[Rezension] Erin McCahan – „Liebe und andere Fremdwörter“

u1_978-3-8414-2161-6Was ist eigentlich das Wesen der Liebe? Wie erkennt man, dass man in jemanden verliebt ist? Mit diesen und anderen Fragen setzt sich Protagonistin Josie im Jugendroman „Liebe und andere Fremdwörter“ von Autorin Erin McCahan auseinander.

Josie ist fünfzehn Jahre alt und hochbegabt. Die zweite Klasse hat sie übersprungen und so besucht sie bereits die Abschlussklasse der Highschool, belegt zudem nebenbei noch Kurse am örtlichen College. Gesellschaft leistet ihr dabei ihr bester Freund und Nachbar Stu, wessen IQ nur drei Punkte niedriger ist als der von Josie.

In ihrer Familie ist Josie nicht nur das jüngste, sondern auch besonderste Familienmitglied. Und glücklicherweise sprechen alle ihre Sprache. Als ihre geliebte Schwester Kate eines Tages nicht nur mit einem neuen Freund daherkommt, sondern ihn auch noch heiraten will, beginnt sich Josie zu wundern, was Liebe nun eigentlich ist und wieso anscheinend niemand außer ihr sieht, wie unpassend Geoff für ihre Schwester ist.

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„Liebe und andere Fremdwörter“ war bereits im Original auf der Wunschliste, vor ein paar Monaten wurde dieses dann durch die deutsche Übersetzung ersetzt und das Warten hat sich definitiv gelohnt, denn ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Josie war mir von der ersten Seite an schon unheimlich sympathisch. Ich habe bekanntermaßen sowieso eine kleine Schwäche für nerdige Charaktere und Josie kann man tatsächlich schon als weiblichen Sheldon (aus der TV-Serie „The Big Bang Theory“) bezeichnenWas mir aber besonders gut an ihrem Charakter gefallen hat, ist, dass die Autorin sie nicht als einen Außenseiter oder einen typisch unbeliebten Geek an der Highschool dargestellt hat. Stattdessen ist Josie in einer Volleyball-Mannschaft, hat viele Freundinnen, die man als typische Highschool-Mädchen bezeichnen kann, und wird scheinbar von allen so akzeptiert, wie sie ist. Dass sie und Stu zwei Mal in der Woche das College statt die Highschool besuchen ist kein Grund zum Mobbing. Eine sehr nette Abwechslung wie ich finde, da ich bisher doch immer den Eindruck hatte, dass Geeks in Büchern eher unbeliebt sind oder zumindest so dargestellt werden. Auch das Miteinander und der Umgang in Josies Familie und mit ihren Eltern erschien mir unsagbar sympathisch und konnte mich mit so einigen lustigen Szenen und Dialogen begeistern.

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Kurzum: die Handlung muss man alleine schon wegen Josie mögen. Denn auch wenn die Handlung an sich recht kurzweilig und vorhersehbar ist – wie natürlich die meisten Geschichten – so ist sie auch wunderbar unterhaltsam, witzig und einfach liebenswert. Fernab der stereotypischer Young-Adult-Romane oder Dystopien ist „Liebe und andere Fremdwörter“ mal wieder ein toller Jugendroman, den ich tatsächlich auch Teenagern empfehlen und weitergeben würde. Ohne große Dramen werden hier vor allem Begriffe wie Familie, Freundschaft und die erste Liebe groß geschrieben, all das, was meiner Meinung nach einen guten Jugendroman aus macht.

„Liebe und andere Fremdwörter“ beinhaltet eine wirklich tolle und lesenswerte Jugendgeschichte und konnte mich vor allem mit einer überaus liebenswerten und sympathischen Protagonistin sowie unterhaltsamen Dialogen begeistern.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Erin McCahan – „Liebe und andere Fremdwörter“

  1. Liebe Jessi,

    ok, überzeugt! Eine liebenswerte Protagonistin, die man als weiblichen Sheldon bezeichnen könnte? Das Buch landet sofort im Einkaufskorb ♥

    Außerdem kenne ich meine Große, das würde sie mit Sicherheit auch interessieren. Ich bin sehr gespannt, danke für deine so schön formulierte Rezension :))

    Ganz viele liebe Grüße
    Sandra

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