[Rezension] Kirsty Greenwood – „Für immer und ehrlich“

Fuer immer und ehrlich von Kirsty Greenwood

„Für immer und ehrlich“, der Debütroman von Autorin Kirsty Greenwood, erzählt eine recht unterhaltsame Geschichte:

Natalie Butterworth ist eigentlich vollkommen glücklich. Sie ist verlobt, mit einem Mann, der nicht kochen kann, sie fast perfekt findet und sie liebt. Und weil Natalie ihre Mutter und auch ihre Schwester liebt, ist sie wieder zu ihrer Mutter gezogen, als ihr Vater das Haus verlassen hat. Dafür hat sie ihren Kochkurs sowie eine eigene Wohnung aufgegeben, aber das macht eben so in einer Familie – oder? Wenn Natalie mal etwas weniger gefällt – wie beispielsweise ihre neue Frisur oder das Glitzer-Strass-Brautkleid, schweigt sie lieber, als ihren Mitmenschen weh zu tun. Doch eines Abends im Pub wird Natalie hypnotisiert – und kann auf einmal nur und nichts als die Wahrheit sagen. Egal wie grausam diese ist.

Der Anfang, sprich die etwa ersten siebzig Seiten, gestaltet sich ein wenig langatmig und etwas zu sehr wie ein stereotypischer ChickLit-Roman. Doch sobald es dazu kommt, dass Natalie hypnotisiert wird, nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf und unterhaltet richtig gut. Denn wie man sich vorstellen kann, ist die Wahrheit nicht unbedingt immer das Netteste, was man seinem Gegenüber sagen kann – so kommt es zu allerlei sehr lustigen Situationen, zumal der Protagonistin die Wahrheit manchmal auch erst dann bewusst wird, als sie ausgesprochen wird. Diese eigentlich recht banale Idee der Autorin trägt also maßgeblich zum Unterhaltungswert ihres Romans bei – und ist damit ein wirklich lustiger ChickLit-Roman, bei dem nicht unbedingt nur die Liebesgeschichte dahinter im Vordergrund steht und man als Leser(in) auch gut etwas zu lachen hat.

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Da die Protagonistin bei Beginn der Handlung eine recht langweilige Frau ist, die sich mit weit weniger zufrieden gibt, als sie verdient hat oder sich eingesteht, und es auch jedem in ihrem Umfeld immer nur recht machen will, war sie mir nicht unbedingt sympathisch. Doch auch wenn unsympathische Protagonisten meist dazu beitragen, dass ich die gesamte Geschichte um sie nicht ertragen kann, hat es in diesem Fall die Autorin geschafft, mich durch die vielen anderen Charaktere bei Laune zu halten. So war mir Natalies Freundin ungemein sympathisch, genauso wie die vielen Dorfbewohner von Yorkshire. Zudem wird Natalie, als sie nichts als die Wahrheit sagen kann, einfach so unterhaltsam und komisch-ehrlich, dass man sie trotz aller Nicht-Sympathie fast schon mögen muss.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entwickelt sich „Für immer und ehrlich“ zu einer wirklich unterhaltsamen Geschichte, die im Laufe der Handlung immer lesenswerter und interessanter wird, so dass ich am Ende nur recht ungern das Buch zugeschlagen habe.

4Ballerinas

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