Ein Abend mit Jodi Picoult – ein Erlebnisbericht

Jeder Vielleser fürchtet sich vor den Fragen nach dem einen Lieblingsbuch und dem einem Lieblingsautor, der Lieblingsautorin. Sich zwischen all den vielen, vielen tollen Büchern auf eines festzulegen, scheint absolut unmöglich, vor allem, wenn die Antwort nicht schon wieder einfach Harry Potter lauten soll. Mir ergeht es hier nicht anders, und doch stelle ich immer wieder fest, dass ich auf die Frage nach meinem Lieblingsbuch jedes Mal aufs Neue antworte: Ich habe sehr viele Lieblingsbücher, aber das Buch, welches ich immer wieder und absolut jedem empfehle, ist „Beim Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult.

Es war mein erster Roman der Autorin, viele weitere folgten, tatsächlich habe ich auch viele noch ungelesen im Regal, aber die Autorin begeistert mich bereits seit Jahren immer wieder aufs Neue. „Beim Leben meiner Schwester“ – welches ich als erstes auf polnisch, dann auf deutsch und dann nochmal auf englisch gelesen habe – hat mich so unfassbar berührt, überwältigt… es ist wirklich seit Jahren ein Buch, welches ich gerne als mein Lieblingsbuch betitele. Genauso gilt Jodi Picoult seither als eine meiner liebsten Autorinnen. Natürlich habe ich viele, viele LieblingsautorInnen, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, gibt es vielleicht eine Top 5 – und Jodi Picoult ist ganz definitiv in dieser Top Five.

Ich hätte mir ehrlicherweise niemals erhofft, sie mal treffen zu dürfen – bis ich an einem Freitagabend im November am Dussmann vorbei gelaufen bin (ja, vorbei!) und ein Poster im Schaufenster sah, welches eine Buchvorstellung mit Jodi Picoult zu ihrem neuesten Roman „Kleine große Schritte“ ankündigte. Laura kann es bezeugen: meine erste Reaktion war komplette Verwirrung, Fassungslosigkeit und Ungläubigkeit. Buchvorstellung MIT Jodi Picoult? Im Sinne von, Jodi Picoult ist anwesend? Eine kurze Google-Suche bestätigte: in nur drei Tagen – nach meinem Geburtstagswochenende – sollte Picoult in Berlin sein. Tatsächlich war sie auf Buchtour – endlich – in Deutschland! Und was soll ich sagen? Ich bezeichne es nun gerne als mein schönstes Geburtstagsgeschenk vom Universum.

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[Rezension] Jodi Picoult – „Die Spuren meiner Mutter“

Die Spuren meiner Mutter von Jodi PicoultJodi Picoult ist die Autorin zahlreicher großartiger Bücher, darunter „Beim Leben meiner Schwester“ und „19 Minuten“. Mit „Die Spuren meiner Mutter“ ist nun ein neuer Roman erschienen, der sich getrost in diese Riege einreihen kann.

Alice Metcalf war eine passionierte Elefantenforscherin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Thomas ein Elefantenreservat in New Hampshire geleitet hat. Dort hat auch die nun 13-jährige Jenna Metcalf ihre ersten Lebensjahre verbracht. Ihre Familie bestand nicht nur aus ihren Eltern, sondern auch aus den Mitarbeitern des Reservats sowie den dort wohnenden Elefanten.

Doch eines Tages wurde diese große Familie brutal auseinander gerissen: eine Mitarbeiterin wurde tot aufgefunden und Alice wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, aus welchem sie plötzlich spurlos verschwand. Jahrelang wurde sie nicht einmal für vermisst gemeldet, blieb aber verschwunden und Jenna wuchs bei ihrer Großmutter auf. Jetzt möchte sich aber Jenna endlich auf die Spuren ihrer Mutter begeben und sie wiederfinden.

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[Rezension] Jodi Picoult – „Zeit der Gespenster“

Nachdem mich Picoults letzter Roman, „Das Herz ihrer Tochter“, ein wenig enttäuscht hat, bin ich an „Zeit der Gespenster“ mit sehr gemäßigten Erwartungen rangegangen – und wurde dafür belohnt! Picoults neuester Roman ist wieder fantastisch, ein echter Picoult-Roman. Jodi Picoult selbst meint, dass „Zeit der Gespenster“ ihr bisher bestes Buch ist.

Das Buch beginnt sehr unübersichtlich – viele einzelne Abschnitte, teils mit verwirrendem Inhalt, handeln von jeweils anderen Personen. Doch nach einigen Seiten werden die Abschnitte länger und man kann nun endlich eine klare Struktur erkennen.

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[Rezension] Jodi Picoult – „Bis ans Ende aller Tage“

Die Golds und Hartes wohnen seit Jahren Tür an Tür. Die Frauen sind beste Freundinnen und auch ihre Ehemänner kommen gut miteinander aus. Emily Gold und Chris Harte sind schon seit ihrer Geburt miteinander vertraut, immer zusammen. Jedes Kind ist auch für die Eltern es anderen ein Familienmitglied. Mit 13 Jahren beginnen Chris und Emily, sich zu lieben, fangen eine feste Beziehung an. Die enge Freundschaft entwickelt sich zu einer tiefen Liebe. Bis schließlich im November 1998 beide ins Krankenhaus eingeliefert werden. Chris schwer verletzt, Emily – tot durch Kopfschuss.
Die Eltern sind entsetzt und es ist das Ende der langjährigen Freundschaft. Es kommen Fragen auf: wer hat wen erschossen? Wieso wurde geschossen? Die Staatsanwaltschaft klagt Chris Harte des Mordes an Emily Gold an. Chris verbringt sieben Monate im Gefängniss, in denen er auf seinen Prozess wartet…

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[Rezension] Jodi Picoult – „Das Herz ihrer Tochter“

Jodi Picoults Romane bewirken bei mir etwas.  Sie regen mich zum Nachdenken an, sie bringen  mich zum Weinen, zum Lachen. Ihre Romane  sind einzigartig. Auf „Das Herz ihrer Tochter“, Picoults neuestem Bestseller-Roman, habe ich  mich riesig gefreut. 12 Stunden sind vergangen,  seit dem ich das Buch beendet habe und ich  denke immer noch nach, wie ich das Buch nun  bewerten soll…

June Nealons erster Ehemann ist bei einem  Autounfall gestorben und sie bleibt mit ihrer 2-  jährigen Tochter Elizabeth zurück. Jahre später  werden ihr neuer Ehemann, Kurt, und Elizabeth getötet. June bleibt zurück – schwanger, mit ihrer Tochter, Claire. Doch wie sich herausstellt, hat Claire einen schweren Herzfehler und braucht ein neues Herz. Shay Bourne, der Mörder von Kurt und Elizabeth, wird in einem Gerichtsverfahren zu Tode verurteilt und sitzt nun schon seit 11 Jahren in der Todeszelle. Er möchte nach seiner Hinrichtung sein Herz an Claire spenden, um etwas wieder gutzumachen.

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