[Rezension] Karen Swan – „Ein Weihnachtskuss für Clementine“

Ein Weihnachtskuss fuer Clementine von Karen SwanVor zwei Jahren las ich „Ein Geschenk von Tiffany“, letztes Jahr „Ein Geschenk zum Verlieben“ – beide Bücher in der (Vor-) Weihnachtszeit und beide Geschichten habe ich geliebt. So ist es mittlerweile fast Tradition, diese Jahreszeit mit einem Roman von Karen Swan zu beginnen – dieses Jahr also „Ein Weihnachtskuss für Clementine“.

Clementine, die von allen nur Clem genannt wird, ist 29 Jahre alt, lebt in einer tollen Wohnung in Notting Hill und ist ein richtiges Portobello-Girl: die Männer liegen ihr zu Füßen, die Frauen beneiden sie um ihr Aussehen und sie führt ein lockeres und buntes Leben. Doch eines Tages baut sie richtig Mist, wodurch sie nicht nur ihren Bruder Tom enttäuscht, sondern damit auch seinem Unternehmen – in dem sie auch arbeitet – schadet. So sehr, dass Tom seine mühevoll aufgebaute Firma wohl nicht mehr lange halten kann. Ein Auftrag jedoch scheint sie alle retten zu können – allerdings muss Clem dafür nach Italien reisen, nach Portofino.

Ein Weihnachtskuss für Clementine

Sowohl der Buchtitel (auch der Originaltitel) als auch das Cover versprechen dem Leser einen Weihnachtsroman – aber tatsächlich hat Clementines Geschichte recht wenig von einer vorweihnachtlichen Geschichte, da die Handlung zum größten Teil im warmen Italien spielt und sich auf ein gesamtes Jahr erstreckt. So gesehen finde ich diesen Umstand aber eigentlich ganz gut, denn so kann ich guten Gewissens sagen: dieses Buch kann zu jeder beliebigen Jahreszeit gelesen werden, also kann ich es jederzeit empfehlen.

Denn empfehlenswert ist dieses Buch allemal: wieder einmal hat mich Karen Swan mit einer nicht nur berührenden und unterhaltsamen Geschichte begeistern können. Durch den recht langen Handlungsverlauf (12 Monate) ist die Geschichte um die Protagonistin Clementine abwechslungsreich gestaltet, birgt eine jede Menge an Wendungen und Überraschungen, sowie eine vielschichtige Handlung, die zu keinem Zeitpunkt langweilig erscheint. Tatsächlich war ich genauso wie in den beiden anderen Romanen der Autorin wieder einmal vollkommen gefesselt von den Ereignissen im Buch. Clementine als Protagonistin fand ich zudem absolut sympathisch, genauso wie ihre beste Freundin Stella. Erscheint Clem dem Leser anfangs noch als sorgloses und gar egoistisches Partygirl, zeigt sich im Laufe der Handlung, was tatsächlich hinter diesem Verhalten steckt. Und dabei ist die gut 600 Seiten lange Geschichte keinesfalls zu melodramatisch, zu kitschig oder romantisch, sondern enthält schlichtweg eine wunderbare Mischung an allerlei Gefühlen.

Ein Weihnachtskuss für Clementine

Was ich mittlerweile aber so sehr an den Büchern der Autorin zu schätzen weiß, ist, dass sie es nun drei Mal geschafft hat, mich mit ihrem Schreibstil sowie ihren immer sympathischen und authentischen Protagonistinnen vollkommen zu begeistern. Das Besondere daran ist aber vor allem, dass sich die nun drei Geschichten absolut nicht ähnlich sind – tatsächlich finde ich alle recht unterschiedlich. So könnte man die drei Romane getrost direkt hintereinander lesen, ohne die eine Handlung auf die andere übertragen zu können oder dass jegliche Überraschungen verdorben wären. Selbst die Protagonistinnen weisen nur geringe Ähnlichkeiten auf, da sie bisher ganz verschiedene Hintergründe und Lebensumstände aufweisen.

Mit „Ein Weihnachtskuss für Clementine“ konnte mich Karen Swan bereits zum dritten Mal mit einer wunderbaren Geschichte über Familie, Liebe und Freundschaft vollkommen begeistern. Von dem Titel oder Cover sollte man sich aber nicht irritieren lassen – dahinter steckt keine explizite Weihnachtsgeschichte. Diesen bezaubernden Roman kann ich jedem nur empfehlen und das zu jeder Jahreszeit. 

5ballerinas

4 Gedanken zu “[Rezension] Karen Swan – „Ein Weihnachtskuss für Clementine“

  1. Hey,

    also ich muss sagen, wenn ich so deine Rezi lese, dann macht das Cover allerlei falsche Versprechungen … Mein erster Eindruck zum Cover: kitschige Weihnachtsgeschichte! Aber, da ich gerade auf der Suche nach schönen Weihnachtsgeschichten bin, weil ich diese in der Vorweihnahcts- und Adventszeit einfach gerne lese, habe ich mir mal deine Rezi näher angeschaut.
    Eine Weihnachtsgeschichte kann ich wohl nicht erwarten, aber ich freue mich zu lesen, dass die Geschichte nicht kitschig ist, was mich dann doch vom Lesen abgehalten hätte. Ganz im Gegenteil. „Geschichte über Familie, Liebe und Freundschaft“ klingt sogar sehr verlockend und es scheint, als könnte das Buch unbedingt was für mich sein. Danke für die Vorstellung :)

    Liebe Grüße Nanni

    • Liebe Nanni,

      wenn du aber auf der Suche nach Weihnachtsgeschichten bist – kennst du denn die anderen Bücher der Autorin? Dies sind dann nämlich tatsächlich Weihnachtsgeschichten und auch nicht sooo kitschig. :-)

      Liebe Grüße!
      Jess

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