[Rezension] Gaby Hauptmann – „Zeig mir, was Liebe ist“

produkt-11450Über 20 Bücher hat die deutsche Autorin Gaby Hauptmann bereits veröffentlicht, die Geschichten gehen ihr deshalb aber noch lange nicht aus. Das zeigt auch ihr neuester Roman, „Zeig mir, was Liebe ist“, der uns, idealerweise für den anstehenden Sommer, nach Italien führt.

Valentin kommt aus einer reichen Familie, während Leska aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Valentin wohnt immer in schicken Hotels, Leska schläft auch mal auf einer Parkbank. Als die beiden sich in Zell am See zufällig begegnen, freunden sie sich an, obwohl sie eigentlich so gar nichts gemeinsam haben. So entschließt sich Valentin, Leska spontan als seinen Co-Piloten für ein Oldtimer-Autorennen in den Bergen anzumelden. Doch davor machen die beiden mit dem roten Ferrari erst noch einen kurzen Abstecher nach Italien – wo sie scheinbar schon erwartet werden.

Großartige Einstiegsszenen für den Anfang gibt es hier nicht – die Geschichte beginnt sofort mittendrin, zu einem Zeitpunkt als sich Leska und Valentin schon einige Stunden lang kennen. Erst später folgt ein kurzer Abriss ihres Kennenlernens. Und genauso temporeich geht deren Geschichte auch weiter. Hauptmann ist bekannt dafür, dass ihre Geschichten niemals auch nur im Ansatz langweilig werden und das beweist sie auch dieses Mal. Die Handlung verläuft sehr temporeich, aber auch genau richtig, nicht zu schnell, sondern eben so, dass man das Buch gar nicht zur Seite legen möchte, bevor die letzte Seite gelesen wurde. Dazu trägt auch ein Umstand bei, der genauso typisch für Hauptmanns Romane ist: es gibt keine Kapitel. Die Geschichte fängt auf der ersten Seite an und endet ohne Unterbrechungen auf der letzten Seite. Das finde ich zugegebenermaßen stets ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber es trägt maßgeblich zum Lesefluss bei – wieso sollte man denn auch einfach mittendrin unterbrechen?

Gaby_Hauptmann_Zeig_mir_was_Liebe_ist

Während ihrer Autofahrt nach Italien fahren die beiden Protagonisten in eine meiner Lieblingsstädte (Venedig!) und zufällig auch genau die Strecke, die ich selbst immer fahre, wenn es in den Urlaub an die Adriaküste geht. So hatte ich bei den vielen Straßen- oder Städtebeschreibungen vieles selbst vor Augen und habe mich sofort wohl gefühlt. Auch Leska und Valentin fand ich sehr sympathisch, vor allem da beide recht jung sind, nämlich 23 Jahre alt. Obwohl beide so unterschiedlich sind, haben beide Eigenschaften an sich, die mir gleich sympathisch erschienen. Vor allem Leska mochte ich sehr. Doch auch die weiteren Charaktere, denen wir im Laufe der Handlung begegnen, allen voran Gianna, haben mich sofort begeistert.

Ich möchte nicht zu viel der Handlung vorwegnehmen und verraten, aber so viel sei gesagt: „Zeig mir, was Liebe ist“ ist mit Sicherheit nicht so liebevoll und unschuldig, wie der Titel vermuten würde. Vielmehr erwartet den Leser einiges an Abenteuern und Leska und Valentin erinnern stellenweise sehr an Bonnie und Clyde.

Wieder einmal beweist Gaby Hauptmann in „Zeig mir, was Liebe ist“, was für lesenswerte und unterhaltsame, aber vor allem einzigartige Geschichten sie immer noch schreiben kann. Ich habe diesen Roman unheimlich gerne gelesen, tatsächlich ist es für mich ihr bisher überzeugendstes Werk, da ich die Liebes-Krimi-Mischung sehr gerne mag. Eindeutig eine empfehlenswerte Lektüre, perfekt für den Sommer.

5ballerinas

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Bibliografie:

ISBN: 978-3-492-30680-5 / Verlag: Piper / Übersetzer:

Seiten: 256 / ET: 01.06.2015 / Originaltitel:

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Ich durfte Gaby Hauptmann übrigens persönlich kennen lernen – den Bericht dazu sowie ein Interview mit der Autorin findet ihr hier.

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