwie warm werden, was für mich eigentlich doch zum Lesevergnügen dazugehört.

Die Geschichte hinter dem Endgame, das des Himmelsvolks, hat mir ehrlich gesagt auch eher weniger gefallen. Anders als beispielsweise bei den Hunger Games erschien sie mir zu sehr erfunden und skurril. So kann ich mir die Verfilmung davon auch überhaupt nicht vorstellen.

„Endgame – Die Auserwählten“ ist definitiv ein unheimlich fesselnder, wenn auch recht brutaler Trilogieauftakt. Der Hype dahinter gerechtfertigt es meiner Meinung nach aber eher nicht. 

3Ballerinas

14 Gedanken zu “[Rezension] James Frey – „Endgame – Die Auserwählten“

  1. Guten Morgen!

    Deine Rezension gefällt mir richtig gut. Ich habe bei dem ganzen Hype lange überlegt, ob ich „Endgame“ überhaupt lesen möchte. Vielleicht versuche ich es auch einmal.

    Ich muss dir ein riesiges Kompliment für deinen wunderschönen Blog machen.
    Von Design bis Inhalt stimmt einfach alles. Ich als Leser merke, wie sehr du in deinem Element bist und somit wirst du mir sofort sympathisch.

    Hab eine schöne Restwoche.

    Feder Träumerin

  2. Also ich habe ehrlich gesagt noch gar nichts von diesem Hype gespürt. Ein paar Leute aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis lesen es oder haben es gelesen und ich habe es auf der Buchmesse gesehen. Aber sonst? Ich glaube, der Hype ist, dass alle behaupten, es gäbe einen Hype. :D Aber der Klappentext spricht mich schon an, ich möchte es auf jeden Fall gerne lesen. Dass die Filmrechte schon verkauft wurden, ist mir neu. Das ging ja schnell. :D Irgendwie wird zur Zeit fast alles aus dem Jugendbuchbereich verfilmt, oder?

    • Wie gesagt, ich habe es auch nicht sooo sehr mitbekommen, aber gerade auf den UK/US-Blogs ist es sehr präsent. Zumal das Buch weltweit am gleichen Tag erschienen ist.

      Ich finde es generell krass, dass ein Buch verfilmt wird, das erst rausgekommen ist. Vielleicht liegt es aber auch am Autor, das ist ja derselbe wie bei „Ich bin Nummer Vier“ und das war ja auch ein relativ erfolgreicher Kinofilm.

      Was ich auch schade finde, ist, dass ja anscheinend nur Jugendbücher verfilmt werden und fast keine „normale“ Romane? Von Gone Girl mal abgesehen.. :D

  3. Mhh ich bin ehrlich gesagt hin- und hergerissen. Das Buch ist in vieler Munde, weltweit gleichzeitiger Start, riesengroße Aktionen auf US-Blogs mit Badgets, Rätselkistchen etc.pp. da wurde schon einiges für das Buch arrangiert. Ich mag solche Hypes nicht so, aber neugierig bin ich dennoch, das gebe ich zu. Es bleibt also auf der Wunschliste und wenn mir mal nach einer weltweiten Rätseljagd ist, schnappe ich es mir :-)

    Ich umarme dich ♥

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Danke für die interessante Rezension. Selbst ist mir der Titel auch erst auf der Buchmesse aufgefallen und obwohl ich definitiv interessiert bin (durch meinen Hang zu Dystopien), kam mir das schon dort ein wenig zu gewollt vor. Bei der Konzeption des Titels wurde anscheinend sehr viel richtig gemacht, viel Zeit und Geld ins Marketing gesteckt und diverse Vermarktungswege miteinander verknüpft. So baut man halt Bestseller.
    Aber natürlich sagt das nicht zwingend etwas über Inhalt und Schreibweise aus. Das ergibt dann sozusagen bessere Noten in der Technik als in der Kür. ;) Entweder wirkt das dann auf den Leser wie eine Mogelpackung oder das Drumherum wirkt sich positiv auf die Bewertung des reinen Inhaltes aus. Letztendlich kann man vor der Marketing-Abteilung den Hut ziehen. :D Lesen werd ich das goldene Buch sicher auch irgendwann noch, kaufen eher nicht.

  5. Für mich ist dieses Buch sowieso nicht wirklich interessant, allein schon weil der Hype doch zu übertrieben ist und mir die Geschichte auch nicht so wirklich neu vorkommt. Sehr schön geschrieben von dir und für mich auf jeden Fall die Bestätigung, dass ich dieses Buch nicht wirklich brauche. :-)

    Liebe Grüße
    Petzi

    • Das stimmt, die Geschichte ist absolut nicht neu. Aber da es jetzt vom bekannteren Umfeld niemand gelesen hat, war ich doch neugierig. Ich glaube aber nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde.

      Liebe Grüße :-)

  6. Lireaiel schreibt:

    Guten Abend,

    Eine sehr schöne Rezension von Endgame, die man sich als interessierter Leser mal anschauen sollte . Ich bin über die Tribute von Panem auf Endgame gestoßen und habe relativ schnell das Buch für mich entdeckt.

    Ich muss zugeben, mir hat das Buch gefallen, allerdings bin ich ein Leser, der weniger auf Satzbau und grammatikalische Raffinessen achtet, sondern eher auf eine schön erzählte Geschichte, die mich fesseln, unterhalten und mein Umfeld kurz vergessen machen kann.
    als solch ein Leser hat mir Endgame gefallen.

    Der Schreibstil ist teilweise schlicht und das Lesen kann durchaus etwas anstrengend sein, allerdings nicht wegen einem langweiligen Schreibstil oder durch sehr viele Details, sondern eher wegen der Zeichnung der Charaktere durch Ticks (z.B. sind bestimmte Wörter mal mehr, mal weniger oft wiederholt im Satz zu finden und machen so das lesen etwas holprig ).

    Ich für meinen Teil kann das Buch Endgame mit guten Gewissen weiter empfehlen, wer sich allerdings nicht sicher ist, sollte sich entweder den Klappentext oder die Leseprobe ( https://www.endgame.de/leseprobe.html ) durchlesen.

    P.S. Auch wenn die Möglichkeit da ist die Rätsel zu lösen, so ist es nicht Notwendig diese auch zu lösen. Endgame kann gelesen werden, wie ein Normales Buch (mit teilweise sehr vielen Details bzw. sehr ausführlichen Beschreibungen).

Ich freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert!

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