[Rezension] Jimmy Rice & Laura Tait – „Das Beste, das mir nie passiert ist“

6280_TB_DAS_BESTE_DAS_MIR_NIE_PASSIERT_IST_CMYK-300„Das Beste, das mir nie passiert ist“ ist der Debütroman von gleich zwei Autoren: Laura Tait und Jimmy Rice. Wie ihre Protagonisten, sind auch sie beste Freunde.

Doch anders als die Autoren, sind Holly und Alex schon seit ihrer frühen Jugend miteinander befreundet und zudem beide heimlich ineinander verliebt. Da keiner von ihnen dem jeweils anderen seine Liebe gesteht, trennen sich ihre Wege, als Holly ans College geht und wegzieht.

Elf Jahre später lebt Holly in London und Alex immer noch in der heimatlichen Kleinstadt, als er beschließt, nach London zu ziehen. Vielleicht klappt es also diesmal mit der Liebe?

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Die Frage, ob Frauen und Männer wirklich nur miteinander befreundet sein können, ist nicht neu und die Antworten darauf sowie die Ansichten der Betroffenen und Nicht-Betroffenen sehr vielseitig. In diesem Fall muss diese Frage aber gar nicht erst diskutiert werden, denn: Holly und Alex sind ineinander verliebt und das schon seit längerer Zeit. Deren Freundschaft hat sich eben weiter entwickelt – doch wenn man immer denkt, der andere möchte nur und ausschließlich die Freundschaft und man traut sich nicht, genau diese Freundschaft zu zerstören, so redet man sich einfach etwas anderes ein und lebt sein Leben weiter. So wie Holly und Alex.

Mir persönlich haben insbesondere die Perspektiv und Zeitwechsel gut gefallen – man lernt Alex und Holly von früher, als auch in der Gegenwart, elf Jahre später, kenen. Oftmals passen die rückblickenden Absätze auch genau zur Gegenwartsszene, wodurch sich die gesamte Geschichte einheitlich und flüssig liest.

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Beide Ansichten immer mitzubekommen ist aus der Lesersicht natürlich ungemein positiv, da man über alles im Bilde ist, aber stellenweise fand ich genau das auch ein wenig ermüdend und wollte entweder Holly oder Alex einfach nur schütteln und sagen: sag‘ es ihr endlich! Benimm dich doch nicht so, trau dich! – die gedankliche Interaktion mit den Protagonisten darf man aber durchaus positiv bewerten, zeigt sie ja zumindest, das mich die Geschichte recht mitgenommen hat und ganz gut fesseln konnte.

Richtig sympathisch war mir allerdings nur Alex, der vor allem mit seiner Liebe zur englischen Literatur und seiner Leidenschaft zum Lehrer-Dasein überzeugen konnte. Holly dagegen fiel mir mit ihrem Verhalten und ihren Gedanken zwar nicht sehr oft, aber doch einige Male eher unangenehm auf, weshalb ich ihre Kapitel und Geschichten nicht ganz so mochte.

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Bemerkenswert finde ich, dass man gar nicht merkt, dass dieses Buch zwei Autoren geschrieben haben – natürlich soll dies bestimmt auch so sein, nur hatte ich aus irgendeinem Grund ständig den Gedanken im Kopf, dass Jimmy Rice doch sicherlich die Kapitel geschrieben hat, welche aus Alex‘ Perspektive erzählen und Laura Tait die von Holly. Ob dies tatsächlich zutrifft, weiß ich nicht, auf jeden Fall würde ich gerne mehr von beiden lesen.

„Das Beste, das mir nie passiert“ ist eine liebenswerte, aber nicht allzu romantische oder gar kitschige Geschichte zweier Freunde, deren Leben eventuell eine zweite Chance für sie bereit hält. Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, doch letztendlich hat noch ein klitzekleiner Funken gefehlt, um dies zu einem perfekten 5-Sterne-Buch zu machen. 

4Ballerinas

6 Gedanken zu “[Rezension] Jimmy Rice & Laura Tait – „Das Beste, das mir nie passiert ist“

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