[Rezension] Susan Elizabeth Phillips – „Cottage gesucht, Held gefunden“

978-3-7341-0111-3Wer ChickLit-Romane liest, der wird früher oder später mit größter Sicherheit auf die Bücher der Autorin Susan Elizabeth Phillips treffen. SEP, wie sie oftmals genannt wird, ist und bleibt einfach die ChickLit-Queen. Mit „Cottage gesucht, Held gefunden“ ist nun endlich wieder ein neuer Roman von ihr erschienen.

Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Annie auf die Insel, auf die sie eigentlich nie wieder einen Fuß setze wollte. Doch ihre Mutter hat sie einem riesigen Schuldenberg zurück gelassen und dem Versprechen, dass in ihrem Cottage auf Peregrine Island ein Vermächtnis wartet, welches Annies Geldsorgen ein für allemal verschwinden lässt.

Doch von solch einem großen Erbe ist auf der düsteren Insel im Winter kaum eine Spur. Vielmehr erwarten Annie dort ausschließlich böse Erinnerungen an ihre Vergangenheit – wie beispielsweise ihr Nachbar Theo Harp, welcher sie vor zehn Jahren beinahe umgebracht hat und sie auch jetzt so schnell wie möglich wieder loswerden will.

Seit Jahren lese ich unheimlich gerne ChickLit-Romane und von Anfang an haben mich die vielen Geschichten von Susan Elizabeth Phillips dabei begleitet. Zugegebenermaßen konnten mich nicht immer alle vollends überzeugen, doch mindestens gut gefallen haben sie mir immer. In letzter Zeit konnte mich kaum ein Buch aus den ChickLit-Reihen auch nur mittelmäßig begeistern, insofern war ich nun sehr gespannt, ob die altbewährte SEP meine kleine ChickLit-Flaute beheben könnte – und das konnte sie tatsächlich!

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Annies Geschichte konnte mich schon von der allerersten Seite packen – was gerade am Anfang vor allen Dingen an der Protagonistin selbst lag. Annie ist Bauchrednerin und Puppenspielern mit sehr blühender Fantasie und einem ausgeprägten Faible für gutaussehende Helden und Liebesromane. Damit war sie mir gleich unheimlich sympathisch, auch da sie tatsächlich in Gedanken mit ihren vielen Puppen spricht. Das war anfangs zwar ein wenig verwirrend, doch man gewöhnt sich schnell daran und es gibt Anne einfach den speziellen, leicht schrägen Charakter. Mit zunehmender Handlung gefiel sie mir als Charakter mit ihrem Verhalten immer mehr, so dass ich sie tatsächlich sehr schnell lieb gewonnen hatte – ganz wie sie das auch mit ihren Lieblingsbuchcharakteren tut.

Die Handlung selbst ist, wie bei den Romanen der Autorin üblich, sehr ausführlich, aber auch sehr abwechslungsreich. Das mochte ich bisher an den Geschichten der Autorin übrigens besonders gern – sie quetscht ihre Geschichten nicht in eine schnelle, unlogische Handlung, sondern lässt sich mit der Entwicklung viel Zeit, packt sehr vieles Unterschiedliches hinein, wodurch sich sowohl die Geschichte selbst auch die Charaktere gemächlich entwickeln können. SEPs wunderbarer Schreibstil führt zudem dazu, dass man die über 500 Seiten trotzdem schneller durchliest als manche Bücher mit nur der Hälfte am Umfang. Damit steht auch nicht die natürlich vorhandene Liebesgeschichte im Vordergrund, als Leserin bekommt man eher eine vielseitige Mischung – „Cottage gesucht, Held gefunden“ ist vor allen Dingen unterhaltsam und spannend. Ja, spannend! Das hat mich wirklich positiv überrascht, zumal die gesamte Geschichte eigentlich nicht unbedingt das war, was ich im Vorneherein erwartet hätte. Aber das macht das Ganze umso besser und lesenswerter.

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Ich muss aber noch gestehen, dass ich den deutschen Buchtitel etwas verwirrend und, wie so oft, das Original („Heroes are my Weakness“) deutlich passender finde, doch das ist generell nichts Neues und ändert zudem schließlich nichts am Inhalt. Das Cover ist sehr ansprechend gemacht, da man die Rillen der abgebildeten Holzbalken tatsächlich haptisch zu spüren bekommt – sehr cool! Ein wenig verwirrend ist nur das sommerliche Aussehen des Covers, da die Geschichte im Winter spielt und es eiskalt ist. Nicht der warme Sommerroman also, den man dadurch erwarten könnte, aber die Geschichte eignet sich trotzdem bestens als Sommerlektüre. Das Schneetreiben gilt dann eben einfach als Abkühlung.

Mit „Cottage gesucht, Held gefunden“ konnte mich Susan Elizabeth Phillips genauso begeistern wie sonst auch – tatsächlich gehört ihre neueste Geschichte wohl zu meinen liebsten, die ich bisher von ihr lesen durfte. Für ChickLit-Liebhaberinnen ist dies zweifellos eine Muss-Lektüre und wer auf der Suche nach einem sowohl unterhaltsamen, als auch spannenden Wohlfühl-Buch ist, dem kann ich diesen Roman absolut ans Herz legen.

5ballerinas

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Bibliografie:

ISBN: 978-3-7341-0111-3 / Verlag: Blanvalet / Übersetzerin: Claudia Geng

Seiten: 512 / ET: 20.04.2015 / Originaltitel: „Heroes Are My Weakness“

5 Gedanken zu “[Rezension] Susan Elizabeth Phillips – „Cottage gesucht, Held gefunden“

  1. Auf chicklit hab ich vor allem im Sommer immer große Lust :-) das Buch klingt super und ich habe von SEP zwar schon Bücher auf dem sub, aber tatsächlich noch nichts gelesen… Unglaublich eigentlich :-)
    Lieben Gruß
    Miriam

    • Liebe Miriam,

      ich finde auch, dass sich ChickLit besonders im Sommer super liest – und SEP-Bücher eignen sich da wirklich außerordentlich gut. Kann ich dir also auf alle Fälle empfehlen! :-)

      Liebe Grüße,
      Jess

  2. Ich bin gerade dabei es zu lesen und bin auch sehr begeistert! Habe zuvor noch nichts von SEP gelesen.
    Kann mir jemand was zu ihrem Roman „Wer ja sagt muss sich wirklich trauen“ sagen? :)
    Liebe Grüße!

    • Super, das freut mich! „Wer ja sagt, muss sich wirklich trauen“ hat mir total gut gefallen! Das Buch ist eigentlich Teil einer großen Reihe, kannst du aber getrost lesen ohne die anderen Bände zu kennen, da sie nur oberflächlich was gemeinsam haben. Viel Spaß noch beim Lesen!

      Liebe Grüße,
      Jess

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