[Rezension] Kody Keplinger – „Lying Out Loud“

isbn9781444928167Nach ihrem Bestseller „The Duff“ (dt. „Von wegen Liebe“) folgt nun mit „Lying Out Loud“ ein weiterer Roman von Autorin Kody Keplinger, dessen Geschichte auch wieder auf der Hamilton High spielt. Dieses Buch ist zwar eigentlich ein Folgeroman, kann aber auch durchaus eigenständig gelesen werden, da dieser eine gänzlich neue Geschichte beschreibt.

Amy Rush und Sonya – Sonny – Ardmore sind beste Freundinnen, seit sie denken können. So ist es nicht allzu verwunderlich, dass Sonny Unterschlupf bei ihr sucht, als ihre Mutter sie rausschmeißt. Im Gegensatz zu Amy hat Sonny nämlich fast nichts – kein Geld, ein altes, kaum funktionierendes Auto, widerspenstige Haare und vor allem keine Familie. Zusätzlich dazu hat Sonny eine dumme Angewohnheit: sie lügt. Und das sehr überzeugend. Dabei belügt sie nicht nur alle anderen, sondern vor allem auch sich selbst.

Ryder ist neu auf der Hamilton High und, obwohl er gut aussieht, ist er doch recht unbeliebt, da er ein ziemlicher Snob zu sein scheint. Doch er hat eine große Schwäche für die perfekte Amy und als er sich schließlich traut, Amy eine Mail zu schreiben, schreiben Amy und Sonny ihm eine nicht allzu nette Antwort. Trotzdem entwickelt sich dadurch ein überraschend netter Chat zwischen Ryder und Amy – nur dass ihm gar nicht Amy schreibt, sondern Sonny. Welche Ryder nicht leiden kann, welche sich aber immer mehr in ihn verliebt, ohne dass er es weiß…

Nachdem ich bereits „The Duff“ sehr mochte, habe ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut – und wurde nicht enttäuscht. Keplinger hat einen tollen Schreibstil, der wie gemacht für gute YA-Romane zu sein scheint. Obwohl Sonny einige Parallelen zu Bianca aus „The Duff“ aufweist und charakterlich vielleicht nicht gerade das beste Vorbild ist, war sie mir doch von Anfang an sympathisch. Sonny ist einfach eine coole Protagonistin, die man gerne selbst zur Freundin hätte – trotz ihrer Probleme und ihrer Angewohnheit viel zu lügen. Das macht sie mit ihrer recht aufsässigen Art wieder wett. Auch Ryder fand ich von seiner Art her recht nett, nur haben mir bei ihm diesmal ein paar Ecken und Kante mehr gefehlt. Da hat mir Wesley damals doch besser gefallen. Trotzdem herrscht aber auch diesmal wieder eine tolle Chemie zwischen Ryder und Sonny, welche die Geschichte schlichtweg lebendig macht.

Die Handlung an sich ist, natürlich, recht vorhersehbar, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Mir hat die gesamte Geschichte trotzdem gut gefallen und sie konnte mich ausreichend unterhalten, so dass ich auch kaum aufhören konnte zu lesen. Zumal die Geschichte einfach Spaß macht, da eben insbesondere die Dialoge zwischen Sonny und Ryder so lustig sind.

Das Wiedersehen mit den Charakteren aus „The Duff“ – Amy ist schließlich Wesleys Schwester – war natürlich ein tolles und besonderes Extra. Ich mag es immer sehr, wenn solche Folgebände keine Fortsetzungen an sich sind, sondern neue Handlungen und Charaktere aufweisen, man aber trotzdem etwas über schon bekannte Figuren erfährt, wie eben auch hier. Übrigens finden sich hier auch Charaktere aus anderen Romanen von Keplinger, welche ich allerdings noch nicht gelesen habe.

Keplinger hat mit „Lying Out Loud“ wieder einmal eine unterhaltsame YA-Geschichte geschaffen und konnte mich nach „The Duff“ nochmals begeistern. Vor allem überzeugt die Autorin mit ihrem Schreibstil und den überaus sympathischen Charakteren, die man einfach sofort gern hat und am liebsten selbst als gute Freunde hätte. Wer Lust auf gute YA Unterhaltung hat, sollte sich die Geschichten von Kody Keplinger definitiv nicht entgehen lassen. Und für diejenigen, welche die Sprache am Lesen hindert: das Englisch ist wirklich nicht schwer und leicht verständlich!

4Ballerinas

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Bibliografie:

ISBN: 978-1444928167 / Verlag: Hachette Children’s Group / Seiten: 368 / ET: 02.07.2015  

Deutsche Ausgabe: nicht bekannt

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english review:

„Lying Out Loud“ is a new novel by Kody Keplinger and a companion to the bestselling novel „The Duff“ which was actually turned into a movie. This new story takes again place at Hamilton High and can be read without knowing „The Duff“.

Amy Rush and Sonya – Sonny – Ardmore have been friends for many years, since they know each other – they actually can’t say how they met because it was such a long time ago. When Sonny is kicked out from home, she sneaks every night in at Amy’s place. Unlike Amy, Sonny has almost nothing – no money, an old, barely driving car and, most important, no loving family. Additionally, Sonny has one particular bad habit: she’s lying. And she’s lying often and very convincingly. But she’s not only lying to other people, but also to herself because all the lies are mainly meant to forget her current problems.

Ryder is the new guy at Hamilton High and quite unpopular among the other students and teachers. Although he’s good looking, he appears to be a snob. A snob with a huge crush on Amy. When he finally brings up the courage to write an email to her, Amy and Sonny let him down with a not so nice response. Thereupon Ryder and Amy start messaging each other at nights and both are enjoying their chat. What Ryder doesn’t know: it isn’t Amy, who is responding to his messages, but Sonny – Sonny, who Ryder can’t stand and who begins to fall in love with him…

I already liked „The Duff“ a lot, so I was looking forward to reading this one and I wasn’t disappointed. I love Keplinger’s writing, it is really perfect for YA stories. Sonny is in many ways like Bianca from „The Duff“ and hasn’t the best character, but I liked her very much though. She’s cool, tough and not a perfect, ordinary girl like many other girls in so many typical YA novels. I also liked Ryder a lot, although I liked Wesley a bit more. Nevertheless, there is a very sympathetic chemistry between Sonny and Ryder, like there used to be one in „The Duff“ between Bianca and Wesley, and I think that is the most important thing for a good novel.

The story itself is quite predictable but that’s not unusual in this genre. And it’s cool, because I liked the story very much though. I couldn’t and didn’t want to stop reading and had a good time with the characters. The story is entertaining, interesting and funny, especially all the interactions between Sonny and Ryder. They are so much fun and I loved reading about them.

The reunion with the former characters from „The Duff“ – Amy is Wesley’s sister – was certainly an awesome addition. I’m always very fond of companion novels which deal with new characters and new stories, but reveal further information of former, already known characters. By the way, besides Wesley and Bianca, you might also notice other characters from Keplinger’s other novels.

Keplinger created with „Lying Out Loud“ another entertaining and worth reading YA book and another one I really enjoyed. I’m going to read her other books very soon, because her characters and stories always so likable and so much fun to read.

2 Gedanken zu “[Rezension] Kody Keplinger – „Lying Out Loud“

  1. Marie schreibt:

    Huhu :)

    Ich kenne diesen Roman zwar noch nicht, aber ich habe Kody Keplingers „Shut Out“ gelesen (wirklich, wirklich toll!), und auf meinem eReader wartet bereits „The DUFF“ auf mich. Ihr Schreibstil ist einfach toll, oder?

    Ganz liebe Grüße,
    Marie

    P.S.: Was ich übrigens auch ganz toll finde, ist dein Punktsystem! Die Tänzerinnen sind ja echt bezaubernd :)

    • Danke dir! Ich mag deinen Blognamen sehr, passt ja auch zu mir :-)

      „Shut out“ möchte ich auch möglichst bald lesen, denn ihr Schreibstil ist wirklich klasse. :-)

      Liebs Grüße!
      Jess

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