[Rezension] Annell Ritter – „Apfelgrüne Aussichten“

Ritter_ApfelGruen-336x532Nach „Sommer in Grasgrün“ folgt nun mit „Apfelgrüne Aussichten“ der zweite Brägenbeck-Roman des Autorenduos Annell Ritter.

Die Geschichte um Protagonistin Carla Schwanenfels geht weiter – die ehemalige Münchner Anwältin hat sich nun ihr Leben in Brägenbeck aufgebaut und ist ganz glücklich dort. Ihre Pension ist gut besucht, so dass sie nun sogar jemanden zur Hilfe einstellen müsste – Carlas Freund Kai hat schließlich auch genügend in der eigenen Werkstatt zu tun. Auch ihre beste Freundin Lou kommt mal wieder aus München zu Besuch – und mit ihr der frisch verlassene Friseur Jacques. Schon ist wieder was los in Brägenbeck – wenn da nur nicht Bauer Johannsen wäre, der Carla immer noch als scheinbar einziger Dorfbewohner äußerst skeptisch gegenübersteht…

Da ich die erste Geschichte um Carla und ihre Freundin Lou schon sehr gerne gelesen habe, hatte ich mich auch sehr auf die Fortsetzung und eine weitere Geschichte der beiden gefreut. Umso schöner war deswegen auch das Wiedersehen mit Carla, Kai und Lou – zumal die Geschichte nicht lange nach dem Ende des ersten Romans einsetzt. Das Einfinden ist damit auch nicht sonderlich schwierig, auch wenn sich einige Monate zwischen dem Lesen des jeweiligen Romans befinden.

Die Charaktere sind wie auch schon letztes Mal sehr sympathisch, so dass es sehr unterhaltsam zu geht und man sie nur allzu gerne in der Handlung begleitet. Insbesondere Jacques bringt großen Schwung in die Handlung, mit seiner französisch-deutschen Redensart – gut, dass ich doch noch ein paar Brocken (nach 7 Jahren Französisch…) Französisch kann, so habe ich wenigstens alles verstanden. Auf jeden Fall ist Jacques ein unfassbar amüsanter, wenn auch leicht schräger Charakter, den man aber durchaus sofort gern hat und der absolut perfekt zur genauso unterhaltsamen Lou passt. Gemeinsam mischen sie Brägenbeck auf alle Fälle ordentlich auf. Auch die etwas gewöhnungsbedürftige Gundula trägt maßgeblich zum Unterhaltungswert bei – weshalb genau, das dürft ihr aber selbst rausfinden.

Obwohl ich auch diese Geschichte wieder sehr gern gelesen habe, habe ich doch gewisse Höhepunkte in der Handlung vermisst. Die Handlung ist zwar sehr gelungen und hat mich auch gut unterhalten, aber sie konnte mich nicht so sehr fesseln wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte und ich habe eben zumindest den einen Höhepunkt, den Schwung in der Handlung vermisst. Wäre die Handlung eine Kurve, so wäre diese eine Gerade.

„Apfelgrüne Aussichten“ ist eine durchaus gelungene Fortsetzung des ersten Brägenbeck-Romans, welche ich gerne gelesen habe. Wer noch auf der Suche nach einer sehr kurzweiligen eBook-Lektüre für den Sommer ist, sollte sich einfach die beiden Brägenbeck-Geschichten auf den Reader laden!

4Ballerinas

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Bibliografie:

ISBN: 978-3-95818-044-4 / Verlag: Forever by Ullstein / Übersetzer:

Seiten: 320 / ET: 15.05.2015 / Originaltitel:

2 Gedanken zu “[Rezension] Annell Ritter – „Apfelgrüne Aussichten“

  1. Ich fand den zweiten Teil irgendwie besser, jedenfalls habe ich jetzt auch so bewertet wie du. Oder es lag daran, dass ich schon wusste, worauf ich mich einlassen werde? Keine Ahnung, auf jeden Fall hatte ich mehr Spaß beim Lesen und hab mich gut unterhalten gefühlt. Wie bei einem schönen ZDF Liebesfilm oder so. :D

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