[#Serientanz] Gilmore Girls – A Year in the Life

serientanz-1Wie ihr sicherlich wisst, sind am Freitag die vier neuen Folgen des großen und lange erwarteten Gilmore Girls Revival endlich erschienen und als ich am Samstagabend die letzte Folge geschaut habe, hatte ich ein unheimlich großes Redebedürfnis. Glücklicherweise war die liebe Laura (Update: Laura hat auch einen supercoolen Post  zur Serie geschrieben!) sofort zur Stelle, so dass wir uns ausgiebig austauschen konnten, doch auch jetzt habe ich immer noch das Bedürfnis, mir all meine Gedanken zum Revival von der Seele zu schreiben. Deswegen führe ich jetzt einfach kurzerhand eine neue Kategorie auf dem Blog ein, den #Serientanz. Eine Abwandlung des Sonntagstanz und ich hoffe, es macht euch nichts aus, dass es dabei hin und wieder mal nicht über Bücher gehen wird – aber ich schaue so viele Serien und wollte bereits mehrmals darüber schreiben, dass es sich richtig anfühlt. Trotz der Tatsache, dass dies eigentlich ein Buchblog ist.

Nun zu den Gilmore Girls. Lorelai und Rory haben auch mich, wie so viele anderen, durch meine Jugend hinweg begleitet und die Serie ist ein bisschen wie die Harry Potter Bücher für mich. Ein großer Bestandteil von mir. Das Revival wurde also monatelang sehr freudig erwartet, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich auch sehr große Angst davor – schließlich können so große Erwartungen eigentlich nur enttäuscht werden. Nachfolgend möchte ich euch meine Gedanken zu den vier Folgen von Gilmore Girls – A Year in the Life wiedergeben und warne deswegen jetzt ganz deutlich: es sind viele eindeutige Spoiler vorhanden! Wer die Folgen also noch nicht kennt, der sollte bitte nicht mehr weiter lesen.

SPOILER!

Willkommen zurück in Stars Hollow! Ich gebe zu, der Anfang wirkte ein klein wenig gekünstelt auf mich, dennoch war es schön, die beiden wiederzusehen. Und schließlich war man dann auch sofort wieder zurück in der altbekannten Kleinstadt, wir sind gemeinsam mit Rory wieder nach Hause gekommen. Nachfolgend werde ich ein wenig genauer auf die Charaktere und deren Handlungen eingehen – also los geht’s!

Rory

Tja, wenige Minuten nach der Anfangsszene in „Winter“ kam der erste Schocker, den ich immer noch nicht verdaut habe. Rory – unsere süße, liebe Rory – hat eine Affäre. Eine Affäre mit dem verlobten Logan. Dass ich für immer #TeamJess bin, lassen wir mal ganz außen vor, mich stört einfach sehr, dass Rory die andere Frau geworden ist und dies auch noch völlig wissentlich tut. Sorry, aber hiermit sammelte Rory so derart viele Minuspunkte bei mir ein, dass ich einfach nicht drüber hinweg komme. Nicht nur hatten wir diese Storyline bereits schon, es fühlt sich auch komplett falsch an. Und was sollte diese Sache mit ihrem eigentlichen Freund Paul, an den sich niemand erinnern kann? Bis jetzt finde ich das Ganze noch zu beleidigend, unnötig und etwas nervig. Klar, es ist ein netter Running-Gag, der sich über alle vier Folgen zieht, aber wozu? Ist Rory wirklich die Person, die ihren eigenen Freund vergisst? Mal ganz abgesehen davon, dass sie ihn ganz gewissenlos betrügt?

Auch sonst war Rory für mich nicht mehr die Freundin, die ich mir damals vielleicht gewünscht hätte. Unsere gemeinsame Bücherliebe kam kaum zum Vorschein. Statt in den vielfach verteilten Umzugskisten nach einem Lieblingsbuch zu suchen, sucht sie lieber verzweifelt nach ihrem lucky outfit. Und als sie dieses schließlich findet, geht sie zu einem Vorstellungsgespräch bei einem coolen Onlinemagazin, welches ihr jedoch unter ihrem Niveau zu sein scheint, ist dazu völlig unvorbereitet und dann auch noch beleidigt, als sie eine fette (aber sehr berechtigte!) Absage der Chefredakteurin bekommt. Sorry Rory, aber komm mal wieder runter von deinem hohen Thron! Da ist unsere Rory mit ihren nun 32 Jahren stellenweise sehr viel unreifer, als sie es in ihren Zwanzigern war. Dabei wäre es umgekehrt sogar noch zu entschuldigen gewesen.

Es tut mir wirklich im Herzen weh, solche Worte über Rory zu verlieren und ich kann es immer noch nicht fassen, wie sehr sie meine Sympathie hier verloren hat. Dass es mit den letzten vier Worten nicht besser wurde, dürfte klar sein. Aber dazu später mehr.

Lorelai

Ich gebe zu, von Lorelais Story hatte ich mir im Vorfeld nicht ganz so viel erhofft, deswegen bin ich umso glücklicher, dass ihre Storyline so gelungen ist. Lorelai war nämlich für mich zwar immer noch die alte, bekannte Lorelai, aber auch einen Tick reifer und ich fand das unheimlich gut. Tatsächlich haben mich ihre Szenen im gesamten Revival am meisten berührt. Ihr ewiger Kampf mit Emily, die Therapiesitzungen, die Sorgen um das Dragonfly Inn und selbstverständlich ihre Beziehung zu Luke – irgendwie konnte ich all ihre Gefühle und Gedanken zu diesen Themen komplett nachvollziehen und fand diese auch am interessantesten.

Als die Szene von Lorelai alleine in der Natur im Trailer zu sehen war, hatte ich die Befürchtung, diese Szene könnte total fehl am Platz sein, aber dann hat sich heraus gestellt, dass diese Szene ein großartiger Höhepunkt war. Der Anruf bei Emily, als sie schließlich ihre glückliche Erinnerung an Richard erzählt, war grandios. Emotional, aufwühlend, aber auch so berührend und glaubhaft. Kurz darauf folgte der Monolog von Luke und endlich ließ er all seine Gefühle heraus und machte uns Fans wahrscheinlich alle überglücklich. Ich war danach erst ein wenig enttäuscht darüber, dass Lorelai letztendlich den Heiratsantrag machte, aber dann holte Luke den Ring und es war alles perfekt. Auch die Hochzeit war so magisch schön gemacht – es wäre der perfekte Serienabschluss gewesen. Obwohl ich es ein wenig (nun gut, sehr) schade fand, dass anscheinend zwar Michel und Lane aus dem Bett geholt wurden, aber nicht Jess – dieser hätte doch unbedingt dabei sein müssen!

Emily

Auch Emilys Entwicklung fand ich so unfassbar stark. Überhaupt habe ich beim diesjährigen Rewatch der Serie die Figur der Emily sehr zu schätzen gelernt und dieser Eindruck hat sich beim Revival nur noch mehr verstärkt. Ihre Trauer ist so nachvollziehbar und ich finde es toll, dass ihrer Figur dieser Raum gegeben wurde, mit dieser Trauer umzugehen. Man merkt so sehr, dass sie sich nach dem Tod von Richard absolut verloren fühlt und wie sie letztendlich diese Wandlung schafft, fand ich nicht nur unheimlich gut umgesetzt, sondern auch gut geschrieben. Die bullshit!-Szene bei dem DAR-Meeting war ein absolutes Highlight.

Dean, Logan, Jess

Fangen wir mit dem kürzesten Auftritt an – Dean. Ich hatte bereits im Trailer das Gefühl, hier eher Sam Winchester vor mir zu haben und nicht Dean Forester, aber ganz ehrlich – er sieht eben selbstverständlich nicht mehr wie ein Milchbubi aus, sondern tatsächlich sogar richtig gut und da ich aktuell Supernatural schaue, kann man es mir wirklich nicht verübeln, dass es für mich einfach nur ein wenig merkwürdig wirkte. Aber trotzdem: cooler Auftritt.

Logan kommt den Umständen entsprechend (leider) in allen vier Folgen und am meisten vor und auch wenn ich nicht #TeamJess gewesen wäre, wäre es spätestens hier mit meiner Sympathie für Logan vorbei. Wer einfach so locker seine Verlobte betrügt, bekommt meine Sympathie nicht – deswegen einfach nur nein. Lediglich den Auftritt der Life and Death Brigade fand ich cool gemacht und war ich da eigentlich die Einzige, die sich ein bisschen in Finn verliebt hat?!

Ich hätte mir so, so, so viel mehr Jess gewünscht, doch auch so habe ich bei allen Jess-Szenen mit einem fetten Grinsen im Gesicht zugeschaut. Es sei doch mal angemerkt, dass es wieder einmal Jess ist, der Rory ein wenig zurück auf die richtige Bahn bringt, sie zum Buch-Schreiben inspiriert und natürlich ist er immer noch in sie verliebt! Und ich habe so sehr auf Lorelais und Lukes Hochzeit gesetzt, dass die beiden sich dort nun endlich wiederfinden. Umso enttäuschter war ich also, dass er dann nicht einmal dabei war. Wieso nicht?! Aber egal, Laura und ich sind überzeugt, die beiden kommen auch nach den verdammten vier Wörtern wieder zusammen. Und wer spätestens nach dem Anblick von Jess, lesend im Sessel (und diesem Bizeps!), nicht #TeamJess ist, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Und dann noch die Luke-Aufmunterungs-Internetrouter-abkapseln-Szene! #allthefeels

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Paris & Lane

Also Liz Weil ist ja mal wohl direkt von How To Get Away With Murder ans Set von Gilmore Girls gekommen, oder?! Es war im ersten Augenblick ein wenig verwirrend, die etwas kaltherzige Bonnie als unsere geliebte Paris zu sehen, die auf einmal eine Fertilitätsklinik leitet, doch ihr erster Auftritt im Revival hat bei mir sofort zu einem kleinen Lachflash geführt. Paris Szenen haben mir alle sehr gut gefallen, insbesondere aber die Szene auf der Toilette in Chilton. Paris ganz so, wie wir sie lieben. Und anders als erwartet fand ich es sogar gut, dass sie und Doyle kein Happy End bekommen haben, letzterer aber trotzdem einen Auftritt hatte.

Auch schön anzusehen waren Lane, Zack und die Band. Cool, dass sie immer noch gemeinsam Musik machen und so immer wieder im Revival zu sehen waren.

Die berühmten vier letzten Wörter

Es war im Voraus bekannt, dass die vier letzten Wörter, die fallen würden, bereits seit Jahren so vorgesehen waren und ich hatte ehrlicherweise etwas erwartet, das die Serie perfekt und rund abschließen würde. Und absolut nicht das, was kam.

»Mom, I’m pregnant.«

Als Rory diese Wörter ausgesprochen hat und die Folge (und damit die Serie) damit sehr, sehr abrupt endete, saß ich sicherlich minutenlang völlig fassungslos da. Ich habe den gesamten Abspann ablaufen lassen, weil ich mir sicher war, dass es das nicht gewesen sein konnte. Doch das war es wohl tatsächlich. Und ich war kurz davor, den Laptop an die Wand zu schmeißen, mit Mühe und Not habe ich einen Tweet tippen können. Ja, ich bin immer noch etwas fassungslos. Enttäuscht. Und würde dieses Ende am liebsten wieder aus meinem Gedächtnis löschen, denn das damalige Ende von Staffel sieben war da für mich viel runder und befriedigender als das.

Ich verstehe zwar irgendwo die Absicht, das Ganze wie einen Kreislauf – den in der Folge zuvor angesprochenen circle of life – darzustellen, aber nein. Einfach nur nein. Ich bin schon generell kein Fan davon, wenn sich Dinge völlig unnötig wiederholen, und dann auch noch so offensichtlich (auch wenn Rory immerhin keine 16 ist)… also nein, ich mag das Ende nicht. Gar nicht. Und wären nicht diese vier letzten Wörter, hätte die Serie so wunderbar enden können – so bleibt für mich ein etwas bitterer Nachgeschmack.

Mein Fazit

Auch wenn ich jetzt viel kritisiert habe – ich bereue es nicht, diese vier Folgen geschaut zu haben, tatsächlich habe ich sie größtenteils wirklich gerne angeschaut, wenn man mal von Rory absieht. Ein wirklich eindeutiges Fazit kann ich deswegen gar nicht ziehen, da es eben Dinge gab, die ich nicht mochte, aber auch viele schöne Momente und Szenen.

Und da ich sicherlich nicht die einzige bin, die sich nach dem Ende eine Selbsthilfegruppe gewünscht hat – bitte kommentiert und diskutiert! Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

Hier noch stichwortartig sonstige Anmerkungen von mir:

  • Cooler Mini-Auftritt von Mae Whitman, der Serientochter von Lauren Graham in Parenthood
  • Genauso cooler Auftritt von Sutton Foster aus Bunheads, wo Kelly Bishop aka Emily ihre Schwiegermutter spielt
  • Das Musical war etwas zu lang – meiner Meinung nach vergeudete Serienzeit
  • Kirk und das Schweinchen – Kirk ist und bleibt super
  • Wie mich Laura erst darauf hinweisen musste, dass Rorys Gespräch mit Christopher gar nicht so weird war wie gedacht, sondern eben mit dem Gedanken dahinter stattfand, dass sie schwanger ist und das Kind wohl alleine großziehen möchte
  • Glücklicherweise wurde das nichts mit dem eigenen Kind von Lorelai und Luke, ich hätte das wirklich merkwürdig gefunden (aber vielleicht ziehen sie dann Rorys Kind mit groß?)
  • Der One-Night-Stand mit dem Wookie – ernsthaft?!
  • Alex Kingston aka River Song aka Naomi, whoohoo! Und dann hat Luke sogar mal Doctor Who erwähnt, mein Fangirl-Serienherz war völlig außer sich!
  • Sehr schade, dass Sookie so kurz zu sehen war, auch wenn es zu erwarten war
  • Schön, dass tatsächlich mehr auf Michel eingegangen wurde – er ist ja auch so mein heimlicher Liebling, von Anfang an schon
  • Book or movie? So eine wichtige Frage!
  • Was wir uns bereits mit Laura gefragt haben – wie konnte Rory so oft nach London fliegen, wenn sie doch pleite war? Hat Logan dafür bezahlt? So viel dazu, dass wir alle dachten, Rory wäre so eine coole, starke und unabhängige Frau…
  • Es gab eine Erwähnung von „Cloud Atlas“ <3
  • Aprils Auftritt war auch so lustig!

31 Gedanken zu “[#Serientanz] Gilmore Girls – A Year in the Life

  1. Oh mein Gott, Jess! Du sprichst mir so aus der Seele. Ich muss aber einmal vorweg sagen: #TeamLogan!
    Die Entwicklung von Rory geht gar nicht. Alle Punkte, die du angesprochen hast, sind wahr. Und: wann zur Hölle hat sie in Chilton Musik & Komposition belegt? Das war mir völlig neu. Das mit Paul passte null und drifftete für mich zum Slapstick ab – fehl am Platze. Aus der starken, selbstständigen Rory ist… nichts geworden. Der One-Night-Stand & das Job-Fiasko setzten dem die Krone auf.

    Sollen die 4 Worte nun Hoffnung machen, dass es weiter geht???

    Auch allem anderen stimme ich zu. Der Auftritt von Fynn & Co. war großartig.

    Das Musical… gäääääääääääääääähn! Was für eine Zeitverschwendung.

    Die Szenen zwischen Luke & Lorelai fand ich irgendwie lieblos. Was ist da passiert? Der Umgang war in den 7 Staffeln vorher ein anderer.

    Alles in allem war ich aber gerne wieder in Stars Hollow. Es ist einfach wie heimkommen. Auch wenn mir hier etwas die Leichtigkeit, das Unbeschwerte und der Esprit gefehlt haben. Sookies Auftritt war leider auch etwas lahm in meinen Augen.

    hach… wir werden noch so einiges diskutieren müssen, oder?

    Hab einen tollen ersten Advent!
    Liebste Grüße

    Sabrina

    • Stimmt, das mit dem Kurs hat mich auch erstaunt. War irgendwie auch unnötig. Beim Musical war ich auch versucht vorzuspulen… Und ganz ehrlich, mein Redebedarf darüber ist immer noch nicht gedeckt…

      • *grummel* Ich weiß nicht, ob ich das kann…
        Ich hatte ja zwischendurch die Befürchtung, die letzten 4 Worte wären „Dragonfly Inn, Rory Gilmore“. Und dann hörte ich von einer „Her name is Lorelai“. *seufz*

  2. buecherklee schreibt:

    Schön dass ich nicht die einzige bin die fassungslos nach dem ende war🙈 hab gegoogelt was das zeug hält, wollte einfach nicht wahr haben, das es das nun gewesen sein soll.
    Bin ebenfalls team jess und hab mich riesig gefreut als er von drausen ins haus zu ihr schaute und es einen moment so aussah als gäbe es ein happy end (auch wenn es rory nach diesen vier folgen irgwie nicht verdient hätte)
    Bin gespannt ob es nicht doch noch ein paar folgen geben wird das können sie uns doch nicht antun😂

    Liebe Grüße
    Chri

    • Ich glaube tatsächlich nicht, dass es da noch weitere Folgen gibt, da Amy ja dieses Ende wohl schon immer vorgesehen hat… und ich weiß auch nicht, ob ich diese alte-neue Story nochmal sehen wollen würde. Auch wenn ich es wohl natürlich trotzdem anschauen würde.

  3. Hey,
    ich war nicht weniger fassungslos wie ihr und mir gehen auch heute noch viele Fragen durch den Kopf. Die dringendste ist aber gerade, wer ist der Vater? Logan oder dieser komische Wookie?

    Welche Szene mich auch außerordentlich irritiert hat ist die, in der Rory nach dem misslungenen Bewerbungsgespräch und dem dazugehörigen Telefonat zwei ihrer Handys in den Abfalleimer schmeißt. (Eins davon ihr IPhone.) Es ging mit nicht um das iPhone, eher um die Tatsache das ich Rory immer als jemanden in Erinnerung hatte, die den materiellen Wert der Dinge kennt.. (Kann man das nachvollziehen?)

    Viele Grüße
    Rena

    • Ja, ich weiß, was du damit sagen willst und sehe es auch so. Die Vaterfrage ist natürlich auch noch offen, wirklich sicher kann sich ja nicht mal Rory sein. Das ist halt auch so etwas, das nicht zu ihr passt – dass sie in dieser Hinsicht so unvorsichtig war. (Auch wenn es natürlich trotzdem immer passieren kann)

    • Ich stimmt dir voll zu. Das mit den Handys konnte ich auch nicht verstehen. Etwas unüberlegt.
      Ach und der wookie kann es eigentlich nicht sein. Das war ja eine oder 2 Folgen vorher und somit hätte man die Schwangerschaft schon sehen müssen wenn es von ihm wäre. Aber klar 100% kann man nicht wissen ob es von logan ist..

  4. Ich hatte schon die Befürchtung allein mit meiner Enttäuschung zu sein. Während ich deinen Beitrag gelesen habe, konnte ich aber nicht anders, als zustimmend zu nicken.

    Zunächst habe ich mich – wie wir alle – wahnsinnig darauf gefreut wieder nach Stars Hollow zurückzukehren, und habe mir überhaupt keine Sorgen gemacht, dass es schlechter werden könnte als die Serie damals. Aber schon die erste Szene war um einiges verkrampfter als sonst. Zum Glück legte sich das mit der Zeit und man konnte wieder in die Welt von Stars Hollow eintauchen. Lorelai und Emily haben mir auch sofort wieder gut gefallen. Richards Tod und was das für beide und ihre Beziehung zueinander bedeutet, wurde unglaublich gut innerhalb dieser vier Folgen behandelt. Lorelais Anruf bei ihrer Mutter war für mich das absolute Highlight und ergreifend und wunderschön.

    Das größte Problem – und das sehen wir alle ähnlich, wenn ich in die Kommis der anderen hineinlese – war wirklich Rory. Wir haben über sieben Staffeln ihre Entwicklung von einer intelligenten Teenagerin zu einer unabhängigen jungen Frau miterleben dürfen, um sie hier nun unreifer vorzufinden als mit Anfang zwanzig?! Was ist da passiert? Ich konnte es weder Alexis Bledel noch dem Drehbuch selbst abkaufen, dass Rory so krass den Boden unter den Füßen verliert (von Paul fange ich gar nicht erst an – das war lächerlich) und sich damit zufrieden gibt, Logans Affäre zu sein! Schrecklich, nur schrecklich und ein riesiger Rückschritt für ihren Charakter.
    Ich gestehe, ich bin #TeamJess, aber man hätte so viel mehr aus Logan machen können, als den reichen Erben, der tut, was die Familie will, auch wenn es ihn offensichtlich nicht glücklich macht.
    Leider war er nicht der einzige, bei dem das Potenzial verschenkt wurde. Sookies kurzer Auftritt fühlte sich sehr erzwungen an und auch ein wenig so, als würde Melissa McCarthy sich nicht mehr ganz in der Rolle wohlfühlen; Lorelai und Luke waren zwar gut, aber nicht mehr ganz so bezaubernd wie in der Serie, einfach weil Luke für mich weniger präsent/stark war als damals und von Lorelai überstrahlt wurde.

    Richtige Highlights waren für mich hingegen Kirk (Ööö-ber – so lustig!) und Jess, der sich meiner Meinung nach am besten von allen Charakteren entwickelt und so erwachsen gewirkt hat (sein Gespräch mit Luke ist ein weiteres Highlight), ohne komplett eine andere Persönlichkeit zu entwickeln (s. Rory).
    Und ich bin sehr froh, dass Dean so eine schöne Szene bekommen hat.:)

    Würde ich eine zweite Staffel schauen, sollte Netflix es doch irgendwie durchboxen: Ja. Aber nur, weil ich mir so sehr wünsche, dass wir die „alte“ Rory wiedersehen können, die wir damals alle ins Herz geschlossen haben.

    Sorry, dass es so lang geworden ist, aber es gibt einfach sooo viel zu sagen.:)

    LG
    Effi

    • Zum Kommentieren und seine Meinung loswerden ist dieser Beitrag doch da! :-)

      Und wenn sie anders mit Logan zusammengekommen wäre, hätte ich das zwar traurig, aber nicht tragisch gefunden – hätte es halt einfach zu Rory gepasst.

      Achja, Öööber war wirklich genial! :-D Das mit Sookie ist wirklich traurig, aber ich glaube das lag auch eben daran, dass sie eben alleine für sich so erfolgreich ist und nicht mehr die Serie braucht. Also Melissa, nicht Sookie. ;-)

  5. Hey Jess,
    du sprichst mir bei den meisten Punkten wirklich aus dem Herzen!!!! Rory hat sich leider wirklich zum Negativen verändert. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass sie den Fehler nochmal macht und „die 2. Frau“ ist. Sie hat es einmal getan und dachte, dass sie daraus lernt. Aber nein. Tut sie nicht! Dass sie damit Paul hintergeht (und zwar mindestens 1 Jahr!!!) scheint sie überhaupt nicht zu stören. Das ist nicht die Rory, die ich vor vielen Jahren kennengelernt habe. Sie verhält sich dadurch so unreif und macht es leider schwierig, sie ins Herz zu schließen. Auch wenn Paul meiner Meinung nach wirklich gar nicht zu ihr passt, sollte sie den Hintern in der Hose haben und mit ihm Schluss machen. Und ihn nicht ein Jahr hinhalten, bis er realisiert, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert. Sie hat sich aus der Verantwortung geschlichen und einfach abgewartet, bis er sich von ihr trennt. Die Rory, die ich damals kennengelernt habe, hätte niemandem so etwas angetan. Sie war aufrichtig und liebenswert. Aber die „neue“ Rory scheint so ein Verhalten nicht zu stören.
    Auch wenn ich eigentlich immer #teamlogan war (sorry :D ) könnte ich ihm nach den neuen Folgen auch in den Hintern treten. Wie kann man so leichtfertig mit einer Verlobung umgehen??? Ich verstehe es nicht. Klar, es scheint so, als „müsste“ er die Heirat eingehen, weil es von der Familie so gewollt ist. Aber mal ehrlich: wir leben nicht mehr in einem Zeitalter, wo man keine eigene Meinung haben darf. Ich finde es einfach sehr traurig. So verhält man sich nicht und seine Verlobte kann einem nur leid tun.
    Dafür habe ich Jess in diesen Folgen lieb gewonnen. Wie du schon sagst: er hat sie wieder in die richtige Bahn gebracht, hat ihr den Vorschlag mit dem Buch gemacht. Und war lecker anzusehen :D
    Zu kurz gekommen sind meiner Meinung nach die Auftritte von Dean und Sookie. Ich hatte mir erhofft, dass man beide zumindest ein bisschen länger sieht. Trotzdem sehr schön, dass sie überhaupt mitgemacht haben.
    Erschreckend finde ich Miss Patty’s Entwicklung. Ich war richtig erschrocken. Aber sie hat ihren Humor nicht verloren. Das ist toll.
    Grundsätzlich finde ich es sehr schade, dass ein wichtiger Punkt in den ganzen vier Folgen keinen Platz gefunden hat: Bücher! Ich erinnere mich nicht daran, dass sie in irgendeiner Weise mal erwähnt worden sind. In den alten Folgen waren Bücher und Rory’s Liebe für diese so ein großes und wichtiges Thema. Und jetzt werden sie gar nicht erwähnt (mal abgesehen von ihrem eigenen Buch).
    Ich LIEBE die Szenen mit Emily. In den neuen Folgen merkt man, dass sie doch nicht so perfekt ist, wie sie sich früher immer gegeben hat. Und das ist schön zu sehen. Ihre Trauer und die Umstellung zu Hause haben mir wirklich in der Seele weh getan und ich habe mit ihr gelitten. Hach ich vermisse Richard auch so sehr. Ein wichtiger Charakter hat einfach gefehlt. Aber ich finde es schön, dass er doch in jeder Folge zu sehen ist. Das hat mir wirklich gefreut.
    Über die Hochzeit von Lorelai und Luke habe ich mich so sehr gefreut. Die nächtliche Trauung war einfach perfekt. Wie schön der Platz einfach geschmückt wurde. Und die Idee mit der Tür, durch die Lorelai gehen muss, war einfach traumhaft. Aber ich stimme dir da auch zu: ich verstehe nicht, warum Lane und Michel dabei waren, sonst aber niemand. Jess hätte auch jeden Fall dabei sein müssen. Schade finde ich allerdings, dass wir keinen Einblick in die „richtige“ Hochzeit mit allen Gästen erhalten haben. Die Flashmobs hätte ich gerne gesehen :D
    Aber die Darstellung der Beziehung der Beiden war wirklich schön. Sie zeigt, dass nicht immer alles perfekt ist. Luke’s Liebeserklärung gegen Ende war einfach traumhaft.
    Kirk ist einfach wie immer spitzenklasse. Er hat sich nicht verändert. Und schade, dass sich Uber nicht durchgesetzt hat :D BTW habe ich den Artikel gefunden: http://mashable.com/2016/11/21/gilmore-girls-kirk-jobs-modern-day/#yoquWdeHvqqV Ein Zufall, dass als erster Job Uber-Fahrer steht?? :-O Der Artikel ist nämlich eigentlich von vor 6 Tagen.
    Paris war wie immer super. Aber du hast Recht: Sie wirkt wirklich wie aus „How to get away with Murder“ herausgesprungen :D
    Am coolsten ist auch einfach die neue Haushälterin von Emily. So lang hat es noch nie eine Haushälterin ausgehalten. Und ich habe jetzt auch endlich erkannt, dass es ja die Gipsy-Schauspielerin ist. Auf jeden Fall richtig toll.

    So, ich habe wieder mal übertrieben :D Aber es gibt einfach noch so viel zu klären. Ich bin momentan auch ganz hin und hergerissen, ob ich für oder gegen eine Fortsetzung bin. Im Netz macht es ja die Runde, dass es weitergehen muss. Aber ich habe da einfach zu große Angst, dass es nur ein Abklatsch werden wird..

    Ganz liebe Grüße
    Sandra

    • Das mit Gipsy habe ich auch erst im Nachhinein bemerkt, ist aber wirklich sehr lustig! Zumal ich die Haushälterin eh schon so mochte – nur das mit der Sprache habe ich nicht ganz so verstanden, das war doch Spanisch?! :D

      Bei Miss Patty war ich auch erschrocken, allerdings schon vor ein paar Monaten, als ich ein Bild der Schauspielerin gesehen habe. Da hatte ich sie erst gar nicht erkannt.

      • Ja stimmt. Die Sprache konnte ja leider richtig zuordnen. Aber Spanisch war auf jeden Fall mit dabei :D
        Hach ich dachte zuerst, dass es eine andere Schauspielerin sein musste. Und beim 2. mal hinschauen bin ich dann wirklich total erschrocken

  6. Vielleicht ist die Welt heute so. Wenn Rory nicht eine große Liebe haben kann, hat sie doch wenigstens einen Ansprechpartner und Freund, der sie versteht. Und Paul – wir leben in einer Welt, in der viele Beziehungen nur dazu da sind, nicht allein zu sein, „weil es sich so gehört“, aber die Person selbst ist nicht wichtig. Vielleicht etwas Gesellschaftskritik?
    Ebenso Rorys Karriere – schön gespiegelt am 30somethingclub. Heutzutage werden einem keine Jobs mehr hinterhergeschmissen, alle müssen sich anpassen (siehe Doyle), und nicht immer geht das. Rory versucht ja, es irgendwie zu schaffen, begibt sich auf die niedrigste Stufe – Promibuch, unbezahltes Blättchen (wobei da mehr bei hätte rauskommen können), diese Internetseite – aber das ist nicht das, wofür sie all die Jahre so hart gearbeitet hat – aber welcher Job wäre das schon? Einer, in dem man Artikel über lines schreiben muss?
    Und ja, ich bin auch #teamjess, und ich hoffe, dass es nur die vorläufigen letzten Worte waren :-)

    • Das mit dem 30somethingclub fand ich tatsächlich gar nicht so abwegig und auch glaubhaft. Und ich habe es, glaube ich, schon irgendwo anders hier geschrieben – ich hätte Rorys Karrieresachen total nachvollziehen können, wäre vielleicht alles andere nicht gewesen – so hat sich für mich einfach ein sehr negatives Bild ergeben.

  7. Hey Jess,

    super, dass du so schnell deine Eindrücke aufgeschrieben hast und uns somit eine Diskussionsplattform lieferst. Ich habe am Freitag gar nicht aufhören können zu schauen, bis ich tatsächlich alle 4 Folgen durch hatte. Das Ende hat mich dann auch nach studenlangem Glotzen nur halb glücklich gemacht. Auf der einen Seite: Juhu, Lorelai und Luke haben endlich geheiratet, das wäre schon vor Jahren angebracht gewesen! Ich war tatsächlich am Anfang der neuen Staffel gespannt, ob sie nicht vielleicht schon ein gemeinsames Kind haben und war dann kurz enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden noch ein gemeinsames Kind bekommen. Weil sie bestimmmt super Eltern wären.
    Lorelai war in der gesamten Staffel über viel präsenter als Rory, das fand ich, wie ihr alle, sehr schade. Ich hätte gerne mehr von Rory gesehen und auch einen Rückblick gehabt, was sie in den letzten Jahren gemacht hat. Denn bei ihre hätte sich viel mehr entwickeln können bzw. müssen als bei Lorelai. Sie hatte hier viel mehr Potential als Lorelai. Schade, dass das nicht besser ausgenutzt wurde. Dazu habt ihr ja schon alles gesagt….. Nicht nachvollziehbar war für mich jedoch, warum sie mit Logan nur eine Affäre hat und warum er mit einer anderen Verlobt ist. Ich fande es so eindeutig, dass die beiden noch Gefühle füreinander haben. Rory hatte sich ja nur von ihm getrennt, weil sie Karriere machen wollte. Jetzt wo es mit der Karriere eh nicht gut läuft, könnte sie doch einfach wieder an seine Seite zurückkehren. Sowieos überrascht es mich etwas, dass Logan überhaupt noch etwas mit ihr zu tun haben will. Denn sicherlich muss es sehr verletzend für ihn gewesen sein, dass sie den Antrag abgelehnt hat. Wenn jemand so von einem Menschen verletzt wurde, warum lässt es sich mit genau dieser Person dann wieder auf eine Affäre ein? Das finde ich echt unlogisch.

    Schön fand ich, dass Michel endlich einen Partner und eine Familie bekommen hat! Das war wirklich affig, dass das bisher so ausgeblendet wurde. Ich hätte außerdem noch gerne mehr darüber erfahren, wie es Lane als junge Mutter von Zwillingen so ergangen ist. Das kam mir auch etwas zu kurz. Euch nicht?

    Liebe Grüße an alle Revival-Gucker, wir werden sicher noch viel diskutieren. Ich bin gespannt, ob es weiter geht und könnte mir das gut vorstellen!

    Laura

    • Liebe Laura,

      stimmt, so hatte ich die Sache zwischen Logan und Rory noch gar nicht betrachtet – da hast du definitiv recht. Ich persönlich komme auch einfach nicht drüber hinweg, dass sich Rory zu so einem Betthäschen degradieren lässt. Und auch wenn ich TeamJess bin – von Logan hätte ich da auch mehr Rückgrat erwartet.

      Lane und die Zwillinge kamen mir auch zu kurz, da hätte ich wie du mehr erfahren. So anstelle des ewiglangen Musicals zB.

      Michel mit den Kindern im Inn war doch auch super, oder? Wirklich schön, dass wenigstens er mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Auch dass er sich etwas mehr von seiner Karriere wünscht, als das kleine Hotel, fand ich sehr glaubwürdig und da ist mir wirklich das Herz gebrochen, als er seinen Weggang verkündet hat.

      Dass Luke und Lorelai kein eigenes Kind mehr haben, fand ich allerdings doch irgendwie gut… hätte mir das nicht so recht vorstellen können. Andererseits – lieber eine schwangere Lorelai als Rory.

  8. Hallöchen :) das hast Du schön zusammengefasst, aber ein großer Punkt fehlt:

    Richards Andenken wird sowas von in den Schmutz gezogen!!

    Vorab: ich hab erst die ersten beiden Folgen gesehen, aber meine Freundinnen und ich saßen durchweg fassungslos davor. Von einer Story kann kaum eine Rede sein, die Hälfte der Zeit saßen wir da und fragten uns „wen interessiert’s?“. Die einzigen Charaktere, die sich treu geblieben sind, waren Paris, Taylor, Kirk, Michel…so um den Dreh. Wir hoffen, im Sommer und Herbst noch was Gutes zu entdecken ;)

    Mein bisheriges Fazit: das ganze ist ein Witz sondersgleichen. Schlimm….

    Ich melde mich noch mal, wenn ich auch die anderen Folgen gesehen habe :D

    Liebe Grüße

    Rica

    • Liebe Rica,
      das musst du mir jetzt aber genauer erklären, wieso du findest, dass Richards Andenken in den Schmutz gezogen wurde – ich fand die Story um ihn herum eigentlich ganz gut umgesetzt. Oder habe ich da was übersehen?

Ich freue mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert!

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