Sonntagstanz #26

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Im letzten Sonntagstanz vor vier Wochen erzählte ich von der Leseflaute – die habe ich danach zwar in den Griff bekommen, sozusagen, aber dafür habe ich ehrlich gesagt mehr Serien geschaut, als dass ich gelesen habe. Schuld hat eine Serie, die die Serienjunkies unter euch sicherlich bereits kennen und lieben: Pretty Little Liars. Ich hatte vor einiger Zeit mal die ersten zwei oder drei Folgen angeschaut und beschlossen, dass mir die Serie, allen voran die vier Hauptfiguren überhaupt nicht gefallen. Tja, jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, dass Netflix die fünfte Staffel online stellt.

Apropos Serien und Ablenkungen – habt ihr schon meine Beiträge über Buchverfilmungen entdeckt? Hier und hier gab es meine persönliche Top 10 der schlechtesten Verfilmungen, eine Top 10 der meiner Meinung nach besten Verfilmungen folgt noch.

Neuzugänge:

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Letzte Rezensionen:

Unbenannt 978-3-426-51621-8.jpg.30722611 9783548612560_cover In ziemlich bester Gesellschaft von Sara Crowe

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Meinungen zu gelesenen Büchern:

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Auf „The DUFF“ von Kody Keplinger (dt. „Von wegen Liebe“) bin ich nur gestoßen, weil ich den Trailer zur gleichnamigen Verfilmung entdeckt hatte. Den Trailer fand ich vielversprechend, also kurzum das eBook runtergeladen. Die Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen und so habe ich sie auch direkt in einem Rutsch ausgelesen. Endlich mal wieder tolles YA für einen gemütlichen und entspannten Sonntagnachmittag! Aber: nach der Lektüre habe ich dann noch einmal den Trailer angeschaut und war dann doch sehr enttäuscht, weil die Story der Verfilmung fast gar nichts mit der Story der Buchvorlage gemeinsam hat – außer die Bezeichnung DUFF und die Charaktere. Sehr schade.

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„Rebel Belle“ von Rachel Hawkins war schon seit längerer Zeit auf der Wunschliste – einmal wegen dem wirklich hübschen und ungemein passenden Cover; und dann, weil ich von Rachel Hawkins bereits die Hex-Hall-Reihe gerne gelesen habe. Ich hatte zwar ein wenig Angst, dass mir die Geschichte nicht gefallen könnte, zumal ich schon seit längerer Zeit nichts wirklich gelesen hatte, was Fantasyelemente beinhaltet hatte. Umso überraschter war ich also, dass mir der erste Band der folgenden Reihe ziemlich gut gefallen hat. Die Protagonistin fand ich unheimlich sympathisch und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird. Absolute Leseempfehlung – gibt es jedoch leider noch nicht auf deutsch.

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Zwei YA-Romane, die ich leider nur mittelmäßig gut fand: „No place to fall“ von Jaye Robin Brown und „The Boy Next Door“ von Katie Van Ark. Ersterer war stellenweise zwar ganz nett, aber hat mich die meiste Zeit über eher gelangweilt. Hinzu kommt, dass mir die Protagonistin mehr als unsympathisch war. Schade um das tolle Cover. Eine eher unsympathische bzw. nervige und naive Protagonistin gab es auch bei „The Boy Next Door“. Die Idee klang eigentlich ziemlich cool, aber der Verlauf der Handlung war dann im Grunde leider weniger interessant.

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Wie ich eben erst entdeckt habe, gibt es „My favourite mistake“ von der tollen Chelsea M. Cameron sogar schon auf deutsch („My favorite mistake – Der beste Fehler meines Lebens“). Wie bisher alles, was ich von Cameron gelesen habe, war auch diese Geschichte wieder lesenswert, allerdings fand ich die erste Hälfte um Längen interessanter und unterhaltsamer als die zweite Hälfte, deswegen gab es hier nur vier Sterne.

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Nachdem mir „The Rosie Project“ von Graeme Simsion letztes Jahr so wahnsinnig gut gefallen hat, war ich schon über alle Maßen auf den zweiten Band, „The Rosie Effect“ (dt. „Der Rosie-Effekt“), gespannt. Da ich die Taschenbuchausgabe wollte, damit sie zum ersten Band passt, musste ich aber ein wenig länger darauf warten. Jetzt durfte es aber endlich ins Regal einziehen und wurde auch gleich gelesen. Dass meine recht hohen Erwartungen nicht so ganz erfüllt wurden, war fast schon zu erwarten. Eigentlich hat mir die Geschichte wieder ganz gut gefallen, vor allem weil Don einfach wieder genauso sympathisch und liebenswert ist wie schon in der vorherigen Geschichte. Allerdings hat mich Rosie schon bald zu sehr genervt und zwischendurch zieht sich die Handlung ein wenig zu sehr. Deswegen gab es hier leider nur drei Sterne.

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Eines der wohl am meisten gehypten Bücher des letzten Jahres: „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer. Ich wollte es, wie alle, schon von Anfang an lesen, aber nachdem es alle gelesen haben, ist mir die Lust erst einmal vergangen. Jetzt habe ich mich aber dran gemacht, obwohl ich bisher nicht unbedingt die besten Erfahrungen mit den Büchern des Autors gemacht habe. Lediglich „Dschinnland“ konnte mich bisher vollkommen überzeugen. Dass es ein Buch über Bücher ist, hat mir natürlich sehr gut gefallen, aber bei Meyers Geschichten habe ich aus irgendeinem Grund das Problem, dass es mir zu fantastisch ist. So auch hier. Teilweise hat es mich übrigens an „Tintenherz“ erinnert, welches ich aber besser fand. Die Geschichte hier ist im Grunde ganz gut und es steckt eine tolle Idee dahinter, aber alles in allem war es mir schlichtweg zu viel Mischmasch von allem. Und ich hatte zudem das Gefühl, dass alles, was irgendwie nicht logisch erklärt werden konnte, eben mit Bibliomantik gerechtfertigt wurde.

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Tag:

liebsterawardUps, wieder ein Tag. Und das, obwohl ich kein Fan von Tags bin. Aber Tina von favourite books hat nicht nur einen recht neuen, sondern auch einen richtig hübschen und lesenswerten Blog. Hiermit also erst einmal eine Lese- und Folgeempfehlung, da kommen nämlich bestimmt noch viele tolle Beiträge! Von ihr wurde ich auch getaggt und da ich die Fragen wieder interessant finde, beantworte ich sie auch gerne.

Getaggt wird von mir aber wie immer niemand.

1. Was bedeutet dir das Lesen?

Es klingt sehr abgedroschen, aber ich kann mir wirklich ein Leben ohne Bücher, ohne das Lesen nicht vorstellen. Es gab Situationen, in denen ich tagelang mal nicht lesen konnte, da hat mir wirklich was gefehlt, so dass ich dann einfach irgendetwas gelesen habe, Hauptsache lesen. Auch als ich damals fünf Tage lang auf der Intensivstation lag und nicht lesen konnte, musste mir meine Mutter vorlesen oder sogar das Buch halten, damit ich selbst lesen konnte. Anders ging es nicht. (Hörbücher waren damals noch nicht so bekannt.)

2. Kannst du dich an dein erstes Buch erinnern? Wenn ja, welches war es?

Jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, werde ich wirklich traurig – ich kann mich nämlich nicht daran erinnern. Es gab dafür unzählige Bücher, die ich als „erstes“ gelesen habe, da ich praktisch in der Bibliothek gewohnt habe. Eines der ersten und liebsten war aber definitiv „Die Kinder von Bullerbü“ und zahlreiche Märchen- und Kinderbücher auf polnisch, von meinen Eltern.

3. Gibt es einen bestimmten Autor, der dich zum Lesen gebracht hat? Wenn ja, wer und warum gerade dieser Autor?

Ich glaube nicht, dass ein bestimmter Autor mich zum Lesen gebracht hat. Ich habe damals schon querbeet alles gelesen, was in greifbarer Nähe war.

4. Welches Buch könntest du immer und immer wieder lesen?

Zu viele. Ich habe schon immer gerne Bücher nochmal und nochmal gelesen. Die Harry-Potter-Bücher gehören da ganz bestimmt dazu, genauso wie „Beim Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult oder „Fangirl“ von Rainbow Rowell. Tatsächlich sind es aber wirklich noch viel mehr.

5. Nenne uns dein Lieblingszitat aus einem Buch!

Es gibt zu viele tolle Zitate, deswegen gibt es bei mir auch die Freitagszitate. Eines meiner liebsten ist aber sicherlich dieses hier.

6. Nenne uns deine drei Lieblingsautoren und das deiner Meinung nach jeweils beste Werk von ihnen!

Lieblingsautoren habe ich, wie wahrscheinlich alle, viel zu viele. Aber nun gut. Und ich wiederhole mich schon wieder: Jodi Picoult mit „Beim Leben meiner Schwester“, Rainbow Rowell mit „Fangirl“ und Carlos Ruiz Zafón mit „Der Schatten des Windes“. Das ist aber wirklich nur eine kleine Auswahl.

7. Wie viele Bücher schmückt dein Bücherschrank (Digital/Print)?

Ohje. Nachgezählt habe ich schon lange nicht mehr, aber wenn ich alle Bücher mitzähle, die ich tatsächlich besitze (auch wenn sie nicht im Bücherschrank stehen), sind es wohl um die 1.000 Stück. Und ich leihe auch viele Bücher aus, sonst wären es wohl noch mehr.

8. Druckfrisch oder schneller Download?

Druckfrisch werde ich sicherlich immer bevorzugen, aber mittlerweile weiß ich auch einen schnellen Download sehr zu schätzen. Generell habe ich Bücher immer lieber im Regal stehen und in der Hand, aber für unterwegs oder wenn man ein Buch sofort haben muss, sind eBooks einfach angenehmer.

9. Wie hältst du dich in der Literatur-Szene auf dem Laufenden?

Hauptsächlich durch die diversen sozialen Netzwerke und auch Blogs.

10. Was treibt dich dazu an, deinen Literatur-Blog regelmäßig mit interessantem Inhalt zu füllen?

Ich denke, vorrangig ist es der Wunsch, meine Meinung zu Büchern anderen mitzuteilen. Gerade wenn mich ein Buch total begeistern konnte, möchte ich es jedem, der es lesen mag, empfehlen. Außerdem schätze ich den Austausch über Bücher sehr, da ich so wahnsinnig viele und auch tolle Buchempfehlungen bekomme und so manchen Autor gar nicht entdeckt hätte, wenn es meinen und andere Blogs nicht gäbe.

 Die 11. Frage wurde weggelassen.
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#Leseparty:

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Bald ist wieder Leipziger Buchmesse und so langsam macht sich auf allen sozialen Netzwerken die Vorfreude breit – doof für diejenigen, die nicht dabei sein werden. Um die Messetage trotzdem mit Büchern, Lesern und dem Lesen selbst zu verbringen, schmeißen Petzi von Die Liebe zu den Büchern und ich für alle Daheimgebliebenen eine Leseparty. Genauere Infos folgen noch, aber wer sich uns anschließen möchte, darf sich gerne schon einmal in unserer Veranstaltung auf Facebook umsehen und anmelden – wir würden uns freuen! :-)

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Das war wieder ein langer Beitrag – habt ihr so lange durchgehalten?

Was waren denn so eure Buchhighlights im Februar?

Habt noch einen wunderbaren ersten März-Sonntag!

6 Gedanken zu “Sonntagstanz #26

  1. Hey,
    ich mag deinen Sonntagstanz richtig gerne! Deine Neuzugänge sehen richtig klasse aus, da ist doch das ein oder andere Buch, was ich auch sehr gerne lesen würde ;)
    Bei „Die Seiten der Welt“ ging es mir sehr ähnlich wie dir…mir war es zu viel und zu unlogisch teilweise, alles war irgendwie „buchisch“. Dschinnland dagegen gefiel mir damals auch viiiiel besser!

    Übrigens sind auch einige der ersten Bücher, an die ich mich erinnern kann, die Kinder aus Bullerbü-Reihe. Die Bücher sind einfach toll :)

    Liebe Grüße
    Anna

    • Liebe Anna,

      dankeschön, das freut mich unheimlich :-)

      Ja nicht wahr, buchig ist zwar schön und gut, aber hier war es wirklich zu viel und auch zu gewollt, oder? Ich sollte vielleicht endlich mal die weiteren Bände, die nach „Dschinnland“ kamen, lesen… sind die auch so gut?

      Liebste Grüße,
      Jess

      • Liebe Jess,
        es ist jetzt schon eine ganze Weile her, dass ich die Bücher damals gelesen habe…aber soweit ich mich noch erinnern kann, aber mir alles ungefähr gleich gut gefallen :)
        Bei „Die Seiten der Welt“ kann ich dir nur zustimmen…

        Liebe Grüße
        Anna

  2. Hi Jess, erstmal „oje“ dazu, dass dir „The Boy Next Door“ nicht gefallen hat. Sollte ich es wohl auch gleich wieder aussortieren? Ansonsten kann ich dir um Bezug auf Kai Meyer nur zustimmen. Ich weiß nicht, was es mit diesem Hype auf sich hat. Meiner Meinung nach fehlt es den Büchern immer am roten Faden, aber auch an Spannung und Logik. Zu viele Ideen werden zusammenhanglos in den Raum geworfen … ich glaube, uns geht es da wirklich gleich. Ganz gespannt bin ich aber, was du zu „Still“ sagen wirst. Das Buch fand ich so genial! Wünsche dir spannende Lesestunden damit!

    • Ich glaube fast tatsächlich, dass du es aussortieren kannst – ich bin ja doch ein wenig resistenter gegen Kitsch und wenn es mir schon nicht gefällt. Und es ist eben leider ganz anders als „A little something different“.

      Ganz genau, ein roter Faden fehlt – das trifft es sehr gut. Aber scheinbar gehören wir ja eher zur Minderheit mit dieser Meinung. :-)

      Auf „Still“ bin ich unheimlich gespannt, hab aber Angst, dass es nicht so gut sein wird wie ihr alle sagt.. ;-)

      Einen schönen Sonntag dir noch!

  3. Ok, überzeugt – dann sortiere ich es aus! Ist zwar schade, aber ich will meine Lesezeit auch möglichst wenig mit Büchern verschwenden, die es nicht wert sind.

    Zu „Still“ sage ich dann am besten nichts mehr. Das muss man wirklich einfach selbst entdecken. Ich denke aber nicht, dass du Angst haben musst. Wenn ein Buch richtig gut geschrieben ist, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.

    Dir auch noch einen schönen Sonntag!

Ich freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert!

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