[Rezension] Sarvenaz Tash – „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“

Sarvenaz Tash Buchcover
Eines meiner absoluten Wunschbücher im Juli war definitiv der neue Roman von Sarvenaz Tash und „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“. Und was soll ich sagen? Das Warten hat sich gelohnt!

Graham und Roxy sind beste Freunde, seitdem Graham als Kind in das Haus neben Roxy eingezogen ist. Seither lesen sie gemeinsam Harry-Potter-Bücher und Comics, schauen zusammen Kult-Filme von John Hughes und arbeiten bei an einer eigenen Geschichte. Graham textet, während Roxy zeichnet. Nun machen sich die beiden gemeinsam auf zur New Yorker Comic-Convention und für Graham steht eines fest: an diesem Wochenende möchte er endlich seine Chance nutzen und Roxy gestehen, dass er für sie ein bisschen mehr empfindet, als sie denkt… Doch dann kommt natürlich alles anders, als geplant war.

Bei Büchern aus dem Magellan Verlag kann man nicht umhin, die so liebevolle und detailreiche Gestaltung zu loben. Ich bin jedes Mal aufs Neue davon begeistert, wie schön diese Bücher aussehen. So ist hier nicht nur der Schutzumschlag ein totaler Hingucker, auch unter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein wahres Schmuckstück. Auch wenn man zugeben muss, dass die herzige Gestaltung doch eine ganze Spur romantischer ist, als es die Handlung innerhalb des Buchs tatsächlich ist.

Rezension zu "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" von Sarvenaz Tash, Magellan, 2016 (primeballerina's books)

Die Handlung selbst wird nämlich ausschließlich aus Grahams Perspektive beschrieben und ich denke, dass diese Geschichte vor allem auch deswegen sehr gut von männlichen Lesern gelesen werden kann. Natürlich dreht sich die Geschichte darum, dass Graham in Roxy verliebt ist, aber ich hatte den Eindruck, dass sich dieser Handlungsstrang immer wieder ein wenig in den Hintergrund zieht. Drum herum steht nämlich das Geschehen auf der Comic-Con im Vordergrund, wie auch die gemeinsame Zeit der Freunde. Graham und Roxy besuchen die Comic-Con nämlich in Gesellschaft ihrer Freunde und lernen dort auch andere Gleichgesinnte kennen.

»So eine Chance kriegt man nur einmal im Leben… Die kriegt sogar ein Timelord nur einmal im Leben!« – Seite 7

Wie man das so von Comic-Conventions kennte, ist es das Fest schlechthin, wenn es um Comics, Superhelden, Filme, Serien und Fandoms geht. Man trifft nicht nur ganz viele gleichgesinnte Menschen, sondern kann außerdem die verschiedensten Kostüme bestaunen, selbst einmal der Lieblingsheld sein und die vielen Stars hautnah treffen. Wer sich auch nur ansatzweise in all den Dingen wiederfindet, der wird mit diesem Buch deswegen sein allergrößtes Vermögen haben. Für mich als Doctor-Who-Fan war bereits die erste Kapitelüberschrift („Einmal im Timelord-Leben“) ein kleines Highlight.

Rezension zu "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" von Sarvenaz Tash, Magellan, 2016 (primeballerina's books)

Was aber diesen Roman zu einem tollen Lesevergnügen macht, ist der wunderbare Humor, mit dem mich die Autorin vollkommen überzeugen konnte. Alleine die Kapitelüberschriften sind stellenweise so treffend und gleichzeitig so lustig gewählt, hinzu kommt der Humor von Graham selbst. Das macht ihn nicht nur sehr sympathisch, man fühlt auch so gut mit ihm mit. Auch die Dialoge zwischen ihm und seinem Freund Casey sind gleichzeitig unterhaltsam, aber auch so authentisch. Man kann nicht anders, als mit den beiden befreundet sein zu wollen.

»Verdammt. Okay, er sieht gut aus, er ist Brite und dazu noch ein echter Nerd. Und ich bin total am Arsch.« – Seite 189

Außerdem war ich selbst ein wenig überrascht davon, wie abwechslungsreich und unvorhersehbar die Autorin ihre Geschichte gestaltet und aufgebaut hat. Wenn ich ehrlich bin, dachte ich anfangs, dass der grobe noch folgende Handlungsverlauf eigentlich recht eindeutig wäre, da man bei solchen Geschichten selten viel Spielraum hat, doch so eindeutig war dieser letztendlich doch nicht. Und das war dann schlussendlich noch so der entscheidende, sehr positive Punkt, welcher das Buch von einem guten, zu einem sehr guten Buch für mich machte.

Rezension zu "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" von Sarvenaz Tash, Magellan, 2016 (primeballerina's books)

„Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ konnte mich auf allen nur möglichen Ebenen vollkommen überzeugen. Sympathische Charaktere, ein sehr charmanter und humorvoller Schreibstil, eine überrasche und abwechslungsreiche Handlung, ganz viel geeky-nerdy Fangirl-Stoff sowie eine tolle Zeit auf der Comic-Con. 

5ballerinas

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Bibliografie:

ISBN: 978-3-7348-5027-1 / Verlag: Magellan

Übersetzung: Sandra Knuffinke & Jessika Komina

Seiten: 304 / ET: 25.07.2016 / Originaltitel: „The Geek’s Guide to Unrequited Love“

18 Gedanken zu “[Rezension] Sarvenaz Tash – „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“

  1. Liebe Jess,

    und schwupps bin ich restlos überzeugt, dieses Buch auch lesen zu wollen :-) Die Gestaltung hatte mich zwar vorher schon sehr angesprochen, die Geschichte ebenso – doch die kleinen Details, die du erwähnst, machen es zu einem Must-have. Lieben Dank für die Rezension!

    Sonnige Grüße,
    Anna

  2. Clover81 schreibt:

    Das Buch kommt mir heute zum ersten Mal unter, aber ich glaube, jetzt will ich es unbedingt haben. Also bist du schuld, dass meine Wunschliste schon wieder ein Buch länger wird. Danke dafür. :)

  3. Liebste Jess,
    ich bin leider nicht so das typische geek-nerd girl. :D Ich kenne vieles von dem was dort drin steht oder angespielt wird gar nicht oder interessiere mich nicht dafür. xD Aber das macht nichts. Ich freue mich trotzdem sehr auf dieses Buch und nach deiner Rezension sogar noch mehr. :) Danke dafür.

    Liebst, Lotta

  4. Hi Jess,
    na, das das ist ja mal ein Lobeslied! :D
    Harry Potter, John Hughes‘ Filme und Nerd-Alarm, alles in einem Buch?!. Wenn ich das lese, freue ich mich jetzt noch mehr, dass das Buch mir jetzt nochmal zugeschickt wurde. *hibbel*

    Grüße dich lieb,
    Sandy

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