Bücher, die man immer wieder neu entdecken möchte #2

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Vor einiger Zeit habe ich euch, „inspiriert“ von einer größeren Leseflaute, von Lieblingsbüchern erzählt, die ich am liebsten irgendwie immer wieder neu entdecken möchte.

Nun folgen nicht nur drei weitere Bücher, die ich sehr gern gelesen habe und welche ich immer wieder neu empfehlen kann, sondern gleichzeitig auch drei ganz unterschiedliche Buchreihen.

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„Rizzoli-&-Isles“-Reihe von Tess Gerritsen

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Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich damals in unserer Stadtbibliothek mal wieder auf der Suche nach neuem Lesestoff war. Etwas aus der Krimi/Thriller-Abteilung sollte es sein und schließlich bin ich auf Tess Gerritsens „Schwesternmord“ gestoßen. Das Cover fand ich noch etwas fragwürdig und eher abschreckend als einladend, aber die Bezeichnung „Psychothriller“ klang vielversprechend, also nahm ich das Buch mit. Dass es sich bei diesem Buch um einen Band inmitten einer Reihe handelte, erfuhr ich erst später. Als ich dann abends anfing zu lesen, konnte ich gar nicht mehr aufhören – tatsächlich habe ich die halbe Nacht durchgelesen, denn an ein Aufhören Mittendrin war nicht zu denken, das Buch musste beendet werden. Dass am nächsten Tag eine Matheklausur anstand, war mir vollkommen egal. Hundemüde ging ich nach der verpatzten Klassenarbeit und einem ätzenden Schultag wieder in die Bibliothek und lieh mir die restlichen, vorhandenen Bücher der Reihe aus. Seitdem sind die Thriller von Tess Gerritsen für mich das Beste, was ein Thriller bieten kann und verzweifelt bin ich immer noch auf der Suche nach Autoren, deren Handlungen mich genauso fesseln wie die von Gerritsen. Glücklicherweise erscheint aber nun im Mai endlich wieder ein neuer Rizzoli-&-Isles-Band („Der Schneeleopard“), der hoffentlich genauso fantastisch wird wie alle vorherigen.

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„Night School“-Reihe von C. J. Daugherty

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Es ist noch gar nicht lange her, dass ich diese Reihe – dank Caroline – entdecken durfte. Ich war damals zugegebenermaßen recht skeptisch, da ich immer der Ansicht war, dass es sich bei dieser Reihe um Jugendbücher mit fantastischen Elementen, speziell Vampiren o.ä., handelt. Dem ist nicht so, die Reihe ist komplett frei von Fantasy. Dafür gibt es aber eine ordentliche Portion Spannung gemischt mit einer immer wieder überraschenden Handlung. Viel mehr kann man dazu auch gar nicht sagen, um nicht alles zu verraten. Mich konnten die bisher vier Bücher auf jeden Fall sehr überzeugen und ich würde mir wünschen, dass es mehr solcher Jugendbücher gibt – mitreißend, irgendwo noch realistisch und ohne jegliche dystopische oder fantastische Elemente. Leider muss ich mich dann im kommenden Juni von der Reihe verabschieden, da dann der fünfte Band („Endgame“) erscheint und damit die Reihe beendet sein soll.

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„Anne of Green Gables“-Reihe von Lucy Maud Montgomery

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Auch zu dieser Reihe, die für mich schon zu den Klassikern zählt, gibt es eine Geschichte: meine Großmutter mütterlichseits lagert in dem Zimmer, in dem ich immer schlafen darf, wenn ich mal zu Besuch bin, Unmengen an Büchern. Darunter auch die alten Bücher, die einst meiner Mutter gehört hatten. Da es damals noch keine eReader gab, mir also erstens so langsam der Lesestoff ausging (für fünf Wochen Urlaub kann man nicht genügend Bücher einpacken…) und ich zweitens auch schon zu der Zeit liebend gerne in Büchern gestöbert habe, bin ich irgendwann auf eine jede Menge Bücher von Lucy Maud Montgomery gestoßen. Eine kurze Nachfrage bei der Oma ergab, dass diese Bücher zusammen eine Reihe ergaben – die Anne of Green Gables-Reihe (oder eben auf polnisch: Ania z zielonego Wzgórza). Die Bücher waren übrigens der Albtraum eines jeden Bücherliebhabers: die insgesamt 11 Bücher passten so gar nicht zusammen. Verschiedene Größen, Cover, Farben, einmal sogar zwei Bände in einem. Doch für mich sind und bleiben die mittlerweile über vierzig Jahre alten Bücher etwas ganz Besonderes. Nicht nur wegen der wunderbaren Geschichte, die in ihnen steckt und welche mich absolut begeistert hat, sondern eben auch deswegen, weil diese Bücher schon meine Oma und meine Mutter als Kind gelesen haben. Alte Bücher sind einfach nochmal etwas ganz Besonderes.

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Kennt ihr schon eines der Bücher? Welches ist denn eure absolute Lieblingsreihe?

9 Gedanken zu “Bücher, die man immer wieder neu entdecken möchte #2

  1. Anne of Green Gables! Oh ja, die Bücher passen absolut in diese Kategorie. Ich lese sie immer wieder, seit ich vor ca. 16 Jahren mit dem Sammeln der vollständigen Ausgaben begonnen habe. Das tolle ist, dass sie sich auch jedes Mal neu entdecken lassen. Ich weiß auch nicht, ich bekomme nie genug!

  2. Lena schreibt:

    Oh ja, Anne of Green Gables. Ich höre grade beim joggen immer eine Hörbuchversion des dritten Bandes „Anne of the Island“. Das erste Mal habe ich die Bücher mit 8 oder 9 während einer Kur gelesen. Die Bücherei in der Klinik war etwas schlecht bestückt was „moderne“ Kinderbücher anging und ich habe mich sehr gut mit Anne und Heidi und Co. angefreundet :D

    Liebe Grüße,
    Lena vom Büchernest

    • Ach, klasse! Ich finde aber auch, dass die älteren Kinderbücher mehr Kinderbücher sind als die modernen – zumindest schöner und geeigneter :-)

      Viel Spaß noch mit dem Hörbuch!

      Liebste Grüße,
      Jess

  3. Hallo! :-)

    Die „Night School“-Reihe habe ich auch mit Begeisterung gelesen und freue mich schon auf den neuen Band. :-) Und „Anne of Green Gables“ erinnert mich so richtig an meine Kindheit. Meine Schwester und ich haben die Bände regelrecht verschlungen. Ich glaube, ich muss sie auch noch mal lesen. :-)

    Liebe Grüße
    Tina

    • Ach schön, dann haben wir ja was gemeinsam! :-) Die Anne-Bücher sind aber auch wirklich wunderbare Kinder- und Jugendbücher. Ich nehme mir auch seit einiger Zeit vor, sie alle noch einmal zu lesen..

      Liebe Grüße,
      Jess

  4. Ich bin eigentlich gar keine Thriller/Krimi-Leserin, doch Tess Gerritsen konnte selbst ich mich nicht entziehen.. Habe „Die Chirurgin“ geschenkt bekommen und dann „Schwesternmord“ gleich danach gelesen. Toll! Allerdings konnte ich im Gegensatz zu dir die Bücher nur tagsüber lesen, abends war mir das zu gruselig… haha :) Gibt es ein Buch aus der Reihe, das du nicht so gut fandest oder sind wirklich alle lesenswert?

    • Liebe Sarah,
      von der Rizzoli-Isles-Reihe habe ich tatsächlich alle mit 5 Sternen bewertet, weil ich sie so klasse fand!
      Und ganz ehrlich, ich lese die Bücher auch lieber tagsüber – aber wenn man erstmal angefangen hat.. hatte aber auch schon Situationen in denen ich mich dann überwinden musste, im Dunkeln aus dem Zimmer ins Bad zu gehen, weil es mich so gegruselt hat :D

      Liebe Grüße!

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