[Blogtour] Tag 3 – „Unter uns nur Wolken“ – Was man über Alzheimer wissen muss

Nachdem Nina euch das neueste Buch von Rose Snow, „Unter uns nur Wolken“, vorgestellt hat und ihr bei Rebecca ein Interview mit interessanten Fragen und sympathischen Antworten der beiden Autorinnen nachlesen konntet, erzähle ich euch heute, was man über Alzheimer wissen muss, da das Thema Alzheimer im Roman eine sehr zentrale Rolle spielt.
Blogtour Unter uns nur Wolken

Alzheimer ist eine Krankheit, „eine fortschreitende, unheilbare Gehirnstörung“, deren Ursache unbekannt ist. Bemerkbar macht sich diese Krankheit vor allem mit fortschreitendem Gedächtnisverlust, aber auch Verwirrung und Desorientierung sind Symptome. Dies wiederum führt dazu, dass das Wesen der Betroffenen sich verändert und Urteilsvermögen sowie Sprachfähigkeit schwindet. Diese Störungen entwickeln sich jedoch bei allen Betroffen unterschiedlich schnell und unterschiedlich stark.

Größenteils wird Alzheimer zwar bei Menschen über 60 Jahren diagnostiziert, kann aber durchaus auch früher auftreten. Laut der Alzheimer Forschung Initiative e.V. leiden derzeit schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen in Deutschland an dieser Krankheit.

„Die Alzheimer-Krankheit verläuft im Allgemeinen stetig mit einer langsamen Verschlechterung des Krankheitsbildes. Es kann aber auch vorkommen, dass die Krankheit scheinbar akut beginnt oder einen wechselhaften Verlauf mit Verschlechterungen und Verbesserungen nimmt.“ – Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Krankheit lässt sich zudem in drei Stadien einteilen. Im frühen Stadium machen sich die Symptome langsam bemerkbar. Die Betroffenen vergessen Kleinigkeiten, insbesondere Dinge aus dem Kurzzeitgedächtnis. Stimmungsschwankungen, evtl. auch Depressionen, können auftreten, insbesondere wenn den Betroffenen bewusst wird, dass ihnen Sprechen und Denken schwerer fällt oder sie eben Gedächtnislücken aufweisen. Im mittleren Stadium verstärken sich die Symptome und die Krankheit ist als solche deutlich zu erkennen. Immer öfter sind die Betroffenen auf Hilfe von ihren Mitmenschen angewiesen, da die Gedächtnislücken zunehmen, sie manche Tätigkeiten nicht mehr selbst aufnehmen können oder nicht wissen, wie sie etwas tun können und zudem verstärkt Gesichter nicht mehr zuordnen können. Ereignisse, die länger her sind, sind den Betroffenen eher im Gedächtnis, als kürzlich geschehene Ereignisse. Im späten Stadium dann schwindet auch das Langzeitgedächtnis zunehmend und die Betroffenen sind sehr pflegebedürftig. Schließlich fällt den Kranken neben dem Sprechen auch das Kauen, Schlucken und Atmen immer schwerer und das Immunsystem wird insofern schwächer, dass es zu schwerwiegenden Krankheiten kommt, die letztendlich zum Tod führen.

Quellen:

Alzheimer Forschung Initiative e.V. & Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/index.htm
https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/symptome.htm
https://www.deutsche-alzheimer.de/die-krankheit/die-alzheimer-krankheit.html

Cover Unter uns nur Wolken Rose SnowIn „Unter uns nur Wolken“ leidet Florian an der Alzheimer-Krankheit. Und auch wenn sich Tom und Ani bereits um ihn kümmern, so befindet sich Florian doch eher noch im frühen Stadium. Und auch wenn die Krankheit bei ihm keinen wirklich typischen Verlauf aufzeigt, sind erste Anzeichen einer leichten Depression erkennbar. Auch reagiert er Tom und Ani gegenüber sehr oft gereizt, da er es noch nicht wirklich wahrhaben will, dass er krank ist und dass sich sein Zustand zunehmend verschlechtern wird. Auf Hilfe angewiesen zu sein, behagt ihm überhaupt nicht. Noch hat er größtenteils gute Tage, hin und wieder aber gewinnen die Symptome und zeigen sich ganz deutlich. Da Florian immer wieder versucht, seine Krankheit auf die leichte Schulter zu nehmen, macht er sich gerade anfangs oft einen Spaß daraus, Vergessenheit oder Tollpatschigkeit vorzutäuschen und damit Ani und Tom in den Irr- und Wahnsinn zu führen. Tom und Florian spielen in der Geschichte außerdem oft Schach, da Schach das Denken fordern und gegen Demenzerkrankungen helfen soll.

Gewinnspiel

Am Ende unserer Blogtour gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen. In diesem Beitrag, sowie in den vorigen Beiträgen und dem morgigen Post, findet ihr farbig markierte Buchstaben, die ihr euch merken müsst, denn am Ende ergeben sie ein Lösungswort. Dieses Lösungswort müsst ihr am Ende auf Julias Blog in ein Formular eingeben und schon nehmt ihr am Gewinnspiel teil. Was es zu gewinnen gibt? Lasst euch überraschen! Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 25.06.2016.

Morgen geht die Blogtour dann auch schon bei Julia weiter und zu Ende, d.h. ihr findet bei ihr nicht nur die Charaktervorstellung, sondern auch das Gewinnspiel. Viel Glück!

Hier findet ihr außerdem meine Rezension zum Buch.

13 Gedanken zu “[Blogtour] Tag 3 – „Unter uns nur Wolken“ – Was man über Alzheimer wissen muss

  1. karin schreibt:

    Ja, stimmt , aber wer nimmt schon gerne seine, mögliche Krankheit als Fakt an.

    Krankheiten regal welcher Art sind erst einmal ein Schock und jeder wird damit möglicherweise anderster fertig oder auch nicht.

    LG..Karin..

  2. Sonjas Bücherecke schreibt:

    Hallo,

    ein interessanter Beitrag. Man setzt sich auch erst mit dieser Krankheit auseinander, wenn ein Mensch betroffen ist, den man kennt. Für den Betreffenden selber ist es äußerst schwierig und erst für die Angehörigen. Man muss erst einen Wege finden, damit umgehen zu können.

    Ein schönes Wochenende.
    LG Sonja

  3. Hallo Jess,
    habe Deinen Beitrag gerade sehr aufmerksam gelesen. Obwohl ich es weiß, musste ich doch schlucken, es wieder schwarz auf weiß (und etwas rot ;-)) zu lesen, was die Krankheit beinhaltet, ist echt schwer. Es betrifft mich ganz aktuell zum ersten Mal, also im engsten Familienkreis, und so richtig damit abgefunden haben ich mich noch nicht …

    Liebe Grüße
    Kati

    • Liebe Kati,

      tut mir echt leid, dass du nun auch damit konfrontiert wirst – musste auch schon im Familienkreis damit fertig werden und es ist wirklich nicht leicht. Viele ist aber, glaube ich, gar nicht bewusst, wie ernst Alzheimer zu nehmen ist und welche Auswirkungen diese Krankheit wirklich hat. :-(

      Liebe Grüße!
      Jess

  4. Hallo, ich habe schon viele Menschen mit dieser Krankheit kennengelernt und erlebt was diese Erkrankung mit dem Betroffenen macht. Es ist schlimm mit anzusehen wie die Menschen nach und immer mehr abbauen und wie schlimm es auch für die Angehörigen ist.
    Danke für den Beitrag.
    Liebe Grüße Stefanie

  5. Heidi Petry schreibt:

    Hallo,
    ich habe von berufs wegen viel mit betroffenen Menschen zu tun und kann nur sagen : Es verändert ganze Familien – ihren Lebensinhalt, ihre Prioritäten, einfach alles .Meinen höchsten Respekt haben pflegende Angehörige und manchmal , ist die Krankheit so stark ausgeprägt, das eine Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen darf man sich nicht scheuen seinen lieben , kranken Menschen in eine Einrichtung zu bringen. Zum Wohle aller.
    GLG Heidi

  6. Margareta Gebhardt schreibt:

    Hallo ,

    vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag.
    Ich wünsche Dir schönen Tag.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt ( Stern44 )

  7. Hallo liebe Jess,

    Danke für deinen aufklärenden und interessanten Beitrag!

    Ich habe selbst auch Erfahrungen, in der Familie, mit dieser tükischen Krankheit machen müssen.
    Es ist sehr schmerzlich, wenn man die Veränderung miterlebt und dem Betroffenen nicht helfen kann…

    Würde dieses Buch sehr gerne lesen.

    Lieben Gruß,
    Tammy

    tamarazimmermann84@gmail.com

  8. aleshanee75 schreibt:

    Hallo!

    Auf Facebook haben wir eine Gruppe für Blogtouren, vielleicht magst du ja mal vorbeischauen?
    Wir halten da alles aktuell und verlinken die Beiträge, damit man immer alles im Blick hat und nichts verpasst – bei den vielen Touren verliert man ja leicht den Überblick ;)
    https://www.facebook.com/groups/981737925190683/

    Liebste Grüße, Aleshanee

Ich freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert!

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